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Interpellation der LdU/EVP-Fraktion
den regen Kulturaustausch und die Zusammenarbeit im Um- weltschutz möchte ich speziell erwähnen. Ich bitte Sie deshalb, den Motionstext mit «Südbünden» zu er- gänzen und die Motion zu überweisen.
On. Cotti, consigliere federale: Dopo la processione di tutti i rappresentanti delle regioni di frontiera posso essere molto breve.
La risposta del Consiglio federale alla mozione Mühlemann è dell'agosto 1991, e da quel momento molte cose sono cam- biate, soprattutto molta acqua è passata sotto i ponti del Reno, del Rodano, del Ticino, e quindi è chiaro che la situazione va vista nell'ottica nuova del dopo 6 dicembre 1992.
Posso segnalare all'on. Mühlemann che il Consiglio federale ha dato mandato al Dipartimento degli Esteri di elaborare un rapporto sulla posizione dei Cantoni per quanto riguarda la nostra politica estera entro la fine dell'anno, e la direzione poli- tica del mio Dipartimento ha iniziato l'elaborazione di questo rapporto.
I problemi sono di duplice natura. Da una parte abbiamo i temi dei Cantoni di frontiera che avete toccato oggi nei vostri nume- rosi interventi, e dall'altra - come ha detto il sig. Oehler - ab- biamo anche le mozioni Engler e Cottier che intendono invece di trovare nuove vie per far meglio partecipare i Cantoni all'ela- borazione della politica estera generale della Svizzera. Questi due problemi saranno ora sottoposti ad un esame, anche in funzione degli articoli 9 e 10 della Costituzione federale.
Posso assicurare la disponibilità assoluta - l'ho detto del resto questa mattina nel mio intervento - affinché la partecipazione dei Cantoni alla nostra politica estera, anche dei Cantoni di frontiera per quanto riguarda i loro problemi regionali, sarà guardata con la massima benevolenza da parte del Consiglio federale.
La risposta - ho detto - è del mese di agosto nel 1991, e oggi ho il mandato di difendere la proposta del Consiglio federale che è quella di trasformare la mozione in postulato. Dico però subito al Consiglio nazionale che non avrei nessun motivo neppure per oppormi all'accettazione pura e semplice della mozione.
Abstimmung - Vote Für Ueberweisung der Motion Dagegen
offensichtliche Mehrheit Minderheit
91.3282
Interpellation der LdU/EVP-Fraktion Formulierung einer Europapolitik Interpellation du groupe Adl/PEP Définition d'une politique européenne
Diskussion - Discussion
Siehe Jahrgang 1991, Seite 2515 - Voir année 1991, page 2515
92.3046
Interpellation der LdU/EVP-Fraktion EG-Beitrittsgesuch. Termin
Interpellation du groupe AdI/PEP Demande d'adhésion à la CE. Date envisagée
Wortlaut der Interpellation vom 2. März 1992
Der Bundesrat hat wiederholt erklärt, das Endziel seiner Politik sei der Beitritt zur EG. Dagegen liess er offen, wann er ein Bei- trittsgesuch stellen möchte. Weitherum besteht die Vermu- tung, dass ein solches Gesuch erst nach der Volksabstim mung über den EWR-Vertrag eingereicht werden soll. Ande- rerseits hat der Bundesrat (Antwort auf EA 91.1117 Grendel- meier, EG-Beitrittsgesuch) erklärt, die Eröffnung von Beitritts- verhandlungen unserer beiden wichtigsten Efta-Partner Oesterreich und Schweden bereits 1993 sei ein wichtiger Fak- tor bei der Wahl des Datums. Die EG hat nun erklärt, Staaten, die an der ersten Beitrittsrunde teilnehmen möchten, müssten ihr Gesuch bis zum Juni 1992 einreichen.
Wir fragen daher den Bundesrat:
Stimmt es, dass ein schweizerisches Beitrittsgesuch bis Juni 1992 eingereicht werden müsste, wenn unser Land zur ersten Beitrittsrunde gehören soll?
Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass die Schweiz in ei- ner wesentlich schlechteren Verhandlungsposition wäre, wenn sie nicht zusammen mit Oesterreich, Schweden und Finnland verhandeln würde, sondern zum Beispiel in einer Runde mit osteuropäischen Staaten oder der Türkei einen Bei- tritt anstreben würde?
Erachtet es der Bundesrat deshalb nicht als angebracht, bis zum Juni 1992 ein Beitrittsgesuch zu deponieren?
Hat der Bundesrat bereits einen Entscheid über den Termin eines schweizerischen EG-Beitrittsgesuchs festgelegt?
Wenn ja, wie hat er entschieden?
Wenn nein, wann gedenkt er zu entscheiden?
Texte de l'interpellation du 2 mars 1992
Le Conseil fédéral a déclaré à plusieurs reprises que l'objectif final de sa politique était l'adhésion à la CE, sans préciser cependant la date à laquelle il allait déposer une demande d'adhésion. De nombreux milieux s'attendent à ce qu'il ne dépose une demande qu'après la votation populaire sur le Traité EEE. Dans sa réponse à une intervention parlementaire (question ordinaire Grendelmeier. Demande d'adhésion à la CE No 91.1117), le Conseil fédéral déclare que l'ouverture des négociations d'adhésion, en 1993 déjà, pour nos deux principaux partenaires de l'AELE que sont l'Autriche et la Suède constitue un facteur important pour le choix d'une date. La CE a par ailleurs annoncé que les Etats désireux de prendre part au premier cycle de négociations doivent dépo- ser leur demande d'adhésion d'ici au mois de juin 1992. C'est pourquoi nous posons les questions suivantes au Conseil fédéral:
Est-il vrai que notre pays doit déposer une demande d'ad- hésion d'ici au mois de juin 1992 s'il entend participer au pre- mier cycle de négociations en vue de l'adhésion?
Le Conseil fédéral pense-t-il comme nous que la Suisse serait nettement défavorisée si elle participait aux négocia- tions non pas aux côtés de l'Autriche, de la Suède et de la Finlande, mais aux côtés des pays d'Europe de l'Est ou de la Turquie par exemple?
Par conséquent, le Conseil fédéral ne juge-t-il pas oppor- tun de déposer une demande d'adhésion d'ici au mois de juin 1992?
Le Conseil fédéral a-t-il déjà décidé de la date du dépôt de la demande d'adhésion de la Suisse à la CE?
8-N
N 27 avril 1993
736
Motion Gross Andreas
Si oui, quelle est sa décision? Si non, quand entend-il la prendre?
Sprecher - Porte-parole: Jaeger
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Juli 1992
Der Bundesrat hat am 26. Mai bei der EG ein Gesuch um Auf- nahme von Beitrittsverhandlungen eingereicht. Die Gründe für diesen Entscheid sind im Bericht des Bundesrates vom 18. Mai 1992 über einen Beitritt der Schweiz zur Europäischen Gemeinschaft dargelegt.
Es kann noch nicht genau angegeben werden, wann die Ver- handlungen beginnen werden. Zunächst liegt es nun an der EG-Kommission, ihre vorläufige Stellungnahme zum schwei- zerischen Verhandlungsgesuch abzugeben. Gegenwärtig bil- det die Verwirklichung des Europäischen Wirtschaftsraumes die Priorität in der Integrationspolitik des Bundesrates.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juillet 1992
Le Conseil fédéral a déposé le 26 mai dernier une demande d'ouverture des négociations en vue de l'adhésion de la Suisse à la CE. Les raisons de cette décision sont exposées dans le rapport du Conseil fédéral du 18 mai 1992 sur la ques- tion d'une adhésion de la Suisse à la Communauté euro- péenne.
Il n'est pas encore possible de déterminer avec précision la date de l'ouverture des négociations. Il appartient en premier lieu à la Commission de la CE de rédiger son avis préliminaire sur la demande suisse. Aujourd'hui, c'est donc la réalisation de l'Espace économique européen qui constitue la priorité de la politique d'intégration du Conseil fédéral.
Frau Grendelmeier: Kein anderes Geschäft zeigt in dieser Deutlichkeit, in welcher rasanten Umwandlung sich unsere Welt befindet - und wir selbstverständlich auch -, was immer noch verschiedene Leute nicht begreifen wollen.
Die beiden Interpellationen, die zur Sprache kommen, sind für schweizerische Verhältnisse noch nicht sehr alt, und doch sind sie schon veraltet. Ich nehme zuerst diejenige, die etwas mehr als ein Jahr alt ist, in welcher wir uns dafür eingesetzt ha- ben, dass der Bundesrat ein Gesuch um Aufnahme von Bei- trittsverhandlungen einreicht.
Wir haben es damals mit bundesratseigenen Argumenten be- gründet: Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die Schweiz bei der ersten Erweiterungsrunde zusammen mit den anderen neutralen Staaten über Möglichkeiten eines eventuel- len Beitritts diskutieren könne, vor allem deswegen, weil für uns Schweizer so sensible Gebiete wie beispielsweise die Neutralität zusammen mit den anderen Neutralen diskutiert werden.
Der Bundesrat hat am 26. Mai 1992 dieses Gesuch einge- reicht. Unsere Absicht, in die erste Erweiterungsrunde hinein- zugelangen und mitdiskutieren zu können, ist gescheitert. Wie wir alle wissen, werden diese Verhandlungen demnächst an- laufen, aber eben ohne die Schweiz. Somit hat sich unsere er- ste Interpellation von selber beantwortet: erstens, weil das Ge- such eingereicht wurde, und zweitens als Folge des 6. Dezem- ber 1992. So können wir uns also zähneknirschend von der Antwort des Bundesrates als befriedigt erklären.
Die zweite Interpellation ist noch älter, sie geht auf September 1991 zurück. Sie will eigentlich eine neue Formulierung der Europapolitik des Bundesrates. Unser Exkollege und Ex-Frak- tionspräsident Sigmund Widmer wollte vor allem eine Neufor- mulierung der schweizerischen Aussenpolitik bezüglich eines möglichen EG-Beitritts. Die Stellungnahme des Bundesrates
ist im Prinzip identisch mit den Vorstellungen, wie sie in der Botschaft über das Folgeprogramm nach der Ablehnung des EWR-Abkommens formuliert sind und diese wiederum decken sich mit der sogenannten dritten Option. Zudem hat Herr Bundesrat Cotti vor etwa anderthalb Stunden expressis verbis noch einmal darauf hingewiesen, dass eine umfas- sende europapolitische Neuorientierung demnächst auf un- seren Tischen liegen wird und wir darüber diskutieren können. Ich persönlich halte die dritte Option nach wie vor für die wich- tigste, für die entscheidendste, und ich verweise auf mein Vo- tum von gestern: Die Option ist nur der Weg; das Ziel muss für mich und unsere Fraktion Integration in Europa heissen - und um Gottes Willen nicht Isolation.
Wir sind, wie gesagt, auch hier zähneknirschend von den Ant- worten des Bundesrates befriedigt.
92.3130
Motion Gross Andreas Demokratisierung supranationaler Organisationen Démocratisation des organismes supranationaux
Wortlaut der Motion vom 20. März 1992
Der Bundesrat wird aufgefordert, den eigenössischen Räten einen Entwurf zu einem neuen Artikel in der Bundesverfas- sung zu unterbreiten, der den Bund veranlasst, sich in allen supra- und internationalen Institutionen und Organisationen, in denen die Schweiz mitwirkt, für deren Demokratisierung ein- zusetzen. Darunter ist vor allem der Anspruch und das Recht aller von den internationalen Entscheiden Betroffenen zu ver- stehen, im entsprechenden Entscheidungsprozess mitwirken zu können.
Texte de la motion du 20 mars 1992
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres fé- dérales un projet de nouvel article constitutionnel imposant à la Confédération d'oeuvrer à la démocratisation de toutes les institutions et organisations, internationales et supranationa- les, auxquelles la Suisse participe. Il s'agit avant tout de garan- tir à tous les bénéficiaires ou victimes de décisions internatio- nales le droit de participer au processus de développement dans le domaine concerné.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Brügger Cyrill, Bühlmann, de Dardel, Eggenberger, Fankhau- ser, von Felten, Gardiol, Haering Binder, Hafner Ursula, Jöri, Leemann, Leuenberger Ernst, Misteli, Rechsteiner, Robert, Ruffy, Sieber, Steiger, Vollmer, Weder Hansjürg, Ziegler Jean, Züger, Zwahlen (26)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Globalisierung der Problemursachen wie der Problemlö- sungsversuche entspricht die zunehmende Bedeutung supra- nationaler Organisationen, Vereinbarungen und Institutionen. Sie werden in Zukunft immer mehr Aufgaben der alten Natio- nalstaaten übernehmen, ohne allerdings deswegen notwendi- gerweise die Zentralisierung der Entscheidungsstrukturen und Entfremdung der Bürgerinnen und Bürger zur Folge ha- ben zu müssen. Dies wird dann nicht der Fall sein, wenn die Oeffnung zur Weltgesellschaft und zur Weltinnenpolitik nicht einhergeht mit einem Verlust der Errungenschaften des Staa- tes, der Demokratie und der Volkssouveränität. Je besser dies gelingt, desto eher sind die Bürgerinnen und Bürger bereit, der Oeffnung der Schweiz zuzustimmen. Wir müssen verhin- dern, dass mit der zunehmenden Bedeutung der supranatio- nalen Entscheidungsebenen ein Verlust der demokratischen
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der LdU/EVP-Fraktion EG-Beitrittsgesuch. Termin Interpellation du groupe Adl/PEP Demande d'adhésion à la CE. Date envisagée
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Jahr
1993
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Aprilsession
Session
Session d'avril
Sessione
Sessione di aprile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3046
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 27.04.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
735-736
Page
Pagina
Ref. No
20 022 648
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