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23 juin 1988
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Interpellation Bircher
servizio dell'esercizio. Per ragioni di sicurezza la lotta contro la conseguenza degli incidenti deve essere lasciata al perso- nale d'intervento specializzato (centro di soccorso chimico). 2. L'informazione completa del personale viaggiante relativa ai carri con merci pericolose condotti nei treni merci non ha finora potuto essere realizzata per diversi motivi. Il personale ferroviario può allarmare conformemente alle prescrizioni basandosi sul contrassegno di color arancione portante il numero di pericolosità e quello della merce caricata, fissato sui due lati longitudinali del carro, e/o sulle etichette di pericolo.
Conformemente alle regole uniformi concernenti il contratto di trasporto internazionale per ferrovia delle merci (CIM), le tariffe delle ferrovie possono definire la lingua delle indica- zioni nella lettera di vettura e come devono essere formulate le iscrizioni dei carri. In caso contrario le indicazioni devono figurare in una lingua ufficiale del Paese mittente; una traduzione è necessaria se non si tratta del tedesco o del francese.
Le principali misure nell'ambito del trasporto ferroviario sono le seguenti:
collaborazione con i centri di intervento;
elaborazione di una statistica sulle correnti di traffico «merci pericolose» all'attenzione delle autorità cantonali competenti per la coordinazione della protezione contro le catastrofi;
formazione di un parco di cisterne di riserva per azioni di travaso;
valutazione di un equipaggiamento di protezione per il personale viaggiante;
trasporto dei gas liquidi (come il cloruro di vinile) in treni completi;
istruzione del personale ferroviario;
controlli circa il rispetto della legislazione sulle merci pericolose.
Per l'elaborazione di questo catalogo di misure è stato costituito un apposito gruppo di lavoro, formato da rappre- sentanti delle ferrovie, del gruppo di lavoro chimico e del- l'UFT. Misure individuali di minore importanza hanno già potuto essere attuate (p. es. introduzione di un contrasse- gno particolare per carri merci con carico misto di merci pericolose).
Un simile provvedimento non è auspicabile perché ne risul- terebbe l'abrogazione della CIM nei confronti del nostro Paese. Questa situazione di mancanza di legislazione rende- rebbe praticamente impossibile lo scambio di merci per ferrovia tra la Svizzera e gli altri Paesi europei e provoche- rebbe nel contempo un trasferimento indesiderato di traffico e di rischio sulla strada. Il nostro Collegio attribuisce comunque una grande importanza ai lavori della commis- sione di periti che abbiamo incaricato di elaborare un dise-
gno di ordinanza sulla prevenzione contro gli incidenti; infatti, la commissione di periti effettua una valutazione globale dei rischi di produzione, di trasformazione, di stoc- caggio e di trasporto di determinate merci pericolose. Que- sto modo di procedere consente di avviare provvedimenti efficaci e completi per limitare i rischi e ottimizzare la protezione contro le catastrofi nelle installazioni permanenti e nel trasporto ferroviario e su strada di merci pericolose.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
offensichtliche Mehrheit Minderheit
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt.
87.985
Interpellation Bircher Erzeugung von künstlichem Schnee Production de neige artificielle
Wortlaut der Interpellation vom 17. Dezember 1987 Neuere Studien und Untersuchungen belegen die vielfachen Nachteile der Kunstschneeproduktionsmaschinen auf das Gleichgewicht der Natur. Deshalb drängen sich dazu fol- gende Fragen auf:
Ist der Bundesrat bereit, der sich abzeichnenden weiteren Zunahme von solchen «Schneekanonen» Einhalt zu ge- bieten?
Ist er auch der Meinung, dass die künstliche Beschneiung ungünstige Auswirkungen auf die Böden und deren Pflan- zenwelt hat?
Wie beurteilt er das Problem der zur Produktion notwendi- gen grossen Wasserentnahmen aus Bergbächen, des gros- sen Energiebedarfs und des bei 80 dB liegenden hohen Lärmpegels dieser Anlagen?
Ist aus allen diesen Gründen eine Unterstellung dieser Anlagen unter die Umweltverträglichkeitsprüfung vorgese- hen? Wie läuft das heutige Bewilligungsverfahren?
Wie stellt sich der Bundesrat zu einem Verbot von «Schneekanonen», nachdem doch eindeutig ein Sätti- gungsgrad im Skipistenangebot und den Transportanlagen dazu erreicht ist, die künstliche Schnee-Erzeugung aber zu einem neuen Wachstumsschub führen wird?
Texte de l'interpellation du 17 décembre 1987
De récentes études et recherches ont montré que les machines à produire de la neige artificielle ont des effets négatifs multiples sur l'équilibre de la nature. C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:
Est-il disposé à empêcher que ces «canons à neige» ne se multiplient?
Estime-t-il également que la neige artificielle a des consé- quences néfastes pour les sols et la végétation qui y pousse?
Quel est son avis sur les problèmes soulevés par la pro- duction de neige artificielle: grandes quantités d'eau prises des torrents, besoin important en énergie et niveau de bruit élevé (80 dB) des installations?
Pour toutes ces raisons, une étude de l'impact sur l'envi- ronnement est-elle prévue pour ces installations ? Où en est aujourd'hui la procédure de demande d'autorisation?
Le Conseil fédéral envisage-t-il d'interdire de tels «canons à neige» étant donné que l'on dispose en quantité plus que suffisante de pistes de ski et de moyens de communication pour y accéder, et que la production de neige artificielle ne
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Interpellation Bircher
peut que conduire à un nouveau développement de l'infras- tructure ?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Borel, Braunschweig, Brügger, Bundi, Danuser, Fankhauser, Hafner Ursula, Haller, Leder- gerber, Leuenberger Moritz, Longet, Matthey, Mauch Ursula, Morf, Ott, Uchtenhagen, Ulrich (20)
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 14. März 1988
Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 mars 1988
In der Antwort auf die einfache Anfrage Mauch vom 3. Dezember 1985 hat der Bundesrat seine Haltung zu den Schneeanlagen dargelegt. Von der damals in Aussicht gestellten Untersuchung über die ökologischen Auswirkun- gen liegt ein Zwischenbericht vor, dessen wesentliche Ergebnisse folgende sind:
Die maschinelle Beschneiung kann im Bereich der beschneiten Pisten die Umwelt negativ beeinflussen oder lokal auch bestehende, aus Skipistennutzung resultierende Belastungen vermindern.
Eine maschinelle Beschneiung kann bei nährstoffarmen oder vernässten und erosionsanfälligen Böden nachteilige Auswirkungen auf den Boden haben. In den übrigen Fällen sind besondere Belastungen des Bodens auszuschliessen. In empfindlichen Oekosystemen, wie Moorgesellschaften, Zwergstrauchheiden, Magerrasen, können Einflüsse des Stoff- und Wasserhaushaltes Veränderungen im Artenge- füge bewirken. Um diese Auswirkungen genauer zu erfas- sen, sind weitere Untersuchungen im Gange.
Der Wasserbedarf während der Beschneiung ist erheblich. Bei grösseren Anlagen in der Schweiz liegt er bei 20 bis 75 Liter pro Sekunde. Im Falle der Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Bergseen sind Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften in Gewässern und deren Uferberei- chen möglich.
Schneekanonen entwickeln beträchtlichen Lärm. Die Lärm- belastung ist abhängig von der Distanz zu Siedlungen, der Ausnutzung des Geländes zur Lärmreduktion und der Berücksichtigung der wechselnden Windverhältnisse.
Der Energieverbrauch der Schneeanlagen hängt vom System, der Wasserzuführung, der Gesamtmenge an produ- ziertem Schnee, der Regulierung der Schneekanonen und den atmosphärischen Bedingungen bei der Beschneiung ab. Der Energieverbrauch pro Hektare beschneiter Fläche variiert zwischen 22 kWh und 1000 kWh. Die grösste Anlage verbraucht 500 000 kWh pro Saison. In der Grössenordnung ist dieser Verbrauch in etwa vergleichbar mit jenem von Seilbahnen, Hallenbädern und Kunsteisbahnen.
Schneeanlagen beeinflussen das Landschaftsbild weniger als Einzelobjekte als durch ihre kettenartige Anordnung in grösserer Zahl. Sie stellen in unberührten naturnahen Geländekammern einen entscheidenden optischen Eingriff dar; dagegen fallen sie im Bereich der Transportanlagen und von Skipistenplanierungen als optische Beeinträchti- gung kaum zusätzlich ins Gewicht.
Mit dem Einsatz von Grossanlagen für die Beschneiung ganzer Pisten sind auch bedeutsame indirekte Auswirkun- gen verbunden.
Für eine rationelle Beschneiung eignen sich nur glatte Ober- flächen. Sofern sich das Gelände nicht ideal für das Skifah- ren eignet, besteht ein Zusammenhang zwischen Beschnei- ung und Geländeeingriffen. Sofern nicht bereits Planien bestehen, dürfte doch die Einführung der Beschneiung im allgemeinen Planien eher fördern als verhindern. Sofern Schneeanlagen nur der Beseitigung von Engpässen und damit der besseren Auslastung des bestehenden touristi-
schen Angebotes dienen, können sie unter Umständen aber auch der Erschliessung neuer Gebiete entgegenwirken. Daraus ergeben sich nachfolgende Schlussbetrachtungen: Heutiges Bewilligungsverfahren, Unterstellung der Schnee- anlagen unter die UVP
Schneekanonen sind nach Artikel 22 resp. 24 Raumpla- nungsgesetz bewilligungspflichtig. Ob das Bewilligungsver- fahren über den Nutzungsplan und anschliessende Bewilli- gung nach Artikel 22 RPG oder, bei kleineren Anlagen, über eine Ausnahmebewilligung nach Artikel 24 RPG gewählt wird, ändert nichts daran, dass eine Schneeanlage nur auf- grund einer umfassenden Interessenabwägung bewilligt werden kann, in welche die Ziele und Grundsätze der Gesetzgebung über Natur- und Heimatschutz, Forst- und Umweltschutz, Raumplanung und Energie miteinbezogen werden.
Diese umfassende Interessenabwägung ist insbesondere über das Instrument der kantonalen Richtplanung sicherzu- stellen. Es gehört deshalb zur Aufgabe des Kantons, im Richtplan die Bewilligungsvoraussetzungen allgemein zu umschreiben und die Gebiete zu bezeichnen, in welchen Beschneiungsanlagen überhaupt möglich sind. Angesichts der zahlreichen oben angeführten Auswirkungen von Schneeanlagen auf Landschaft und Umwelt sind umfas- sende Grundlagen über die Landschafts- und Umweltver- träglichkeit für die Beurteilung einzelner Projekte unerläss- lich.
Gemäss Artikel 9 des Umweltschutzgesetzes bezeichnet der Bundesrat die Anlagen, welche die Umwelt erheblich bela- sten könnten, als UVP-pflichtig. Dies geschieht in der Ver- ordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung, die zur- zeit ausgearbeitet wird. Der Entwurf der UVPV von 1986 hat die Schneekanonen nicht enthalten. Der neue Entwurf, der die Ergebnisse der Vernehmlassung berücksichtigt, wird dem Bundesrat im Verlaufe dieses Jahres zum Entscheid vorgelegt werden. Dabei wird der Bundesrat auch über die Frage einer allfälligen Unterstellung von Schneekanonen unter die UVP zu befinden haben.
Der Bundesrat unterstreicht einmal mehr den Grundsatz, der ganz besonders auch für den Einsatz von Schneeanla- gen Gültigkeit hat, dass sich touristische Bauten und Anla- gen den natürlichen Gegebenheiten anzupassen haben, statt fehlende natürliche Voraussetzungen durch technische Massnahmen zu kompensieren. Sowohl aus sachlichen wie auch aus rechtlichen Gründen drängt sich ein bundesrätli- ches Verbot von Schneeanlagen nicht auf. Die Anstrengun- gen aller Entscheidträger sollten dahin gehen, die ausrei- chenden Rechtsgrundlagen auch zu vollziehen, bei Einzel- objekten umfassende Beurteilungsgrundlagen zu fordern und eine breit abgestützte Interessenabwägung sicherzu- stellen. Der Bundesrat ist der Meinung, dass damit genug Gewähr geboten ist, um Schneeanlagen nur in Ausnahme- fällen zu bewilligen. .
Abstimmung - Vote
Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit Dagegen Minderheit
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bircher Erzeugung von künstlichem Schnee Interpellation Bircher Production de neige artificielle
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Année
1988
Anno
Band
II
Volume
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Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance Seduta
Geschäftsnummer 87.985
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
23.06.1988 - 08:00
Date
Data
Seite
960-961
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Pagina
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20 016 490
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