Voluntary AHV/IV for Swiss abroad

20024200Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)17 giu 1994Not Examined

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The interpellation asked how the Federal Council planned to abolish the voluntary AHV/IV for Swiss citizens abroad, what savings this would bring, and how resulting social gaps would be covered. In its written reply, the Federal Council explained that it had already proposed abolition in the 1993 savings package, with a ten-year transition for existing insured persons, but that Parliament had referred the proposal back. It estimated annual costs at about CHF 130 million and long-term savings up to CHF 40 million per year. It also pointed to federal welfare assistance for hardship cases. The interpellant declared himself satisfied.

Massima Omnilex

Voluntary AHV/IV for Swiss abroad; parliamentary interpellation on planned abolition, costs and compensatory measures. The Federal Council may present abolition in a budget-savings package, with a transitional regime excluding new admissions and providing for a time-limited continuation of existing insurance relationships; after a parliamentary referral back, the matter must be reassessed before resubmission. Where the accounting system does not distinguish compulsory from voluntary contributions, costs may be estimated by model calculation. Any social hardship remains contingent on the final legislative outcome; existing federal welfare assistance for Swiss abroad constitutes a residual safety net (consid. 1-3).

Testo completo

N 17 juin 1994

1202

Interpellation Steinemann

93.3511

Interpellation Fischer-Hägglingen Freiwillige AHV/IV für Auslandschweizer Assurance facultative AVS/AI pour les ressortissants suisses à l'étranger

Wortlaut der Interpellation vom 8. Oktober 1993

Gemäss seinen Ausführungen zu den Sanierungsmassnah- men 1993 will der Bundesrat die freiwillige AHV/IV für Ausland- schweizer streichen. Viele Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Ausland sind jedoch auf diese Form der Altersvorsorge an- gewiesen. In diesem Zusammenhang möchte ich deshalb dem Bundesrat folgende Fragen stellen:

  1. Der Bundesrat ist über die konkrete Verwirklichung seiner Absicht bisher sehr vage geblieben. In welchen Schritten und in welchem Zeitraum sieht er den vorgesehenen Abbau?

  2. Welche Kosten verursacht die freiwillige AHV/IV für Ausland- schweizer heute, und welche Summe will der Bundesrat mit ei- ner Aufhebung sparen?

  3. Wie gedenkt der Bundesrat die entstehende soziale Lücke für die Auslandschweizer auszufüllen? Welche Massnahmen werden ergriffen, um soziale Härten auszugleichen?

Texte de l'interpellation du 8 octobre 1993

Selon ses explications relatives aux mesures d'assainisse ment prévues pour 1993, le Conseil fédéral veut abolir l'assu- rance facultative AVS et Al pour les Suisses résidant à l'étran- ger. Un grand nombre de citoyens suisses vivant à l'étranger dépendent pourtant de cette forme de prévoyance vieillesse. Dans ce contexte, j'aimerais poser les questions suivantes au Conseil fédéral:

  1. Jusqu'à aujourd'hui, le Conseil fédéral est resté très vague quant à la réalisation de son intention. Quelles étapes et quel laps de temps prévoit-il pour abolir les dispositions en question?

  2. Quels coûts l'assurance facultative AVS et Al pour les Suis- ses résidant à l'étranger occasionne-t-elle aujourd'hui et quelle somme le Conseil fédéral entend-il économiser par cette abolition?

  3. Comment le Conseil fédéral a-t-il l'intention de combler la la- cune sociale qui découlera de sa décision pour les Suisses ré- sidant à l'étranger? Quelles mesures prendra-t-il pour aider les personnes qui pourraient se retrouver dans une situation pré- caire?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bortoluzzi, Bühler Simeon, Daepp, Fehr, Hari, Müller, Neuenschwander, Reimann Maxi- milian, Rutishauser, Rychen, Seiler Hanspeter, Vetterli, Wyss William, Zölch (14)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 mai 1994

  1. Der Bundesrat beantragte dem Parlament am 4. Oktober 1993 im Rahmen der Botschaft über die Sanierungsmassnah- men 1993 für den Bundeshaushalt eine Aufhebung der freiwil- ligen AHV/IV für Auslandschweizerinnen und Auslandschwei- zer. Dabei sah er vor, dass ab Inkrafttreten der Gesetzesände- rung keine Neubeitritte mehr zulässig sein sollten. Für Perso- nen, die zu diesem Zeitpunkt der freiwilligen Versicherung an- gehört hätten, wäre die Versicherung nach einer Übergangs- frist von zehn Jahren endgültig abgeschafft worden. National- rat und Ständerat haben die Vorlage inzwischen an den Bun-

desrat zurückgewiesen. Dieser wird prüfen, ob und allenfalls in welcher Form er das Geschäft im dritten Sanierungspaket erneut den eidgenössischen Räten unterbreiten will.

  1. Die effektiven Kosten der freiwilligen Versicherung sind nicht bekannt, da bei der Rentenfestsetzung keine Unterschei- dung zwischen Beiträgen an die obligatorische und solchen an die freiwillige Versicherung gemacht wird. Mittels einer Modellrechnung schätzen wir die heutigen Ausgaben aber auf 130 Millionen Franken pro Jahr. Das Defizit geht grösstenteils zu Lasten der obligatorischen AHV/IV. Der Beitrag der Eidge- nossenschaft an die AHV beträgt 17,5 Prozent der jährlichen Ausgaben und jener an die IV 37,5 Prozent. Der Staat trägt ausserdem die Durchführungskosten der freiwilligen Versi- cherung (personell und materiell). Im Ausmass der zunächst progressiven Abschaffung der freiwilligen Versicherung ma- chen sich die finanziellen Auswirkungen für den Bund nicht sofort bemerkbar. Je nach Modell kann der Wegfall von Bei- tragszahlungen dem Bund kurzfristig sogar Mehrkosten verur- sachen. Langfristig rechnete der Bundesrat bei seinem Vor- schlag mit Einsparungen ansteigend bis 40 Millionen Franken im Jahr.

  2. Ob und inwieweit soziale Lücken für Auslandschweizerin- nen und Auslandschweizer entstehen, hängt von den weiteren Anträgen des Bundesrates bzw. den Beschlüssen des Parla- ments ab. Bei sozialen Härtefällen besteht gemäss Bundesge- setz vom 21. März 1973 über Fürsorgeleistungen an Ausland- schweizer die Möglichkeit, Personen, die sich in einer Notlage befinden, Fürsorgebeiträge des Bundes zu entrichten.

Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait

93.3658

Interpellation Steinemann Heroinversuche und Krankenkassen Distribution d'héroïne et caisses-maladie

Wortlaut der Interpellation vom 16. Dezember 1993 Die gesetzlich fragwürdigen Heroinversuche des Bundesam- tes für Gesundheitswesen (BAG) sind vom Bund finanziert. Diese Bundesmittel decken aber nur einen Bruchteil der Ko- sten (bis 20 000 Franken pro Person und Jahr). Die Durchfüh- rung der Versuche ist daher von wesentlichen Leistungen der Krankenkassen respektive der Kantone und der Städte ab- hängig.

Viele Krankenkassenmitglieder verlangen von den Kassen, dass mit ihren einbezahlten Geldern für die Hilfe und Unter- stützung in kranken Tagen keine wissenschaftlich unhaltba- ren Versuche finanziert werden. Das Konkordat der Schweize- rischen Krankenkassen hat bekanntlich die Mitfinanzierung der Heroinversuche abgelehnt.

Wir sind der Auffassung, dass aus Rücksicht auf die Prämien- zahler die Krankenkassen keinesfalls zu Leistungen in einem höchst fragwürdigen Bereich gezwungen werden dürfen. Der Bundesrat wird um Beantwortung folgender Fragen ge- beten:

  1. Auf welcher gesetzlichen Grundlage können die Kranken- kassen in irgendeiner Form zur Mitfinanzierung von umstritte- nen Versuchen mit Heroinabgabe gezwungen werden, die nicht nur den im Betäubungsmittelgesetz eng definierten me- dizinischen Zwecken dienen?

  2. Ist dem Bundesrat bekannt, dass einzelne Krankenkassen bereits Versuchskosten auf Druck von Kantonsregierungen übernehmen sollen?

  3. Wer bezahlt die entsprechenden Kosten für Versuchsperso- nen, bei denen kein Versicherungsschutz besteht?

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Fischer-Hägglingen Freiwillige AHV/IV für Auslandschweizer Interpellation Fischer-Hägglingen Assurance facultative AVS/AI pour les ressortissants suisses à l'étranger

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1994

Année

Anno

Band

II

Volume

Volume

Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3511

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 17.06.1994 - 08:00

Date

Data

Seite

1202-1202

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20 024 200

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Parole chiave

social insuranceSwiss abroadvoluntary insurancetransition periodcost estimatewelfare assistance

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

How the Federal Council intended to abolish voluntary AHV/IV for Swiss abroad and over what timetable.

Decisione estratta

The Federal Council stated that it had proposed abolition in the 1993 budget-savings package, with no new enrolments from entry into force and a ten-year transition for existing members; after parliamentary referral back, it would examine whether and in what form to resubmit the matter.

Motivazione estratta

Because Parliament had referred the proposal back, the Government could not proceed with the planned abolition as originally presented and would first reassess the legislative course.

Questione giuridica chiave

What costs the voluntary AHV/IV generated and what savings abolition would yield.

Decisione estratta

The effective costs were not precisely known; the Federal Council estimated current annual expenditure at about CHF 130 million and expected long-term savings rising to CHF 40 million per year.

Motivazione estratta

A model calculation was used because contributions to compulsory and voluntary insurance were not separated at pension determination; the federal deficit burden and administrative costs were also considered.

Questione giuridica chiave

How social gaps for Swiss abroad would be covered if the voluntary insurance were abolished.

Decisione estratta

Any social gaps depended on future parliamentary decisions; in hardship cases, federal welfare contributions were available under the 1973 federal act on welfare assistance to Swiss abroad.

Motivazione estratta

The extent of any gap was not yet fixed because the final legislative outcome remained open; existing welfare law provided a safety net for persons in need.

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