Motion on video films and youth protection transmitted

20011804Giurisprudenza amministrativa delle autorità federali (VPB)5 ott 1983Granted

Sintesi

The National Council examined the Council of States motion Guntern concerning the circulation of violent and cruel video films. After reporting by the commissions and remarks by Federal Councillor Friedrich, the chamber agreed that federal legislation was needed both to protect youth and human dignity. The Federal Council stated that it would address the matter in the ongoing revision of morality-related criminal provisions. No opposition was raised, and the motion was transmitted to the Federal Council.

Regest

Motion on the circulation of violent video films; transmission to the Federal Council. Where a motion seeks prompt federal intervention for youth protection and human dignity, and the Federal Council indicates that corresponding draft legislation is already in preparation, the chamber may transmit the motion without further debate. The parliamentary endorsement reflects a policy instruction to prepare measures restricting or prohibiting the sale, rental, exchange, importation, manufacture, trade and dissemination of such material, while leaving the concrete legislative form to the executive and subsequent parliamentary process.

Testo completo

Motion du Conseil des Etats

1394

N 5 octobre 1983

halb, weil unser Haftpflichtrecht in diesen Fragen nicht durchwegs logisch aufgebaut ist.

Nicht ganz befriedigend ist, dass nach dem Vorschlag Ihrer Kommission keine Übereinstimmung besteht zwischen Arti- kel 49 OR und Artikel 6 Absatz 2 des Verantwortlichkeitsge- setzes. Bei diesem Artikel 6 Absatz 2 hat auch Ihre Kommis- sion - in Übereinstimmung mit dem Ständerat - das Ver- schulden als Voraussetzung für alle Fälle der Genugtuung belassen. Im übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Ände- rung von Artikel 49 OR unter Umständen auch Rückwirkun- gen auf andere Gesetze haben kann, die für die Frage der Genugtuung auf das Obligationenrecht verweisen.

In Abwägung aller Umstände, die dafür und dagegen spre- chen, beantrage ich Ihnen aber trotzdem, Ihrer Kommission zuzustimmen.

Angenommen - Adopté

Ziff. Ila, III Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Ch. Ila, III

Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für die Annahme des Gesetzentwurfes

98 Stimmen (Einstimmigkeit)

Abschreibung - Classement

Präsident: Es sind noch zwei Motionen abzuschreiben, die Motion 9740, Schutz des Persönlichkeitsrechts, und die Motion 80.544, Informanten und Journalisten, Rechtsstel- lung. Bei der Motion 80.544 wird nur der Punkt 3, der das Gegendarstellungsrecht betrifft, abgeschrieben. Die Punkte 1 und 2 werden aufrechterhalten.

Zustimmung - Adhésion

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

82.927

Motion des Ständerates (Guntern). Videofilme. Vertrieb Motion du Conseil des Etats (Guntern). Films vidéo. Circulation

Beschluss des Ständerates vom 9. März 1983 Décision du Conseil des Etats du 9 mars 1983

Wortlaut der Motion Der Bundesrat wird beauftragt,

  1. einen Entwurf vorzulegen, der den Verkauf, die Vermie- tung oder den Umtausch grausamer und perverser (Video-) Filme einschränkt oder verbietet;

  2. Massnahmen zu treffen, die es ermöglichen, einen wirk- samen Jugendschutz in diesem Bereiche durchzusetzen.

Texte de la motion Le Conseil fédéral est chargé:

  1. de présenter un projet limitant ou interdisant la vente, la location ou l'échange de films vidéo cruels et pervers;

  2. de prendre des mesures permettant une protection effi- cace de la jeunesse dans ce domaine.

Oester, Berichterstatter: Am 9. März 1983 hat der Ständerat eine Motion Guntern erheblich erklärt. Diese beauftragt den Bundesrat,

  1. einen Entwurf vorzulegen, der den Verkauf, die Vermie- tung oder den Umtausch grausamer und perverser (Video-) Filme einschränkt oder verbietet.

  2. Massnahmen zu treffen, die es ermöglichen, einen wirk- samen Jugendschutz in diesem Bereich durchzusetzen.

Der Motionär hat in seiner Begründung einleitend auf Schweden verwiesen, wo erstmals im Dezember 1980 im Fernsehen Ausschnitte aus Brutalo- und Sadofilmen gezeigt wurden. Inzwischen hat Schweden die Gesetzgebung in diesem Bereich geändert. Mit den grausamen und perversen Filmen hat sich auch der Europarat befasst, und zwar an einer Tagung im September 1982 in Assisi. Im Januar dieses Jahres hat er beschlossen, dass gemeinsam gegen diese Welle der Gewalt auch im Medienbereich vorzugehen sei. Betrüblich und bezeichnend zugleich ist die Feststellung des Motionärs, dass im Videobereich in den letzten Jahren unter Berufung auf gewandelte Moralvorstellungen prak- tisch alles geduldet worden sei, was krankhaften Gehirnen für ein lukratives Geschäft schlecht genug ist. Auch wenn diese überaus large Praxis nicht gutgeheissen werden soll, ist darauf hinzuweisen, dass die einschlägigen Artikel des Strafgesetzbuches wohl pornographische, nicht aber grau- same Filme erfassen. Es fehlen also auf dem Gebiet der grausamen, der perversen und gewalttätigen Filme die nöti- gen bundesrechtlichen, aber auch kantonalrechtlichen Bestimmungen, um unter anderem den Verkauf oder Verleih solcher Filme insbesondere an Jugendliche zu verhindern. Für diesen Bereich ist eine gesetzliche Regelung zu schaf- fen und anschliessend durchzusetzen.

Der Motionsbegründung ist schliesslich zu entnehmen, dass insbesondere ein wirksamer Jugendschutz anzustreben und durchzusetzen sei. In Kalifornien habe eine Studie ergeben, dass zwischen Gewalttätigkeiten zu Hause und Gewalttätig- keiten am Bildschirm ein offensichtlicher Zusammenhang besteht. Fachleute seien sich darüber einig, dass vor allem die permanente Berieselung mit Gewalt ihre Spuren hinter- lässt.

Die Petitions- und Gewährleistungskommission hat sich am 6.Juli mit der ständerätlichen Motion befasst. Dabei ist die Notwendigkeit einer strafrechtlichen Bestimmung, die den Behörden eine rechtsstaatlich einwandfreie Handhabe zum Einschreiten gegen grausame und perverse Filme bietet, unbestritten geblieben. Einig war sich Ihre Kommission auch darin, dass Eile geboten ist. Zum allgemeinen Wunsch, das Begehren der Motion ohne Verzug zu erfüllen, war seitens der Verwaltung zu vernehmen, der Bundesrat habe am 1.Juni dieses Jahres entschieden, die Schaffung einer Norm gegen die Videobrutalität aus referendumspolitischen Gründen von der Revision des Sexualstrafrechtes zu tren- nen. Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe sei daran, eine entsprechende Bestimmung auszuarbeiten. Die Botschaft solle in der ersten Hälfte des kommenden Jahres er- scheinen.

Zur Sache ist von verschiedener Seite betont worden, dass es nicht nur um den Jugendschutz, sondern ganz wesent- lich auch um den Schutz der Menschenwürde gehe. Es ist auch die Frage aufgeworfen worden, ob nicht die Kantone in einem Kreisschreiben aufgefordert werden sollten, die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Schliesslich hat Ihre Kommission den Wunsch bekundet, der Bundesrat möge abklären, was auf internationaler Ebene gegen die Brutalowelle vorgekehrt werden könnte. Im Sinne dieser Erwägungen beantragt Ihnen die PGK, die Motion des Ständerates zu überweisen.

Mme Jaggi, rapporteur: A peu près à cette saison, l'an dernier, comme chaque année, se tenait à Zurich la foire principale dans le domaine dit de «l'électronique des loisirs»

  1. Oktober 1983 N

1395

Motion Zbinden

(FERA), qui faisait apparaître au grand jour l'explosion d'un marché nouveau, celui des magnétoscopes et, par consé- quent, des vidéo-cassettes préenregistrées ou non. Cette foire réunissait de très nombreux importateurs, fabricants ou loueurs de cassettes vidéo en tous genres, notamment du pire genre, celui des films qualifiés de «vidéo-brutaux», spécialisés dans des scènes d'une violence et d'une bas- sesse insoutenables.

A la suite de l'ouverture de ce marché au grand public, une vague d'émotion s'est développée, dont les médias se sont fait l'écho. Dans les cantons, plusieurs parlements s'en sont occupés, notamment St-Gall et Zurich. Cette vague d'inquié- tude et d'indignation a déferlé sur notre parlement dont, par ailleurs, on dit volontiers qu'il est insensible aux preoccupa- tions des citoyens. Une série d'interventions ont donc été présentées à ce conseil: une question Oester, un postulat que j'ai eu l'honneur de déposer, et une motion Zbinden dont nous parlerons également aujourd'hui. Au Conseil des Etats, M. Guntern a présenté une motion dans le même sens, qui a été adoptée le 9 mars dernier. Cette motion charge le Conseil fédéral de présenter un projet limitant ou interdisant la vente, la location ou l'échange de films vidéo cruels et pervers et de prendre des mesures permettant une protec- tion efficace de la jeunesse dans ce domaine.

Pendant que ces propositions d'un renforcement de la légis- lation étaient faites devant les deux conseils, ou plutôt d'une intervention du législateur, puisque seuls le commerce et la diffusion des images, des sons, des films obscènes sont réglementés et interdits, non pas ceux des films qui sont «seulement» cruels, l'industrie concernée, qui semble avoir des intérêts non négligeables à défendre en l'occurrence, a commencé, paradoxalement, à minimiser le marché en cause. La vogue des films vidéo brutaux serait momentanée, quasiment déjà passée. Le visionnement de scènes de vio- lence ne porterait en aucun cas à l'imitation, bien au con- traire. De toute manière, la liberté de l'individu et celle de l'information interdiraient d'instituer une nouvelle forme de censure. A noter que, dans le même temps et à toutes fins utiles, pour prévenir l'intervention du législateur, les fabri- cants, importateurs et distributeurs de cassettes vidéo, se donnaient quelques règles sommaires de déontologie pro- fessionnelle, notamment par la recommandation de non- vente à des clients âgés de moins de 18 ans de films comportant des scènes de brutalité. Ce faisant, bien entendu, les professionnels reconnaissaient implicitement que des abus avaient été commis.

Mais, leur espoir de voir le législateur ne pas s'intéresser à la question apparaît désormais vain. Heureusement! En effet, comme l'a annoncé M. Friedrich le 9 mars dernier devant le Conseil des Etats, comme l'a confirmé le Conseil fédéral dans une décision du 1er juin de cette année, un message est en préparation sur la réglementation de la distribution des enregistrements sonores et visuels, notamment en vue de protéger la jeunesse. Cette réglementation pourra donc entrer prochainement en vigueur, en tout cas plus vite que l'ensemble de la révision des dispositions du Code pénal relatives aux infractions contre les mœurs et la famille, dont elle a donc été dissociée.

La Commission des pétitions, qui a examiné cette affaire dans sa séance du 6 juillet dernier, approuve, évidemment, la solution choisie qui permet d'aller de l'avant plus rapide- ment, mais tient à assortir sa détermination positive de deux remarques et suggestions. En premier lieu, il faut agir non seulement pour des motifs de protection de la jeunesse; il y va, en effet, tout autant de la dignité de la personne humaine. Cette dignité est outragée par la présentation de comportements aberrants, empreints de violence et de cruauté, tant de la part de l'homme qui est présenté comme incapable d'aborder la femme sans attenter sauvagement à son intégrité corporelle que de la part de la femme elle- même, présentée comme la victime attitrée et quasiment consentante de cette brutalité sexiste.

Par ailleurs, votre commission souhaite que non seulement on aille le plus vite possible de l'avant sur le plan de la législation fédérale, mais qu'en attendant ces nouvelles dis-

positions au niveau du Code pénal suisse, on attire l'atten- tion des cantons sur les moyens dont ils disposent pour intervenir eux-mêmes au titre de l'article 335 CPS.

En résumé, votre commission vous recommande d'adopter à votre tour la motion du Conseil des Etats et de donner ainsi un mandat clair au Conseil fédéral, tout en marquant notre volonté de voir un frein mis à la diffusion d'une production filmique d'un apport culturel manifestement nul et d'une influence tout aussi évidemment nuisible.

Bundesrat Friedrich: Wie Frau Jaggi bereits gesagt hat, habe ich am 9. März 1983 im Ständerat die Bereitschaft erklärt, die Motion von Herrn Guntern entgegenzunehmen. Wir beabsichtigen, im Rahmen der sich im Gange befindli- chen Revision der Strafbestimmungen über die Sittlichkeit einen entsprechenden Artikel aufzunehmen. Diese Revision wird vermutlich Anfang bis Mitte nächsten Jahres dem Rate zugehen. Ich bitte Sie also meinerseits, die Motion zu unter- stützen.

Präsident: Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzu- nehmen. Wird sie aus der Mitte des Rates bekämpft? Das ist nicht der Fall.

Überwiesen - Transmis An den Bundesrat - Au Conseil fédéral

82.598

Motion Zbinden. Videofilme. Gewaltdarstellungen Vidéofilms. Scènes de violence

Wortlaut der Motion vom 30. November 1982

Der Bundesrat wird ersucht, den Räten eine Vorlage zur Revision des Strafgesetzbuches, des Zollgesetzes und even- tuell weiterer Gesetze zu unterbreiten, die im Sinne des Jugendschutzes die Einfuhr, die Herstellung, den Handel und jegliche Verbreitung von Videokassetten mit verrohen- den, jede Menschenwürde missachtenden Gewaltdarstel- lungen untersagt.

Texte de la motion du 30 novembre 1982

Le Conseil fédéral est prié de présenter aux Chambres un projet de révision du Code pénal, de la loi sur les douanes et, le cas échéant, d'autres lois encore; ce projet, visant à protéger la jeunesse, interdira l'importation, la fabrication, le commerce et toute diffusion de vidéo-cassettes comportant des scènes de violence et de brutalité qui constituent un outrage à la dignité humaine.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die rasante Entwicklung der elektromagnetischen Bildauf- zeichnung hat dazu geführt, das schon in kurzer Zeit ein respektabler Teil der Haushaltungen mit einem Videogerät ausgestattet sein wird, und dass dem Markt mit Videofilmen eine zunehmende Bedeutung in gesellschaftspolitischer Hinsicht zukommen wird. Die ersten negativen Auswirkun- gen der Videotechnologie bestehen in der Überflutung des Marktes mit Videofilmen, die mit ihrer widerlichen Darstel- lung von Horror, Gewalt und Unmenschlichkeit Abscheu erwecken und vor allem auf die Jugend verrohend wirken müssen. Bis anhin bestehen für Handel und Verleih von Videofilmen mit derartigen Gewaltdarstellungen keinerlei wirksame Einschränkungen. Unter diesen Umständen ist es dringend geboten, unverzüglich jene Rechtsgrundlagen zu schaffen, die zumindest die Jugend vor dem Kontakt mit derartigen Erzeugnissen zu schützen vermögen. Da die zur-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion des Ständerates (Guntern). Videofilme. Vertrieb Motion du Conseil des Etats (Guntern). Films vidéo. Circulation

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Dans

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Jahr

1983

Année

Anno

Band

IV

Volume

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Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

12

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 82.927

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 05.10.1983 - 08:00

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