Motion on foreign policy goals transmitted as postulate

20020954Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)3 mar 1992Modified

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

Zimmerli's motion asked for a constitutional restatement of Switzerland's foreign-policy objectives and means. After the Federal Council opposed the motion but accepted a conversion into a postulate, the commission followed that view. The National Council agreed and transmitted the matter as a postulate rather than as a motion, so that it could be dealt with in the promised foreign-policy report.

Massima Omnilex

Parliamentary motions concerning constitutional reform may be converted into postulates where the chamber considers the subject premature for binding legislative action; in such a case the request is not accepted as a motion but merely transmitted for examination in the framework indicated by the authorities (consid. not specified).

Testo completo

N 3 mars 1992

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Motion du Conseil des Etats

Zweite Sitzung - Deuxième séance

Dienstag, 3. März 1992, Vormittag Mardi 3 mars 1992, matin

08.00 h

Vorsitz - Présidence: Herr Nebiker

91.3279

Motion des Ständerates (Zimmerli)

Neuformulierung der Ziele und Mittel der schweizerischen Aussenpolitik

Motion du Conseil des Etats (Zimmerli) Reformulation des objectifs de la politique étrangère de la Suisse et des moyens dont elle disposera

Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

Wortlaut der Motion vom 28. November 1991

Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten eine Vorlage zur Neufassung eventuell Ergänzung von Arti- kel 2 der Bundesverfassung zu unterbreiten. Darin sollen ins- besondere die Ziele und Mittel einer neuen schweizerischen Aussenpolitik formuliert werden. Insbesondere sind dabei fol- gende Ziele zu berücksichtigen:

  • Wahrung einer zeitgemässen Unabhängigkeit der Schweiz (Souveränität im Sinne der Anerkennung der Schweiz als ei- genständiges, formell gleichberechtigtes Mitglied der Staa- tenwelt; Selbstbestimmung im Sinne des autonomen Ent- scheids der Schweiz über ihre Mitwirkung an internationalen Integrationsbestrebungen; internationale Mitbestimmung; Wahrung der Sicherheitsinteressen unseres Landes);

  • Anerkennung der Friedensförderung als eigenständiges Ziel der Aussenpolitik;

  • Das Bekenntnis der Schweiz zur internationalen Solidarität;

  • Ergänzung des Wohlfahrtsziels durch den Einsatz der Schweiz zur Verwirklichung der Menschenrechte.

Die Bezüge und die gegenseitigen Abhängigkeiten unter die- sen Zielen sind im Verfassungstext sichtbar zu machen, und es sind Kriterien für deren Abwägung untereinander zu nen- nen.

Bei der Umschreibung der Mittel der neuen schweizerischen Aussenpolitik sollen

  • die internationale Zusammenarbeit,

  • die neu zu definierende Neutralität (zumindest in ihrer Dienstleistungsfunktion für Aktivitäten, die der Friedenssiche- rung und der Durchsetzung der Menschenrechte dienen),

  • die Universalität unserer Aussenbeziehungen, und

  • die Disponibilität als wichtiges Instrument zur Sicherung der Unabhängigkeit im Vordergrund stehen.

Texte de la motion du 28 novembre 1991

Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres un projet reformulant l'article 2 de la constitution et le complétant. Ce projet énoncera les objectifs d'une nouvelle politique étran- gère de la Suisse et il mentionnera les moyens dont elle dispo- sera.

Voici quelques-uns des objectifs à énoncer:

  • maintenir l'indépendance de la Suisse, au sens moderne du terme (maintien de sa souveraineté, au sens où elle demeu-

rera un Etat souverain reconnu comme tel par la communauté internationale et un membre à part entière de celle-ci; maintien de son droit à disposer d'elle même, au sens où nul autre qu'elle décidera de sa participation au processus d'intégration européenne et mondiale; maintien du processus de codéci- sion au plan international; enfin sauvegarde de ses intérêts en matière de sécurité);

  • reconnaître que la politique active en faveur de la paix est un objectif intrinsèque de notre politique étrangère;

  • proclamer la foi de la Suisse en la solidarité internationale;

  • compléter la prospérité mentionnée audit article par l'enga- gement de la Suisse en faveur de l'application des droits de l'homme.

Les liens entre ces objectifs et les relations d'interdépendance existant entre aux devront apparaître clairement dans le nou- veau texte constitutionnel; on mentionnera les critères permet- tant de les pondérer.

La description des moyens dont disposera la nouvelle politi- que étrangère de la Suisse mettra en avant:

  • la coopération internationale;

  • la neutralité à redéfinir (tout au moins là où elle sert à assurer le maintien de la paix et à faire respecter les droits de l'homme);

  • l'universalité de nos relations extérieures, et

  • notre disponibilité, instrument essentiel de la sauvegarde de notre indépendance.

Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:

Der Ständerat hat die Motion am 28. November 1991 mit 19 zu 2 Stimmen überwiesen.

  1. Begründung des Motionärs vom 28. November 1991:

Die schweizerische Aussenpolitik bedarf dringend einer ganz- heitlichen Konzeption auf Verfassungsstufe und damit verbun- den einer verstärkten demokratischen Legitimation. Artikel 2 der Bundesverfassung, aus dem sich zurzeit die aussenpoliti- schen Ziele und Maximen weitgehend ableiten, ist hierfür zu wenig griffig. Der vielgerühmte Pragmatismus der schweizeri- schen Aussenpolitik droht zu reaktiver Orientierungslosigkeit zu verkommen. Deshalb müssen die Ziele und Mittel und die Kriterien für deren Abwägung untereinander in der Verfassung festgehalten werden. Durch eine Neuregelung auf Verfas- sungsstufe würde zudem das Volk in die aussenpolitische Dis- kussion einbezogen und der Boden für eine spätere EWR- oder EG-Vorlage vorbereitet. Die Aussenpolitik bedarf deshalb vorab aus innenpolitischen Gründen dringend der Renovation und der demokratischen Legitimation, wenn sie nicht Schiff- bruch erleiden und unser Land nicht Schaden nehmen soll.

  1. Stellungnahme des Bundesrates vom 28. November 1991: Die Festlegung der aussenpolitischen Ziele auf Verfassungs- ebene wurde in der Vergangenheit bereits verschiedentlich er- örtert, u. a im Rahmen der Vorbereitungen zur Totalrevision der Bundesverfassung. Hierbei hat sich gezeigt, dass auch in der Lehre Uneinigkeit über den Sinn eines solchen Vorhabens besteht. Dass diesbezüglich auch heute noch die Meinungen stark geteilt sind, bestätigt der knappe Ausgang der Abstim- mung im Nationalrat zur Motion der Aussenpolitischen Kom- mission (52 zu 49 Stimmen).

Es stellt sich weiter die Frage, ob eine programmatische Fest- legung der aussenpolitischen Ziele und Mittel zum heutigen Zeitpunkt gelegen käme. Die Aussenpolitik unterliegt augen- blicklich einer dynamischen Entwicklung, deren Ende und Ausgang noch nicht absehbar sind. Eine verfassungsrechtli- che Regelung könnte sich deshalb in Zukunft als zu starr er- weisen und ein adäquates Handeln erschweren.

Die aussenpolitischen Ziele der Schweiz werden zudem stark vom zukünftigen Verhältnis der Schweiz zur EG abhängen. Diese Frage muss prioritär behandelt werden. Der Bundesrat hat diesbezüglich bereits wichtige Entscheide gefällt, denen noch weitere folgen müssen und über die sich das Parlament, die Kantone und das Volk auszusprechen haben werden.

Des weiteren hat sich der Bundesrat verpflichtet, dem Parla- ment Ende dieses Jahres einen Bericht über die langfristigen aussenpolitischen Ziele vorzulegen, der auch die wirtschaftli-

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chen, ökologischen, demographischen, sozialen und militäri- schen Aspekte berücksichtigt Die Beratung dieses Berichts im Parlament wird dann zeigen, ob eine Festlegung der aus- senpolitischen Ziele in der Verfassung nötig ist

Der Bundesrat spricht sich deshalb gegen eine Ueberweisung der Motion aus, erklärt sich aber bereit, die Motion in ein Po- stulat umzuwandeln, welches im Rahmen des besagten aus- senpolitischen Berichts behandelt werden könnte.

Erwägungen der Kommission

Die Diskussion in der Kommission spiegelte die unterschiedli- chen Auffassungen des Bundesrates und des Motionärs wi- der. Eine weitere, zeitgerechtere Fassung der aussenpoliti- schen Ziele auf Verfassungsstufe erschien wohl der Mehrheit der Kommissionsmitglieder als wünschenswert. Uneinig war man sich jedoch darüber, ob jetzt der geeignete Zeitpunkt hierfür sei. Mit Verweis auf die in die gleiche Richtung zielende, aber umfassendere Motion der APK (91.3035) wurde zudem die Frage nach dem Sinne einer zweiten Motion gestellt.

Die Mehrheit der Kommissionsmitglieder folgte deshalb der Meinung des Bundesrates und sprach sich für eine Umwand- lung der Motion in ein Postulat aus. Es soll im Rahmen des ver- sprochenen aussenpolitischen Berichts des Bundesrates Ende Jahr behandelt werden.

M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:

Le Conseil des Etats a transmis la motion le 28 novembre 1991 par 19 voix contre 2.

  1. Développement du motionnaire, date du 28 novembre 1991:

Pour que sa légitimité démocratique s'en trouve renforcée, la politique étrangère de la Suisse a besoin de toute urgence de figurer dans la constitution sous forme d'un tout cohérent. L'article 2 actuel de la constitution, dont on tire actuellement principes et objectifs de la politique étrangère, est en effet trop vague. Le pragmatisme de la politique étrangère de la Suisse, pragmatisme dont on a longtemps chanté les vertus, est en passe, par réaction, de dégénérer, faisant place au désarroi. D'où la nécessité de consigner dans la constitution ces objec- tifs, les moyens disponibles et les critères permettant de les évaluer et de les comparer. Une modification de la constitution permettrait en outre d'associer le peuple à la discussion, donc de le préparer aux votations sur l'EEE et sur l'adhésion à la CE. Il nous faut donc rapidement rénover notre politique étrangère et lui donner une légitimité démocratique, pour des motifs de politique intérieure certes, mais aussi pour éviter qu'elle ne fasse naufrage et que le pays n'en subisse les conséquences. 2. Rapport du Conseil fédéral, daté du 28 novembre 1991:

La question de l'introduction de dispositions constitutionnel- les fixant des objectifs a été discutée, par le passé, à divers ni- veaux, notamment dans le cadre de la révision totale de la constitution. Or, les spécialistes du droit constitutionnel ne sont jamais mis d'accord sur le projet. Le résultat du vote - 52 députés en faveur de la motion de la Commission de politique extérieure, 49 contre - révèle qu'aujourd'hui encore les avis sont très partagés.

L'autre question qui se pose est de savoir si la fixation dans la constitution des objectifs et moyens de la politique étrangère est indiquée à l'heure actuelle. Pour le moment, la politique étrangère connaît une évolution rapide dont personne ne peut dire quand et comment elle finira. Dans ces conditions, une disposition constitutionnelle pourrait avoir un caractère nor- matif trop contraignant et gêner toute action adéquate.

A l'avenir, la politique étrangère de notre pays sera sensible- ment fonction de ses relations avec la Communauté. Ce choix doit être fait en priorité. Dans ce contexte, le Conseil fédéral a pris une série de décisions fondamentales, et il devra encore en prendre d'autres sur lesquelles le peuple et les cantons se prononceront après les Chambres fédérales.

En outre, le Conseil fédéral a accepté de soumettre à l'Assem- blée fédérale à la fin de cette année un rapport sur la concep- tion suisse de la politique étrangère pour les prochaines an- nées, face aux défis qui se présentent à nous en matière politi-

que certes, mais aussi en matière économique, écologique, démographique, militaire et sociale. La discussion de ce rap- port par les parlementaires nous indiquera s'il faut ou non ins- crire dans la constitution les objectifs de la politique étrangère. Ceci étant, le Conseil fédéral se prononce contre la transmis- sion de la motion, mais il se déclare prêt à l'accepter transfor- mée en un postulat, lequel pourrait être alors traité dans le ca- dre du rapport de politique étrangère auquel il a été fait allu- sion plus haut.

Considérations de la commission

La discussion qui s'est engagée au sein de la commission a reflété les divergences qui opposent le Conseil fédéral au mo- tionnaire. La majorité des membres de la commission a estimé qu'il était souhaitable d'inscrire dans la constitution une autre version qui serait plus proche des nécessités du moment, mais l'unanimité ne s'est pas faite sur la question de savoir si le moment était venu de le faire. Les membres de la commission se sont aussi interrogés sur l'utilité de la motion; étant donné qu'il en existe déjà une, bien plus complète, sur le sujet (la mo- tion 91.3035 de la CPE).

La majorité d'entre eux s'est rangée à l'avis du Conseil fédéral et elle a approuvé la transformation de la motion en un postulat lequel, aux dires du gouvernement, pourra être traité vers la fin de l'année dans le cadre du rapport de politique étrangère.

Antrag der Kommission

Die Kommission beantragt mit 16 zu 2 Stimmen bei 5 Enthal- tungen die Ueberweisung der Motion als Postulat.

Proposition de la commission

La commission propose par 16 voix contre 2 et 5 abstentions de transmettre la motion sous la forme d'un postulat.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

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Motion des Ständerates (Zimmerli) Neuformulierung der Ziele und Mittel der schweizerischen Aussenpolitik

Motion du Conseil des Etats (Zimmerli) Reformulation des objectifs de la politique étrangère de la Suisse et des moyens dont elle disposera

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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

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1992

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II

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Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

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Nationalrat

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Conseil national

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Consiglio nazionale

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02

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 91.3279

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 03.03.1992 - 08:00

Date

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256-257

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Ref. No

20 020 954

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Parole chiave

foreign policyconstitutional reformmotionpostulateparliamentary proceduredemocratic legitimacy

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the motion should be transmitted as filed or only as a postulate

Decisione estratta

The chamber accepted the commission's proposal and transmitted the motion as a postulate.

Motivazione estratta

A majority considered a constitutional reformulation desirable but not yet timely, and preferred awaiting the Federal Council's foreign-policy report.

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