Environmental law training motion accepted only as postulate

20014669Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)9 ott 1986Partially Granted

Sintesi

Fehr’s motion asked the Federal Council to prepare and implement, together with cantons and municipal associations, a training programme for persons involved in enforcing environmental protection law. The Federal Council agreed on the need for training and noted that work on a concept was already underway. However, it stated that the matter belonged to the delegated rule-making sphere and therefore could not be accepted as a binding motion. The Council proposed conversion into a postulate, which was carried.

Regest

Art. 49 USG; parliamentary motion concerning training of persons responsible for enforcement of environmental protection law; where the requested measure lies within the delegated legislative sphere, the Federal Council may accept the intervention only as a postulate, notwithstanding substantive agreement with the objective. The existence of an information or training deficit does not in itself justify a binding mandate if implementation is already being prepared administratively; in such a case the parliamentary instrument is limited to a non-binding request (consid. not stated).

Testo completo

Motion Müller-Bachs

1471

  1. Oktober 1986 N

86.506

Motion Fehr Umweltschutzgesetz. Ausbildung Exécution de la loi sur la protection de l'environnement. Formation des responsables

Wortlaut der Motion vom 18. Juni 1986

Der Vollzug des Umweltschutzgesetzes sowie der zugehöri- gen Verordnungen stellt hohe Anforderungen sowohl an die Kantone wie auch in der Folge an die Städte und Ge- meinden.

In Anbetracht der knappen personellen Kapazitäten sowie der hohen fachlichen Anforderungen drängt sich eine aus- reichende Information sowie eine gründliche Schulung aller mit dem Vollzug beauftragten Personen auf.

Der Bundesrat wird beauftragt, gestützt auf Artikel 49 des Umweltschutzgesetzes, zusammen mit den Kantonen und den Kommunalverbänden ein entsprechendes Ausbildungs- programm zu erarbeiten und zu verwirklichen.

Texte de la motion du 18 juin 1986

L'application de la loi sur la protection de l'environnement ainsi que des ordonnances y relatives est très astreignante pour les cantons et, partant, pour les municipalités et les communes.

Vu l'effectif restreint du personnel et les strictes exigences techniques, une information suffisante ainsi qu'une forma- tion sérieuse de toutes les personnes chargées d'exécuter cette loi s'imposent.

Le Conseil fédéral est chargé, conformément à l'article 49 de la loi sur la protection de l'environnement, d'élaborer et de mettre en pratique un programme de formation adéquat, en collaboration avec les cantons et les associations com- munales.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die sachgerechte Verwirklichung des Umweltschutzgeset- zes erstreckt sich auf ein breites Spektrum und eine Vielzahl von Verordnungen:

Luftreinhalteverordnung, Verordnung über umweltgefähr- dende Stoffe, Verordnung über Schadstoffe im Boden, Ver- ordnung über den Verkehr mit Sonderabfällen, Lärmschutz- verordnung, Verordnung über die Umweltverträglichkeits- prüfung.

Die Realisierung all dieser Massnahmen stellt hohe Anforde- rungen an die direkt betroffenen verantwortlichen Stellen sowie an eine Vielzahl von weiteren, auch für andere Fach- bereiche zuständigen Behörden.

Durch das Gesetz und die entsprechenden Verordnungen werden sowohl der öffentlichen Hand wie auch der Wirt- schaft bedeutende Ausgaben entstehen, es werden aber ebenso bedeutende Investitionen ausgelöst.

Der Wissensstand der mit Vollzugsaufgaben betrauten Per- sonen ist trotz beträchtlicher Bemühungen von Seite des Bundes noch nicht durchwegs genügend. Diesem Mangel kann mit einem Ausbildungsprogramm unter Einschluss der interessierten öffentlichen Stellen und Verbände begegnet werden.

Die gesetzlichen Grundlagen für eine derartige Ausbildung sind gegeben, überbindet doch Artikel 49 des Umwelt- schutzgesetzes dem Bund die Pflicht, die Aus- und Weiter- bildung der mit den Aufgaben dieses Gesetzes betrauten Personen zu fördern.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. September 1986

Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 septembre 1986

Der Bundesrat geht mit dem Motionär einig, dass der Voll- zug des Umweltschutzgesetzes und der dazugehörigen Voll- zugsverordnungen an die Kantone, aber auch an die Städte und Gemeinden, das heisst an die Vollzugsbehörden, hohe Anforderungen stellt. Es gilt nicht nur, neue Strukturen zu schaffen und für vielfältige, oftmals neue Aufgaben qualifi- zierte Mitarbeiter zu finden; viele dieser neuen Mitarbeiter werden für ihre Tätigkeit erst noch aus- oder weitergebildet werden müssen.

Der Bundesrat wird deshalb dafür sorgen, dass aus dem teilweise bereits vorhandenen Informationsdefizit kein Handlungs- und Vollzugsdefizit wird. Er ist insbesondere gewillt, Artikel 49 des Umweltschutzgesetzes (USG) auszu- schöpfen, der in Absatz 1 festhält, dass der Bund die Aus- und Weiterbildung der mit Aufgaben nach dem USG betrau- ten Personen fördert.

Die Arbeiten zu einem Schulungskonzept u.a. für die Voll- zugsbehörden auf Stufe Kantone und Gemeinden sind ver- waltungsintern bereits seit einiger Zeit im Gange. In der zweiten Hälfte 1986 wird dieses Konzept mit den Kantonen und den Kommunalverbänden diskutiert werden.

Der Vorstoss betrifft ein Anliegen, das in den delegierten Rechtsetzungsbereich fällt. Auch wenn der Bundesrat mit dem Anliegen einverstanden ist, kann er die Motion nur in Form eines Postulates entgegennehmen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

86.520

Motion Müller-Bachs Phosphatgehalt im Dünger Réduction des phosphates dans les engrais commerciaux

Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1986

Der Bundesrat wird beauftragt, mit Lenkungsabgaben Pho- sphate in Handelsdüngern so zu verteuern, dass eine Ueber- düngung verhindert und die umweltgerechte Verwertung von Mist, Jauche und Klärschlamm gefördert werden können.

Texte de la motion du 19 juin 1986

Le Conseil fédéral est chargé de majorer, par le biais de taxes d'orientation, le prix des phosphates que contiennent les engrais commercialisés, de telle façon que soit empê- chée toute fumure excédentaire et qu'on puisse développer l'utilisation (propice à l'environnement) de fumier, de purin et de boues de décantation.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Biel, Borel, Brélaz, Clivaz, Deneys, Dünki, Fierz, Gloor, Günter, Jaggi, Longet, Maeder-Appenzell, Mauch, Oester, Pini, Pitte- loud, Rebeaud, Ruffy, Stamm Walter, Weder-Basel, Zwygart (22)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Bundesrat hat vor kurzem und gestützt auf das Umwelt- schutzgesetz beschlossen, Beschränkungen für die land- wirtschaftliche Düngung einzuführen. So sind in erster Linie Mist, Jauche und Klärschlamm zu verwerten. Handelsdün-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Fehr Umweltschutzgesetz. Ausbildung Motion Fehr Exécution de la loi sur la protection de l'environnement. Formation des responsables

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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In

Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1986

Année

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

86.506

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 09.10.1986 - 08:00

Date

Data

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1471-1471

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Parole chiave

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