Motion Reimann converted into postulate

20013259Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)22 mar 1985Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

At its spring session on 22 March 1985, the National Council dealt with Motion 84.318 (Meier-Zürich) on the revision of the National Banking Act and Motion 84.598 (Reimann) on protection of employee personality. In both matters the Federal Council requested that the motions be transformed into postulates. The excerpt records that both were transmitted as postulates. For the banking motion, the Federal Council argued that the requested change could not be implemented without a constitutional revision and that the matter should be examined together with related pending postulates.

Massima Omnilex

Parliamentary motions may be transformed into postulates where the chamber accepts that a preliminary examination is sufficient and does not insist on immediate legislative action; where the government shows that the requested amendment cannot be implemented within the existing constitutional framework, transmission as a postulate is an appropriate procedural solution. The chamber may also treat related motions jointly and defer substantive resolution pending broader review (consid. not specified).

Testo completo

N 22 mars 1985

724

Motion Reimann

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

84.318 Motion Meier-Zürich Nationalbankgesetz. Revision Loi sur la Banque nationale. Révision

84.598 Motion Reimann Persönlichkeitsschutz des Arbeitnehmers Protection de la personnalité du salarié

Wortlaut der Motion vom 5. März 1984

Der Bundesrat wird ersucht, den Artikel 27 Absatz 3 Buch- stabe a und b des Nationalbankgesetzes, der die Verteilung des Reingewinns der Nationalbank zwischen Bund und Kan- tonen regelt, wie folgt zu ändern:

a. zunächst erhalten die Kantone eine Entschädigung von 1 Franken pro Kopf ...

b. ein alsdann verbleibender Überschuss fällt dem Bund zu.

Texte de la motion du 5 mars 1984

Le Conseil fédéral est chargé de modifier comme il suit l'article 27, 3º alinéa, lettres a et b, de la loi sur la Banque nationale qui a trait à la répartition du bénéfice net de l'institut d'émission entre la Confédération et les cantons:

a. Les cantons reçoivent une indemnité de 1 franc par habitant ...

b. Le surplus éventuel revient à la Confédération.

Mitunterzeichner - Cosignataire: [Hegg]

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nach Artikel 63 Absatz 2g des Nationalbankgesetzes kann der Bundesrat über die Anteile der Kantone endgültig be- stimmen.

Im Rahmen der Aufteilung der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen soll eine Besserstellung der Bundesfinanzen angestrebt werden. Die vorgeschlagene Änderung des Nationalbankgesetzes kann dem Bund zu zusätzlichen Ein- nahmen verhelfen.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 20. Februar 1985

Rapport écrit du Conseil fédéral du 20 février 1985

Der Bundesrat verweist auf seine Stellungnahme vom 25. Mai 1983 zu den Motionen der unabhängigen und evan- gelischen Fraktion (82.901), Schmid (82.934) und Feigenwin- ter (82.935), welche sich ebenfalls mit der Verwendung des Nationalbankgewinnes befassen. Sie wurden vom National- rat am 24. Juni 1983 antragsgemäss in Postulate umgewan- delt.

Der Bundesrat erachtet nach wie vor eine sorgfältige Prü- fung der Frage, ob, in welchem Ausmass und zu welchem Zweck Überschüsse der Nationalbank abgeschöpft werden könnten, für erforderlich. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Verwaltung und der Nationalbank klärt die entsprechen- den Möglichkeiten in dieser geld- und finanzpolitisch sowie rechtlich komplexen Materie ab.

Die in der vorliegenden Motion verlangte Gesetzesänderung wäre ohne Verfassungsrevision nicht durchführbar, da die Verfassung den Gewinnanteil der Kantone von zwei Dritteln zwingend festlegt (Art. 39 Abs. 4).

Das Anliegen der Motion kann im Zusammenhang mit den drei erwähnten Postulaten geprüft werden.

Wortlaut der Motion vom 12. Dezember 1984

Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, in welcher Weise im öffentlichen Arbeitsrecht Bestimmungen zum konkreten Schutz der Arbeitnehmer gegen Übergriffe auf seine Per- sönlichkeitsrechte eingeführt werden können. Es geht dabei vor allem darum, jegliche Überwachungseinrichtungen, die den Arbeitnehmer unentwegt kontrollieren, zu verbieten. Ferner sollen Kriterien verankert werden, die die Aufstellung von Überwachungsgeräten zu anderen Zwecken als dem der Personalüberwachung, unmissverständlich regeln.

Texte de la motion du 12 décembre 1984

Le Conseil fédéral est chargé d'examiner de quelle manière on pourrait introduire dans le droit du travail des disposi- tions visant à protéger concrètement les travailleurs contre toute atteinte à leur personnalité. Il s'agit avant toute d'inter- dire les installations de surveillance qui contrôlent en per- manence les activités des travailleurs. En outre, il faudrait établir des critères qui permettent de réglementer sans équivoque la mise en place de dispositifs de surveillance devant servir à autre chose qu'au contrôle du personnel.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Borel, Braunschweig, Chopard, Clivaz, Deneys, Eggenberg-Thun, Eggli-Winterthur, Euler, Fankhauser, Fehr, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Longet, Morf, Neu- komm, Riesen-Freiburg, Robbiani, Rubi, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Schmid, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Wagner, Zehnder (33).

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Als in den sechziger Jahren das geltende Arbeitsgesetz ausgearbeitet wurde, dachte niemand an Missbräuche, die heute mit der Entwicklung neuer Technologien den Persön- lichkeitsschutz der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz beein- trächtigen. Deshalb sind heute die vorrangigen Zielsetzun gen des öffentlichen Arbeitsrechts die Gesundheitsvorsorge und die Sicherheit am Arbeitsplatz.

Indessen hat das konkrete Beispiel eines kleineren jurassi- schen Unternehmens, das in seinen Werkstätten Videoka- meras zur Überwachung der dort beschäftigten Arbeitneh- merinnen aufgestellt hat, eindeutig aufgezeigt, wo die Män- gel des geltenden Rechts liegen. Die Behörden können zwar bei Gesundheits- und Sicherheitsfragen ohne weiteres inter- venieren. Hingegen fehlt ihnen jegliche Grundlage, bei Ver- stössen gegen die Persönlichkeitsrechte einzuschreiten.

Wohl verfügen die in ihren Persönlichkeitsrechten geschä- digten Arbeitnehmer über ein Klagerecht gemäss Artikel 328 Absatz 1 des OR. Doch müssen die Arbeitnehmer die not- wendigen zivilrechtlichen Schritte einleiten. Es ist keine Frage, dass sich die Arbeitnehmer in Zeiten wirtschaftlicher Krise eher um den Arbeitsplatz sorgen, als dass sie ein langwieriges und kompliziertes Gerichtsverfahren in die Wege leiten.

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Motion Meier-Zürich Nationalbankgesetz. Revision Motion Meier-Zürich Loi sur la Banque nationale. Révision

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1985

Année

Anno

Band

II

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

84.318

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 22.03.1985 - 08:00

Date

Data

Seite

724-724

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Pagina

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20 013 259

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Parole chiave

parliamentary motionpostulatenational bankingemployee personalitylegislative reviewconstitutional revision

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether Motion 84.318 on revision of the National Banking Act should be converted into a postulate.

Decisione estratta

The motion was converted into a postulate.

Motivazione estratta

The Federal Council considered the requested amendment impossible without a constitutional revision and said the matter could be examined together with related postulates already pending.

Questione giuridica chiave

Whether Motion 84.598 on protection of employee personality should be converted into a postulate.

Decisione estratta

The motion was converted into a postulate.

Motivazione estratta

The excerpt records the Federal Council's written position and the National Council's transmission as a postulate.

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