Motion on understandable wording in federal ballots

20021685Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)9 ott 1992Dismissed

Sintesi

Rudolf Keller’s motion sought more understandable wording on ballot papers for federal popular votes. The Federal Council replied that official titles must be used on ballots for reasons of objectivity and to avoid any appearance of manipulation, while clarifying that departments and parliamentary drafting commissions had been instructed to pay special attention to comprehensible titles. The motion was therefore written off as erledigt.

Regest

Federal ballot titles; understandable wording of voting papers. The Federal Council may maintain the rule that official titles of federal acts and popular initiatives are reproduced on the ballot papers, because the objective character of the vote requires uniform designation and avoids any impression of manipulation. Greater comprehensibility is to be pursued primarily at the drafting stage and through explanatory material, not by ad hoc alteration of ballot titles (consid. none stated).

Testo completo

Motion Keller Rudolf

2169

  1. Oktober 1992 N

92.3187

Motion Bischof Eidgenössische Abstimmungen. Verständliche Formulierungen auf Stimmzetteln Votations fédérales. Bulletins de vote rédigés dans un langage intelligible

Wortlaut der Motion vom 3. Juni 1992

Der Bundesrat wird beauftragt, bei den Formulierungen auf den Stimmzetteln für die eidgenössischen Abstimmungsvorla- gen, zuhanden des Schweizervolkes, eine für alle verständli- che Sprache zu wählen.

Texte de la motion du 3 juin 1992

Le Conseil fédéral est chargé de veiller à ce que le texte figu- rant sur les bulletins de vote des objets fédéraux soumis au verdict populaire soit rédigé dans un langage accessible à tout le monde.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Borradori, Keller Rudolf, Maspoli, Mauch Rolf, Ruf, Scherrer Werner, Stalder, Steffen (8)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Immer wieder kommt es vor, dass bei eidgenössischen Ab- stimmungsvorlagen Fremdwörter bzw. Fachausdrücke ge- wählt werden (jüngstes Beispiel «Bretton Woods»), bei wel- chen die Sachbezogenheit der Vorlage auf den ersten Blick nicht ersichtlich, zum Teil auch nicht verständlich ist Allzuoft werden die Vertreter des Parlamentes nach dem Sinn und dem Inhalt einer Vorlage gefragt, da die Formulierungen un- klar sind und der Stimmbürger, verunsichert durch die ge- wählten Fachausdrücke, sich nicht mehr sicher ist, wozu er ei- gentlich ja oder nein sagen soll.

Der Bundesrat wird aufgrund dieser Tatsache gebeten, bei der Ausarbeitung der Formulierungen für die Stimmzettel zuhan- den des Stimmbürgers darauf zu achten, dass einerseits eine klare Formulierung gewählt wird und anderseits die dabei ver- wendeten Fachausdrücke einer breiten Bevölkerungsschicht bekannt sind.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 19. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 19 août 1992

Der Bundesrat entschied vor zehn Jahren, dass auf die Stimm- zettel für die eidgenössischen Volksabstimmungen wörtlich die offiziellen Ueberschriften der Gesetze und Bundesbe- schlüsse, wie sie von den eidgenössischen Räten verabschie- det wurden, zu setzen sind; bei Volksinitiativen sind die Ueber- schriften zu verwenden, die zusammen mit dem Entscheid über die Vorprüfung im Bundesblatt publiziert wurden. Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen hat man sich in den letzten Jahren an dieses Prinzip gehalten.

Würde der Bundesrat von diesem objektiven Kriterium abwei- chen und im Sinne des Urhebers der Motion versuchen, den Text auf den Stimmzetteln verständlicher zu formulieren, setzte er sich der Kritik aus, er wolle die öffentliche Meinung manipulieren oder die Frage in missbräuchlicher Weise ver- einfachen. Zu einer Aenderung der bisherigen Praxis sieht der Bundesrat um so weniger Anlass, als die Abstimmungserläu- terungen, die jeder Bürgerin und jedem Bürger vor der Abstim- mung zugestellt werden, gerade das Ziel haben, die dem Volk unterbreiteten Vorlagen samt ihren bisweilen nicht sehr leicht verständlichen Titeln zu erklären.

Der Bundesrat ist der Ansicht, dass schon bei der Ausarbei- tung der Erlasse und später bei der Ueberprüfung der Texte durch die Redaktionskommissionen der eidgenössischen

Räte auf eine klare Formulierung der Ueberschriften zu achten ist. Die Bundeskanzlei hat daher in seinem Auftrag die Depar- temente auf das Anliegen des Motionärs aufmerksam ge- macht, damit diese ihre Aemter auffordern, die Ueberschriften von Erlassen, die den eidgenössischen Räten vorgelegt wer- den, mit besonderer Sorgfalt zu wählen. Die Ueberschriften sollen so formuliert werden, dass sie jeder Bürger verstehen kann.

Gleiche Anweisungen erhielten auch die Vertreter der Bundes- kanzlei in den Redaktionskommissionen des Parlamentes.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral

Der Bundesrat beantragt, die Motion als erledigt abzu- schreiben.

Abgeschrieben - Classé

92.3288

Motion Keller Rudolf Gewaltentrennung in staatlichen und halbstaatlichen Institutionen Institutions publiques et semi-publiques. Séparation des pouvoirs

Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1992

Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen so anzupassen, dass in staatlichen oder halbstaatlichen Insti- tutionen, über welche die eidgenössischen Räte die Oberauf- sicht ausüben (PTT, SBB usw.), zwecks klarer Gewaltentren- nung und der Vermeidung von Interessenkonflikten keine eid- genössischen Parlamentarier in Aufsichtskommissionen und Verwaltungsräten Einsitz nehmen können.

Texte de la motion du 19 juin 1992

En vue de séparer clairement les pouvoirs et d'éviter les conflits d'intérêts, le Conseil fédéral est chargé d'adapter la lé- gislation de manière à empêcher tout parlementaire fédéral de siéger dans les commissions de surveillance et les conseils d'administration des institutions étatiques et semi-étatiques sur lesquelles les Chambres fédérales exercent leur haute sur- veillance (PTT, CFF, etc.).

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Ruf, Stalder, Steffen (4)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 août 1992

Institutionen, über welche die eidgenössischen Räte mittelbar die Oberaufsicht ausüben (Art 85 Ziff. 11 BV), gibt es derzeit über 500.

Nur in Ausnahmefällen kommt dem Parlament eine unmittel- bare Prüfungspflicht zu, so u. a. die Genehmigung der Voran- schläge, der Jahresrechnung und des Geschäftsberichtes der SBB oder die Genehmigung der Jahresrechnung und des Ge- schäftsberichtes der PTT (Art. 7 Bst. c des Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bundesbahnen, SR 742.31, sowie Art. 13 Bst. e des PTT-Organisationsgesetzes, SR 781.0). Die

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Bischof Eidgenössische Abstimmungen. Verständliche Formulierungen auf Stimmzetteln Motion Bischof Votations fédérales. Bulletins de vote rédigés dans un langage intelligible

In

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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In

Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1992

Année

Anno

Band

V

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

92.3187

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 09.10.1992 - 08:00

Date

Data

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2169-2169

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20 021 685

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