Motion on media office transferred as postulate

20012415Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)12 mar 1984Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Council of States considered Motion Guntern concerning the creation of a federal media office. After rapporteur Hefti and Federal Councillor Schlumpf indicated that the Federal Council should first examine the issue and report back, the chamber unanimously agreed to transmit the proposal as a postulate. The result was not a substantive rejection of the subject matter, but a referral for further study by the Federal Council.

Massima Omnilex

Parliamentary procedure; conversion of a motion into a postulate: where the chamber considers that a matter requires prior examination by the Federal Council and a report before a definitive position is taken, it may transmit the proposal as a postulate. The decisive criterion is the need for preliminary governmental review; the postulate form is appropriate when the chamber wishes to request investigation rather than immediate legislative action.

Testo completo

  1. März 1984 S

59

Motion Guntern

81.440 Motion (Guntern) Bundesamt für Medienwesen Motion (Guntern) Office fédéral des médias

Fortsetzung - Suite Siehe Jahrgang 1982, Seite 55 - Voir année 1982, page 55

Hefti, Berichterstatter: Bei der Behandlung dieser Motion ist es nun in unserer Kommission etwas rasch gegangen. Es hat niemand opponiert, denn unsere Meinung ist - kurz gefasst - die folgende: Die Sache soll geprüft werden, aber von uns aus können wir erst aufgrund eines Berichtes des Bundesrates näher Stellung nehmen. Dass wollen wir abwarten, sofern der Bundesrat auf die Sache eingehen will. Darum ist das Postulat die richtige Form. Die Kommission beantragt einstimmig Überweisung als Postulat.

Gadient: Wenn schon die Überprüfung durch den Bundes- rat stattfindet, bin ich doch der Meinung, dass einige Überle- gungen in dieses Prüfungsverfahren mitgegeben werden sollten, denn die heutige Situation ist insbesondere im Bereiche der elektronischen Medien prekär. Mit einer Hand- voll Leuten sind im Rahmen des Generalsekretariates EVED Aufgaben zu bewältigen, die sowohl bezüglich Umfang als auch Komplexität dem Aufgabenbereich eines Bundesam- tes entsprechen. Ich rekapituliere nur stichwortartig: Verfas- sungsartikel Radio und Fernsehen, Vollzugsgesetzgebung zum Verfassungsartikel, Aufsicht über SRG, Lokalrundfunk- versuche, Abonnementsfernsehen, Fernmeldesatellit, Satel- litenrundfunk, neue Medien, Videotex, Teletext usw. Diese Aufgabenfülle ist mit der gegebenen Infrastruktur kaum mehr zuverlässig oder - nach der heutigen Diskussion zu formulieren - «sachgerecht» zu bewältigen. Die Schaf- fung eines Medienamtes hat indessen seinen Preis.

Ein Teil der Gegnerschaft sieht in einem Medienamt vor allem ein neues Bundesamt, das eine Infrastruktur benötigt. Auch wenn zu Beginn bescheiden eingestiegen wird, wer- den Ansprüche entstehen und auf uns zukommen, also mehr Staat, mehr Verwaltung, mehr Beamte.

Eine politisch anders situierte Gegnerschaft befürchtet durch ein solches Amt eine allzu starke Beeinflussung der Medien. Man will aus dieser Sicht keinen Medienvogt. Frei- räume für Journalisten und nicht Aufsichtsbeamte sind gefragt. Ähnliche Reaktionen sind aus dem Lager der Zei- tungsverleger zu vernehmen. Danach genügt es, die Presse- freiheit zu gewährleisten; parallel wird verständlicherweise gefordert, die PTT-Zeitungstaxen tief zu halten. Der Vorteil der heutigen Integration des Medienbereiches im EVED liegt meines Erachtens vorab im technischen Sektor. Die unzähli- gen im täglichen Verkehr ins Gewicht fallenden Berüh- rungspunkte mit der Technik PTT können nicht übersehen werden. Die Beibehaltung der heutigen Regelung wäre mei- nes Erachtens unter der Voraussetzung tragbar, dass beim Generalsekretariat EVED der Radio- und Fernsehdienst qua- litativ und quantitativ unter Berücksichtigung der entspre- chenden Anforderungen aufgestockt würde. Möchte man dennoch ein eigentliches Medienamt schaffen, müsste das noch keine ins Gewicht fallende personelle Aufstockung bedeuten. Der Zusammenzug der heute schon bestehenden Dienste dürfte an sich ausreichen. Aber ein solches Medien- amt sollte aus den dargelegten Gründen in das EVED einver- leibt werden. Nur so liessen sich aufwendige Doppelspurig- keiten und Überschneidungen mit entsprechenden Rei- bungsverlusten vermeiden.

Hefti, Berichterstatter: Ich möchte präzisieren, wenn das nicht schon vorher zum Ausdruck gekommen sein sollte: Für die Kommission war nicht nur das «Wie», sondern auch

das «Ob» offen. Das breite Spektrum, dass Herr Kollege Gadient nun erwähnt hat, hat auch schon der Bundesrat vorgelegt. Er wird sich also dieser Reihe von Aufgaben bewusst sein.

Bundespräsident Schlumpf: Herr Ständerat Hefti hat die Meinung des Bundesrates richtig interpretiert, und ich danke ihm.

Überwiesen als Postulat Transmis comme postulat

Schluss der Sitzung um 20.00 Uhr La séance est levée à 20 h 00

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion (Guntern) Bundesamt für Medienwesen Motion (Guntern) Office fédéral des médias

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1984

Année

Anno

Band

I

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Ständerat

Conseil

Conseil des Etats

Consiglio

Consiglio degli Stati

Sitzung

05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

81.440

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

12.03.1984 - 18:15

Date

Data

Seite

59-59

Page

Pagina

Ref. No

20 012 415

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Parole chiave

parliamentary procedurepostulatemotionmedia policyfederal administrationtelecommunicationsbroadcasting

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether Motion Guntern on a federal media office should be referred to the Federal Council as a postulate instead of being treated as a motion.

Decisione estratta

The chamber unanimously decided to transmit the matter as a postulate, so the Federal Council should first examine the issue and report back.

Motivazione estratta

The commission considered that the question should be reviewed but that a more definite position could only be taken after a Federal Council report. The broader examination of tasks and administrative structure supported using the postulate form.

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