Postulate on new route negotiations rejected by Federal Council

20018385Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)19 mar 1990

Sintesi

A transport commission postulate concerning the route between Lörrach and Weil am Rhein requested that the Federal Council ask the Basel-Stadt government to examine renewed negotiations for a new alignment under the 1977 treaty. In its written response, the Federal Council stated that the route had already been extensively studied, that no convincing alternative existed, and that further review would be pointless and could jeopardize timely implementation. The Federal Council therefore recommended rejecting the postulate.

Regest

Postulate betreffend Prüfung einer neuen Linienführung für eine Zollfreistrasse; erneute Abklärungen nach bereits umfassenden, auch durch externe Fachbüros vorgenommenen Variantenprüfungen sind unzweckmässig, wenn keine wissenschaftlich-technisch überzeugende Alternative besteht. Der Bundesrat darf ein Postulat ablehnen, wenn eine weitere Überprüfung als Verzögerung erscheint und die rechtzeitige Umsetzung eines Staatsvertrags gefährden könnte (consid. implizit aus der schriftlichen Stellungnahme).

Testo completo

Standesinitiative Basel-Stadt

499

  1. März 1990 N

Ad 88.210

Postulat der Verkehrskommission Strasse zwischen Lörrach und Weil am Rhein Postulat de la Commission des transports et du trafic Route entre Lörrach et Weil am Rhein

Wortlaut des Postulates vom 13. Juli 1989

Der Bundesrat wird eingeladen, dem Regierungsrat des Kan- tons Basel-Stadt zu empfehlen, die Möglichkeit von neuen Verhandlungen über die Linienführung der Zollfreistrasse zwi- schen Lörrach und Weil am Rhein im Rahmen des Staatsver- trages vom 25. April 1977 zu prüfen.

Texte du postulat du 13 juillet 1989

Le Conseil fédéral est invité à recommander au Conseil d'Etat du canton de Bâle-Ville d'examiner la possibilité de nouvelles négociations tendant à un nouveau tracé de la route entre Lör- rach et Weil am Rhein, dans le cadre de l'accord du 25 avril 1977.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 15. November 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 novembre 1989 Die Linienführung der Zollfreistrasse bildete auch nach dem Abschluss des Staatsvertrages zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland (1977) wiederholt Gegenstand gründlicher Abklärungen. Zahlreiche Varianten sind dabei auch von aussenstehenden Expertenbüros geprüft, jedoch aus wissenschaftlich-technischen Gründen verworfen wor- den. Heute steht fest, dass es zur ursprünglich vorgesehenen Linienführung keine überzeugende Alternative gibt.

Eine erneute Ueberprüfung alternativer Linienführungen durch die Regierung des Kantons Basel-Stadt hat unter diesen Umständen keinen Sinn und müsste zudem von seiten der Bundesrepublik Deutschland, deren Vorbereitungen für den Strassenbau sich in einer Schlussphase befinden, als Verzö- gerungsmanöver gedeutet werden. Angesichts des lokalen Widerstands, der sich heute gegen den Bau einer Zollfrei- strasse regt, besteht bei einer erneuten Abklärung zudem das Risiko einer weiteren Politisierung, welcher die Einhaltung des Staatsvertrages durch die Eidgenossenschaft gefährden könnte. Der Bundesrat lehnt aus diesen Gründen das Postulat ab.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.

89.725

Postulat Burckhardt Strasse zwischen Lörrach . und Weil am Rhein Route entre Lörrach et Weil am Rhein

Wortlaut des Postulates vom 29. November 1989

Der Bundesrat wird eingeladen (dem Regierungsrat des Kan- tons Basel-Stadt zu empfehlen), angesichts des grundlegend veränderten Stellenwertes des Umweltschutzes im Strassen- bau und der sich daraus ergebenden veränderten Haltung weiter Kreise der Gemeinde Riehen zu prüfen, ob in nützlicher Frist mit der Bundesrepublik Deutschland Möglichkeiten ge- funden werden können, in einem dringlichen Planungsvor- gang ohne wesentlichen Zeitverlust eine machbare Alternative der Strassenführung herbeizuführen, welche die noch unbe- rührte Flusslandschaft der Wiese zur Gänze schont.

Texte du postulat du 29 novembre 1989

Compte tenu du fait que la protection de l'environnement joue un rôle de plus en plus important dans la construction des rou- tes et que l'attitude d'une grande partie des habitants de la commune de Riehen s'en trouve modifiée, le Conseil fédéral est invité à recommander au Conseil d'Etat du canton de Bâle-Ville de vérifier si, dans un délai raisonnable, on pourrait parvenir à un accord avec l'Allemagne fédérale, qui viserait à mettre en oeuvre, dans le cadre d'un processus urgent de pla- nification, une solution de rechange à l'actuel tracé de la route de manière à ne pas défigurer le paysage encore intact des alentours de la rivière Wiese.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Basler, Büttiker, Coutau, Dietrich, Eggly, Eisenring, Engler, Fäh, Feigenwinter, Fischer-Seengen, Frey Walter, Friderici, Graf, Gros, Gysin, Hänggi, Hari, Peter, Humbel, Iten, Jeanneret, Leuba, Loeb, Nabholz, Nebiker, Portmann, Reichling, Scheidegger, Seiler Hanspeter, Spoerry, Steinegger, Stucky, Tschuppert, Wanner, Widmer, Wyss Paul, Zölch, Zwingli (39)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. Februar 1990

Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 février 1990

Die Linienführung der Zollfreistrasse bildete auch nach dem Abschluss des Staatsvertrages zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland (1977) wiederholt Gegenstand gründlicher· Abklärungen. Zahlreiche Varianten sind dabei auch von aussenstehenden Expertenbüros geprüft, jedoch aus wissenschaftlich-technischen Gründen verworfen wor- den. Heute steht fest, dass es zur ursprünglich vorgesehenen Linienführung keine überzeugende Alternative gibt. Dem Schutz der Umwelt hat man bei der Planung der Strasse unter anderem dadurch Rechnung getragen, dass annähernd die Hälfte des auf Schweizer Boden gelegenen, rund 750 Meter langen Teilstücks untertunnelt wird. Eine vollständige Unter- tunnelung wäre nicht nur aus geologischen Gründen (Grund- wasserschutz) bedenklich, sondern würde auch unverhält- nismässige Mehrkosten in der Grössenordnung von 30 bis 35 Millionen DM (Schätzung 1987) verursachen.

Eine erneute Ueberprüfung alternativer Linienführungen durch die Regierung des Kantons Basel-Stadt hat unter diesen Umständen keinen Sinn und müsste zudem von seiten der Bundsesrepublik Deutschland, deren Vorbereitungen für den Strassenbau sich in einer Schlussphase befinden, als Verzö- gerungsmanöver gedeutet werden. Der Bundesrat lehnt aus diesen Gründen das Postulat ab.

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Postulat der Verkehrskommission Strasse zwischen Lörrach und Weil am Rhein Postulat de la Commission des transports et du trafic Route entre Lörrach et Weil am Rhein

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Datum 19.03.1990 - 14:30

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