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Postulat Bircher
caso di disoccupazione parziale il pagamento delle quote non è determinante. Infatti già ora i giovani non ancora soggetti all'AVS e che quindi non pagano le quote dell'assi- curazione disoccupazione hanno diritto alle prestazioni. Occorre inoltre rilevare che quando si è modificata la legge sull'AVS per permettere la reintroduzione delle quote AVS per i beneficiari di rendite che continuavano a lavorare, il Consiglio federale aveva esonerato una parte del guadada- gno dall'obbligo del pagamento delle quote AVS soste- nendo che per parecchie persone quel reddito era necessa- rio per completare le loro entrate.
Tutto ciò indica che la decisione interpretativa del Tribunale federale è per lo meno discutibile. Se essa è stata possibile è perchè molto probabilmente il testo di legge non è chiaro in merito. Tenuto conto delle conseguenze negative che l'ap- plicazione di tale decisione può avere in particolare per le persone al beneficio di rendite modeste, i sottoscritti chie- dono al Consiglio federale di esaminare la possibilità di proporre una modifica del testo di legge relativo o almeno di adottare in sede di ordinanza una disposizione interpretativa che permetta di assicurare ai beneficiari di rendite AVS che ancora lavorano il diritto alla prestazione dell'assicurazione disoccupazione in caso di disoccupazione parziale. Ciò è particolarmente importante per i beneficiari di rendite AVS che hanno redditi modesti.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. Mai 1986 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 21 maggio 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 mai 1986 Il Consiglio federale è pronto ad accettare il postulato.
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86.366
Postulat Bircher Medizinisches Hilfspersonal. Kostenlose Ausbildung Personnel sanitaire. Gratuité de la formation
Wortlaut des Postulates vom 17. März 1986
Der Bundesrat wird eingeladen, möglichst bald den Arztge- hilfinnenberuf sowie ähnliche im Gesundheitswesen tätige Berufe dem Berufsbildungsgesetz zu unterstellen. An den öffentlichen Schulen zur beruflichen Aus- und Weiterbil- dung ist analog den anderen Lehrberufen eine kostenlose, gesamtschweizerisch einheitliche Berufsausbildung zu ge- währleisten.
Texte du postulat du 17 mars 1986
Le Conseil fédéral est invité à soumettre dès que possible la profession d'aide sanitaire et toutes les professions liées à la santé publique à la loi sur la formation professionnelle. Il leur assurera, comme il le fait déjà pour les autres profes- sions exigeant un apprentissage, une formation profession- nelle gratuite et unifiée, dispensée dans les écoles publiques de formation et de perfectionnement professionnels.
Mitunterzeichner Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Borel, Bratschi, Braunschweig, Christinat, Clivaz, Deneys, Dünki, Eggenberg-Thun, Fankhauser, Friedli, Gloor, Günter, Hösli, Humbel, Jaggi, Keller, Lanz, Leuenberger- Solothurn, Leuenberberger Moritz, Longet, Mauch, Meyer- Bern, Müller-Aargau, Neukomm, Nussbaumer, Oester, Pitte- loud, Reimann, Renschler, Robbiani, Rohrer, Rubi, Ruffy,
Seiler, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Wagner, Weber Monika, Ziegler, Zwygart (44)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Seit einiger Zeit bemühen sich die verschiedenen Verbände der Arztgehilfinnen um eine Unterstellung ihrer Aus- und Weiterbildung unter das Berufsbildungsgesetz. Ziel dieser Unterstellung wäre, dass die Ausbildung gesamtschweize- risch einheitlich, sodann kostenlos wie für praktisch alle anderen Lehrberufe wäre und bessere Möglichkeiten zur Ausbildung und zum Wechsel in medizinische, technische sowie kaufmännische Berufe bestünden.
Die Arztgehilfin übt ihren Beruf zwar im Gesundheitswesen aus. Die im Berufsbild der Arztgehilfin umschriebenen Tätig- keiten in der Praxis stellen aber eindeutig Dienstleistungen gegenüber Arzt und Patienten dar. Die Aufgabe der Arztge- hilfin besteht darin, einen reibungslosen Praxisablauf sicherzustellen. Damit nehmen die administrativen und organisatorischen Tätigkeiten einen wichtigen Teil der Arbeit ein.
Bis heute sind jedenfalls schon im Gesundheitswesen tätige Berufe wie Biologielaborant, Apothekenhelferin (Pharma- kantin) oder Hauspflegerin ebenfalls dem Berufsbildungsge- setz unterstellt. Zum Teil geniessen diese Berufe ihre Ausbil- dung an kaufmännischen oder gewerblichen Berufsschu- len. Arztgehilfinnen und ähnliche andere Berufe im Gesund-, heitswesen aber müssen heute noch unter sehr schweren Bedingungen und Opfern ihre Ausbildungszeit meistern. Diese erfolgt an gegen 30 Privatschulen und kostet die Schüler zwischen 8000 und 12 000 Franken! Der Schulzeit schliesst sich erst noch ein einjähriges Praktikum an. Ebenso vielfältig sind die Lehrpläne, die Qualität dieser Kurse und die späteren Berufschancen.
Für einen in der ganzen Schweiz ausgeübten Beruf ist eine gesamtschweizerische, einheitliche, durch den Bund getra- gene Aus- und Weiterbildung sowohl für die Arbeitgeber wie auch für die Arbeitnehmer nur von Vorteil. Gerade in der heutigen Zeit ist es eine Notwendigkeit, dass den Arztgehil- finnen und für ähnliche Berufsbilder eine berufliche Grund- ausbildung ohne die heutigen Erschwernisse (hohe private Ausbildungskosten, keine staatliche Anerkennung des Beru- fes) offenstehen soll. Die Ausbildung soll für die jungen Berufsleute respektive deren Eltern in einem finanziell trag- baren und mit anderen Berufen vergleichbaren Rahmen ermöglicht werden. Heute bestehen hier stossende Unter- schiede und Benachteiligungen. Nachher hätten wir ein normales Lehrverhältnis wie bei den rund 300 BIGA-Beru- fen. Dabei ermöglicht der Lehrbetrieb die praktische Ausbil- dung am Arbeitsplatz. In den Einführungskursen erwerben die Lehrtöchter und die Lehrlinge die Grundfertigkeiten für den Lehrberuf, und die Berufsschulen vermitteln die theore- tische Ausbildung: das möglichst breite Fundament an Wis- sen und Können für den beruflichen Alltag.
Eine Unterstellung der Ausbildung unter das Berufsbil- dungsgesetz würde zu einer offiziellen Lehrabschlussprü- fung und dem eidgenössischen Fähigkeitsausweis führen. Dadurch würden auch bessere Uebergangsmöglichkeiten in verwandte Berufe geschaffen, was angesichts vieler Engpässe auf dem Stellenmarkt und der raschen berufli- chen Mobilität einer Notwendigkeit entspricht.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. Mai 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 mai 1986 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
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1986
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Band
II
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Sommersession
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Session d'été
Sessione
Sessione estiva
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Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.366
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Numero dell'oggetto
Datum 20.06.1986 - 08:00
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959-959
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