Council of States adopts oversight committee report

20021436Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)12 giu 1992Granted

Sintesi

The Council of States considered the Commission de gestion's report on new oversight guidelines, including a revised internal section structure, a coordination group, and a two-year trial period without immediate amendment of the committee rules. The commission explained that the changes were provisional and that any definitive regulatory changes would be submitted later for approval. The chamber voted to take note of the report, and the motion was adopted.

Regest

Parliamentary oversight report; taking note of a committee report on new internal working guidelines and a provisional reorganization of supervisory methods. Where a committee announces a trial period for organizational changes and reserves later formal amendments to its rules, the plenary body may simply take note of the report; no immediate normative amendment is implied by such acceptance, and the report may serve as a provisional internal framework pending later approval.

Testo completo

E 12 juin 1992

484

Commission de gestion du Conseil des Etats

92.042

Leitbild der Geschäftsprüfungskommission des Ständerates. Bericht

Lignes directrices de la Commission de gestion du Conseil des Etats. Rapport

Herr Cavadini Jean unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht:

Die Anforderungen an die parlamentarische Oberaufsicht ha- ben sich gewandelt. Mit der Schaffung einer parlamentari- schen Verwaltungskontrollstelle wird die Wirkung der Ge- setze, Verordnungen und Verwaltungsakte überprüfbar; im Nachgang zu den parlamentarischen Untersuchungen im EJPD und im EMD soll die Kontrolle so verbessert werden, dass sie eher in der Lage sein wird, öffentliches Vertrauen in die Verwaltung zu schaffen.

Die Geschäftsprüfungskommission hat daher gemeinsam mit der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates ihre bis- herige Rolle und Wirksamkeit überprüft und sich ein Leitbild für die künftige Arbeit gesetzt. Wir informieren Sie heute über unsere Ziele und die Mittel, mit denen wir die neuen Anforde- rungen erfüllen wollen.

  1. Hauptsächliches Ziel des neuen Leitbildes ist die Steige- rung der Kontrollqualität.

Wir wollen den Lernprozess in der Verwaltung fördern, indem wir dem Sachverstand der Fachbereiche die demokratischen Gesichtspunkte und die politische Gesamtschau gegenüber- stellen.

Auf der einen Seite muss der Geschäftsbericht des Bundesra- tes diesem Anliegen Rechnung tragen, indem er aus der Sicht des Bundesrates die wichtigsten Bundesaufgaben hervorhebt und darstellt, wie weit dazu die Ziele der Legislaturplanung und die Jahresziele der Departemente und Aemter erfüllt sind (Soll-Ist-Vergleich). Dies ist erstmals mit dem Geschäftsbe- richt 1991 versucht worden.

Auf der andern Seite wollen wir die Qualität unserer Kontrolle erhöhen, indem wir aus unseren Mitgliedern Sektionen bilden, die zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen pflegen:

  • Sektionen, die zusammenhängende Politikbereiche prüfen (vertikale Betrachtungsweise). Sie befassen sich vornehmlich mit der Aufgabenerfüllung, indem sie Wirksamkeitskontrollen durchführen und den Lernprozess in der Verwaltung fördern. Vorgesehen ist, folgende Politikbereiche zusammenzufassen: a Staat und Behörden (institutionelle Fragen, Aussenpolitik, Militär, Justiz);

b. Wirtschaftspolitik (einschliesslich des Finanzhaushalts);

c. leistungsstaatliche Aufgaben (Sozialversicherung, Gesund- heit, Energie, Umwelt, Verkehr, Bildung, Wissenschaft, For- schung, Telekommunikation).

  • Sektionen, welche die Verwaltung als Ganzes im Ueberblick erfassen (horizontale Betrachtungsweise). Sie pflegen im Ver- kehr mit Bundesrat und Verwaltung die ganzheitliche Pro- blemsicht, indem sie Fragen prüfen, die sich im Querschnitt durch die ganze Verwaltung stellen.

Dabei werden folgende Problemkreise unterschieden:

  • Führung und Information. Diese Sektion prüft, welche Füh- rungsmethoden die Verwaltung nutzt, wie die Prinzipien der Verwaltungsorganisation in die Praxis umgesetzt werden und wie der Informationsaustausch innerhalb und zwischen den Diensten spielt. Dabei interessiert insbesondere, wie in der Verwaltung zwischen den verschiedenen Aemtern koordiniert wird.

  • Mitteleinsatz. Hier geht es darum, wie das Personal, die Sachmittel und die modernen Arbeitsmethoden geplant, be- wirtschaftet und qualitativ optimal eingesetzt werden.

  • Wirksamkeit. Diese Sektion will wissen, wie die Verwaltung

die Wirkungen ihres Handelns bei ihrer Arbeit in Rechnung stellt. Hier geht es darum, ob und wie die Verwaltung die Quali- tät und Zweckmässigkeit ihrer Massnahmen überprüft und ob sie daraus Schlüsse für allfällige Anpassungen der Ziele zieht. Schliesslich wollen wir einen Beitrag zur Sicherung des Ver- trauens der Oeffentlichkeit in die Verwaltung leisten, indem wir in ausgewählten Bereichen verschärfte Kontrollen durchfüh- ren und dafür wo nötig die Geschäftsprüfungsdelegation ein- setzen.

In unseren eigenen Reihen fördern wir die Reflexion über ihre Aufgabe und Wirkungsweise, indem wir eine Koordinations- gruppe beider Kommissionen einsetzen, die die Kontrollarbeit plant und deren Erfolge laufend beurteilt.

Wir fördern die Professionalität unserer Arbeit, indem wir uns dafür besonders aus- und weiterbilden.

Schliesslich gedenken wir die öffentliche Wirksamkeit unserer Tätigkeiten durch kontinuierliche Medienarbeit zu stärken.

  1. Die Arbeitsweise der Geschäftsprüfungskommission soll sich auf Grundsätzliches ausrichten.

Wir verfolgen bei unserer Arbeit das Prinzip der systemati- schen Stichprobe.

Wir setzen Schwerpunkte in unserem Arbeitsprogramm, ver- meiden dabei aber langfristig das Entstehen von Lücken in- nerhalb der Kontrollen.

Wir setzen Prioritäten und erstellen dazu Jahresprogramme, von denen nur abgewichen werden soll, wenn die Koordinati- onsgruppe dies beantragt.

Die Gründlichkeit der Abklärungen hat bei unserer Arbeit Vor- rang vor der Zahl gleichzeitiger Untersuchungen.

  1. Während einer Versuchsperiode von zwei Jahren wollen wir mit dem neuen Leitbild Erfahrungen sammeln. Wir müssen dazu in einigen Punkten von organisatorischen Bestimmun- gen im Reglement der Geschäftsprüfungskommissionen aus dem Jahre 1972 abweichen. Nach Rücksprache mit dem Büro des Ständerates verzichten wir darauf, das Reglement schon heute abzuändern. Nach Abschluss des Versuchs werden wir das Reglement anpassen und dem Rat zur Genehmigung vor- legen. Vorläufig beantragen wir Ihnen bloss, von diesem Be- richt Kenntnis zu nehmen.

M. Cavadini Jean présente au nom de la commission le rap- port écrit suivant:

Les exigences auxquelles doit répondre la haute surveillance du Parlement ont évolué. Avec la création d'un organe parle- mentaire de contrôle de l'administration, l'effet des lois, ordon- nances et activités de l'administration est désormais contrôla- ble; à la suite des enquêtes parlementaires faites au DFJP et au DMF, il est prévu d'améliorer les contrôles de telle façon qu'ils soient mieux à même de créer dans l'opinion publique un climat de confiance à l'égard de l'administration.

C'est pourquoi la Commission de gestion a examiné, en colla- boration avec la Commission de gestion du Conseil national, quels ont été jusqu'ici son rôle et son efficacité et s'est donné des lignes directrices pour ses travaux futurs. Aujourd'hui, nous vous informons de nos buts et des moyens avec lesquels nous entendons répondre aux exigences nouvelles.

  1. Objectif principal des nouvelles lignes directrices: l'amélio- ration de la qualité du contrôle

Nous souhaitons favoriser le processus d'apprentissage au sein de l'administration en opposant aux compétences d'une administration spécialisée le point de vue démocratique et la vue d'ensemble politique.

D'une part, le rapport de gestion du Conseil fédéral doit tenir compte de cette préoccupation en mettant en évidence les principales tâches de la Confédération et en expliquant dans quelle mesure les objectifs du programme de la législature et les objectifs annuels des départements et des offices ont été atteints (comparaison entre les situations réelle et idéale). Le rapport de gestion 1991 tente une première expérience dans ce sens.

D'autre part, afin d'améliorer la qualité de notre contrôle, nous regroupons nos membres en sections qui considèrent les choses sous deux angles différents:

  • Les sections qui examinent des domaines politiques

GPK N/S. Bericht über Inspektionen 1991

485

  1. Juni 1992 S

connexes (méthode de l'appréciation verticale). Celles-ci examinent avant tout la gestion des tâches en effectuant des contrôles d'efficacité et en favorisant le processus d'apprentis- sage au sein de l'administration.

Il est prévu de grouper comme il suit les domaines de la poli- tique:

a. Etat et autorités (questions institutionnelles, politique étran- gère, armée, justice);

b. politique économique (y compris les finances);

c. l'Etat prestataire de services (assurances sociales, santé publique, énergie, environnement, transports et communica- tions, formation, science, recherche, télécommunications).

  • Les sections qui embrassent en tant que tout (méthode de l'appréciation horizontale). Dans leurs rapports avec le Conseil fédéral et l'administration, elles appliquent la méthode de l'appréciation globale des problèmes en examinant des questions qui se posent d'une façon semblable dans tous les secteurs de l'administration.

Les divers problèmes sont regroupés comme il suit:

  • Direction et information: cette section examine quelles sont les méthodes de direction utilisées par l'administration, com- ment sont appliqués les principes de l'organisation adminis- trative dans la pratique et comment fonctionne la circulation de l'information à l'intérieur des services et entre ceux-ci. La section s'intéresse notamment à la manière dont fonctionne au sein de l'administration la coordination entre les divers offi- ces compétents.

  • Ressources: là, il s'agit de savoir comment sont assurées la planification, la gestion et l'utilisation optimale du personnel, des moyens matériels et des méthodes modernes de travail.

  • Efficacité: cette section cherche à savoir comment l'admi- nistration tient compte des effets de ses activités. Là, il s'agit de savoir si l'administration contrôle la qualité et l'utilité des me- sures qu'elle prend et si elle en tire les conséquences pour modifier, le cas échéant, les objectifs.

Nous voulons contribuer à affermir la confiance du public en l'administration en effectuant des contrôles plus rigoureux et, au besoin, en mandatant la délégation des Commissions de gestion.

Dans nos propres rangs, nous encourageons la réflexion sur la tâche et la manière de procéder des Commissions de ges- tion en instituant un groupe de coordination des deux commis- sions, qui planifie les travaux de contrôle et en apprécie régu- lièrement les résultats.

Nous encourageons le professionnalisme dans notre travail en suivant une formation ad hoc et en nous perfectionnant.

Enfin, nous souhaitons renforcer l'effet de nos travaux sur l'opinion publique par un travail constant auprès des médias. 2. Les travaux des Commissions de gestion visent des ques- tions de principe

Nous travaillons selon le principe du contrôle systématique par sondages.

Nous fixons les points forts de notre programme de travail, en évitant cependant qu'il y ait, à long terme, des lacunes dans les contrôles.

Nous fixons des priorités et établissons les programmes an- nuels correspondants auxquels il ne peut être dérogé que sur proposition du groupe de coordination.

Pour une période donnée, la qualité des contrôles passe avant leur nombre.

  1. Durant une phase d'essai de deux ans, nous recueillerons les expériences faites grâce aux nouvelles lignes directrices. Pour ce faire, nous sommes contraints de déroger à certains principes organisationnels fixés dans le règlement des Com- missions de gestion de 1972. Après consultation du Bureau du Conseil des Etats, nous renonçons pour l'instant à modifier le règlement. A l'issue de la phase d'essai, nous adopterons le règlement et le présenterons au conseil pour approbation. Pour l'heure, nous nous contentons de vous proposer de prendre acte du présent rapport.

Antrag der Kommission Kenntnisnahme vom Bericht Proposition de la commission Prendre acte du rapport

Iten Andreas, Berichterstatter: Wir haben in den letzten Jahren in der GPK einige Veränderungen vorgenommen, um den ge- wandelten Anforderungen an die parlamentarische Oberauf- sicht besser zu genügen. Zu ihnen gehört die Einführung der Parlamentarischen Verwaltungskontrolle. Von Bedeutung für die Organisation und die Oberaufsicht ist auch die Einführung der GPK-Delegation.

Im Zusammenhang mit diesen Neuerungen war es nötig, das Innenleben der GPK zu überprüfen. Deshalb haben die Kom- missionen beschlossen, ihre Arbeit zu verbessern und durch dauernde Selbstkontrolle zu prüfen, ob sie dem Auftrag ge- recht werden. Zu diesem Zweck wurde ein Leitbild geschaffen, das uns erlaubt, die Arbeit besser zu gestalten und zu reflek- tieren.

Die neue Sektionsstruktur mit horizontalen Sektionen, die sich Querschnittthemen der Verwaltung annehmen, und vertikalen Sektionen, die die klassische Departementskontrolle vorneh- men, ist als Versuch gedacht. Wir wollen während zwei Jahren Erfahrungen sammeln, bevor wir diese Matrixstruktur definitiv verankern. Es wäre auch möglich, dass die GPK des National- rates die Matrixstruktur nach zwei Jahren definitiv einführt und die GPK des Ständerates zur alten Organisation zurückkehrt Der Entscheid wird in zwei Jahren fallen.

Neu und von besonderer Wichtigkeit ist die Einführung einer Koordinationsgruppe beider Geschäftsprüfungskommissio- nen. Sie hat den Auftrag, die Arbeit zu überwachen, damit keine Doppelspurigkeit entsteht.

Die Geschäftsprüfungskommission des Ständerates hat be- schlossen, Ihnen einen kurzen, resümierenden Bericht zuzu- stellen. Sollten wir nach zwei Jahren die Neuerung definitiv festlegen, müssten wir das Reglement der Geschäftsprü- fungskommission abändern und Ihnen zur Genehmigung vor- legen. Das Büro des Rates hat uns erlaubt, das Leitbild ohne Reglementsänderungen als Provisorium für zwei Jahre in Kraft zu setzen. Das ausführliche Leitbild mit seinen Anhängen ist eine Art Handbuch für die Mitglieder der Geschäftsprüfungs- kommission.

Wir bitten Sie heute lediglich, zur Kenntnis zu nehmen, dass wir Neuerungen eingeführt haben und dass wir nach Ablauf des Provisoriums mit Anträgen an den Rat gelangen werden. Ich danke für die Kenntnisnahme.

Angenommen - Adopté

92.036

GPK N/S. Bericht über Inspektionen und Aufsichtseingaben 1991 CdG N/E. Rapport sur les inspections et les requêtes 1991

Bericht der Geschäftsprüfungskommissionen vom 10. April 1992 (BBI III 468) Rapport des Commissions de gestion du 10 avril 1992 (FF III 462)

Antrag der Kommission Kenntnisnahme vom Bericht Proposition de la commission Prendre acte du rapport

Angenommen - Adopté

An den Nationalrat - Au Conseil national

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Leitbild der Geschäftsprüfungskommission des Ständerates. Bericht Lignes directrices de la Commission de gestion du Conseil des Etats. Rapport

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Geschäftsnummer 92.042

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Datum 12.06.1992 - 08:00

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