Tax office lacked standing to challenge cost allocation

SB.1999.00056Tribunale amministrativo / 2a divisione22 mar 2000Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The cantonal tax office appealed to the Zurich Administrative Court against the Tax Appeal Commission I only insofar as it had set aside the objection-cost order imposed by the Tax Commission Q. The court held that the cost burden affected the political municipality Q., not the State of Zurich, and that the municipality alone could challenge that point. Because the cantonal tax office lacked a protected interest, the appeal was inadmissible.

Massima Omnilex

§ 153 Abs. 1 StG; standing to appeal in tax matters requires a protected legal interest. Where the annulment of an objection-cost order concerns costs which, under § 79 aStG, accrue to the political municipality and are charged through the municipal tax office, the State of Zurich is not directly aggrieved. An authority lacking personal prejudice has no appeal interest and its complaint is inadmissible (consid. 2).

Testo completo

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: SB.1999.00056

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Geschäftsnummer: SB.1999.00056

Entscheidart und -datum: Endentscheid vom 22.03.2000

Spruchkörper: 2. Abteilung/2. Kammer

Weiterzug: Dieser Entscheid ist rechtskräftig.

Rechtsgebiet: Steuerrecht

Betreff: Einschätzungen 1994 und 1995

Beschwerdelegitimation des kantonalen Steueramts hinsichtlich der Kostenverlegung durch die Steuerrekurskommission.

Durch die Aufhebung der Kostenauflage der Steuerkommission Q. durch die Rekurskommission I ist nicht der Staat Zürich, sondern die politische Gemeinde Q. beschwert worden. Diese hat von ihrer Beschwerdebefugnis jedoch keinen Gebrauch gemacht. Da dem nicht beschwerten Staat kein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung des Rekursentscheids über die Auflage der Einsprachekosten zukommt, ist auf die diesbezügliche Beschwerde des kantonalen Steueramtes nicht einzutreten.

Stichworte:

  • keine -

Rechtsnormen:

  • keine -

Publikationen:

  • keine -

Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)

Gewichtung: 3

I. ...

Der Steuerkommissär veranlagte die pflichtigen Eheleute X. am 4. Februar 1998 für die Steuerjahre 19.. und 19..

Die Steuerkommission Q. bestätigte die Einschätzungen mit Einsprache­ent­scheid vom 24. Juni 1998, wobei sie den Pflichtigen die Verfahrenskosten auferlegte.

II. Die Steuerrekurskommission I wies am 10. Juni 1999 den Rekurs der Pflichtigen hinsichtlich der Einschätzungen ab; sie hob indessen die Kostenauflage der Steuerkommission Q. auf.

III. Das kantonale Steueramt erhob am 27. August 1999 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Begehren, es sei die Kostenauflage der Steuerkommission Q. wiederherzustellen.

...

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

  1. ...

  2. Gegen den Entscheid der Rekurskommission oder ihres Präsidenten können nach § 153 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) der Steuerpflichtige, das kantonale Steueramt und die Gemeinde innert 30 Tagen nach Zustellung Beschwerde beim Verwal­tungs­gericht erheben.

Die Befugnis zur Beschwerdeerhebung in Steuersachen setzt, einem allgemeinen ver­waltungs­prozessualen Grundsatz entspre­chend (RB 1980 Nr. 86), vorab ein recht­li­ches Interes­se an der Anfechtung voraus (RB ORK 1959 Nr. 81 = ZR 59 Nr. 25). Fehlt es an ei­nem schutz­wür­digen Anfechtungsinteresse (sog. Beschwer), so ist auf das Rechtsmittel nicht einzu­tre­ten.

Die gemäss § 79 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) unter bestimmten Voraussetzungen dem Einsprecher aufzuerlegenden Kosten des Einspracheverfahrens ste­hen der politischen Gemeinde zu, auf deren Rechnung die Kosten durch das Gemeinde­steueramt bezogen werden (vgl. Ziff. 11 letzter Satz der Weisung der Finanzdirektion an die Präsidenten der Steuerkommissionen und die Gemeindesteuerämter über das Verfahren vor Steuerkommission vom 15. Juni 1990, ZStB I A Nr. 26/63). Durch die Aufhebung der Kostenauflage der Steuerkommission Q. durch die Rekurskommission I ist somit nicht der Staat Zürich, sondern die politische Gemeinde Q. beschwert worden. Diese hat von ihrer Beschwerdebefugnis jedoch keinen Gebrauch gemacht. Da dem nicht beschwerten Staat kein schutzwürdiges Interesse an der An­fechtung des Rekursentscheids über die Auf­lage der Einsprachekosten zukommt, ist auf die diesbezügliche Beschwerde des kanto­nalen Steueramtes nicht einzutreten.

  1. ...

Demgemäss beschliesst das Verwaltungsgericht

...

Auf die Beschwerde des kantonalen Steueramtes wird nicht eingetreten.

und entscheidet:

...

Parole chiave

taxationstandingcost allocationinadmissibilitymunicipality

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the cantonal tax office had standing to appeal the annulment of the objection-cost order.

Decisione estratta

No. The cost burden concerned the political municipality, not the State of Zurich; as an uninjured authority, the cantonal tax office had no protected interest in challenging the decision.

Motivazione estratta

Standing in tax matters requires a legal interest in the challenge. Under the applicable rules on objection costs, those costs belong to the political municipality charged through the municipal tax office. Since the appeal decision affected the municipality, not the state, the tax office was not directly aggrieved.

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