Complaint inadmissible for non-payment of advance costs

ZK2 2018 13Altro tribunale1 mag 2018Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Canton Court of Schwyz treated the applicants’ filing as a complaint rather than an appeal because the lower court had only ruled on the admissibility of a revision request against an eviction order. The applicants failed to pay the ordered advance on costs even after a reminder, an additional deadline, and a final five-day grace period. The court therefore refused to enter into the complaint. It also ordered second-instance costs of CHF 300 against the applicants jointly and severally and awarded no party compensation.

Massima Omnilex

Art. 332 ZPO, Art. 101 Abs. 3 ZPO; treatment of a remedy against a decision refusing revision and consequence of non-payment of an advance on costs. A decision limited to the admissibility of revision is challengeable by complaint, not by appeal, where the lower court has not rendered a new substantive judgment. If the advance on costs is not paid within the original deadline and the subsequently granted final deadline, the appellate court must not enter into the remedy. In such a case, costs are allocated according to the outcome under Art. 106 Abs. 1 ZPO; absent an answer, no party compensation is awarded.

Testo completo

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 1. Mai 2018

ZK2 2018 13

Mitwirkend

Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin.

In Sachen

**1.**A.________, Gesuchsteller und Beschwerdeführer, **2.**B.________, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin, 3.****C.________,(ehemals: D.________), Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin,

gegen

E.________ AG, Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin F.________,

betreffend

Revision einer Mietausweisung

(Berufung [recte: Beschwerde] gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Einsiedeln vom 25. Januar 2018, ZES 2018 012);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln mit Verfügung vom 25. Januar 2018 ein Revisionsgesuch der Gesuchsteller betreffend die Verfügung ZES 2017 046 vom 8. Mai 2017, mit welcher die Ausweisung der Gesuchsteller aus der 4 ½-Zimmerwohnung an der G.________strasse xx in 8840 Einsiedeln angeordnet worden war, mangels Vorliegen von Revisionsgründen im Sinne von Art. 328 ZPO abgewiesen hat;

  • dass die Gesuchsteller diese Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Einsiedeln mit rechtzeitiger Berufung vom 29. Januar 2018 (Postaufgabe: 30. Januar 2018) anfechten;

  • dass der Entscheid über das Revisionsbegehren gemäss Art. 332 ZPO mit Beschwerde anfechtbar ist, das Rechtsmittel der Berufung entgegen der Ansicht der Gesuchsteller nicht greift, nachdem der Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln nur über die Zulässigkeit der Revision befunden und keinen neuen Entscheid in der Mietausweisungssache gefällt hat (vgl. Herzog, in: Basler Kommentar ZPO, 3. Auflage, N 1 + 1b zu Art. 332 ZPO; Freiburghaus Afheldt, in: Suttter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, N 10 ff. zu Art. 332 ZPO) und die Berufung somit als Beschwerde entgegenzunehmen ist;

  • dass die Gesuchsteller mit Kostenvorschussverfügung vom 2. Februar 2018 aufgefordert wurden, bis zum 19. Februar 2018 einen Kostenvorschuss im Betrage von Fr. 1‘000.00 zu leisten (KG-act. 3) und der Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist nicht bezahlt wurde;

  • dass den Gesuchstellern am 21. Februar 2018 eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 8. März 2018 gesetzt wurde (KG-act. 8), die Gesuchsteller den Kostenvorschuss nicht bezahlt und stattdessen am 7. März 2018 einen Sistierungsantrag gestellt haben (KG-act. 9), welcher mit Verfügung vom 8. März 2018 abgewiesen wurde, und den Gesuchstellern gleichzeitig eine Notfrist von 5 Tagen seit Zustellung der Verfügung zur Leistung des Kostenvorschusses gesetzt wurde (KG-act. 10);

  • dass alle Gesuchsteller die Verfügung vom 8. März 2018 am 9. März 2018 in Empfang genommen haben (vgl. Beilagen zu KG-act. 10) und der Kostenvorschuss auch innert der Notfrist nicht geleistet wurde;

  • dass somit androhungsgemäss und gestützt auf Art. 101 Abs. 3 ZPO auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

  • dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO den Gesuchstellern aufzuerlegen sind;

  • dass keine Beschwerdeantwort eingeholt wurde, weshalb keine Parteientschädigung zuzusprechen ist;

  • dass das Nichteintreten auf eine Beschwerde gestützt auf § 40 Abs. 2 JG in die Kompetenz des Präsidenten fällt;-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzlichen Kosten von Fr. 300.00 werden den Gesuchstellern unter solidarischer Haftung auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Beschwerde in Zivilsachen * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 17‘290.00. Es handelt sich um eine Mietsache.

4. Zufertigung an A.________ (1/R), B.________ (1/R), die C.________ (1/R), Rechtsanwältin F.________ (2/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtspräsident

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1. Mai 2018 kau

Parole chiave

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Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the filing had to be treated as a complaint rather than an appeal

Decisione estratta

The decision on the revision request was challengeable by complaint under Art. 332 ZPO; the submitted appeal was therefore treated as a complaint.

Motivazione estratta

The lower court decided only on admissibility of revision and did not issue a new eviction decision, so the ordinary appeal did not apply.

Questione giuridica chiave

Whether the complaint was admissible despite non-payment of the court cost advance

Decisione estratta

The complaint was inadmissible because the advance costs were not paid within the original deadline nor within the extended grace period.

Motivazione estratta

After a reminder and a final short deadline, the applicants still did not pay the CHF 1,000 advance; under Art. 101(3) ZPO the court had to refuse entry.

Questione giuridica chiave

Allocation of second-instance costs and party compensation

Decisione estratta

Court costs of CHF 300 were imposed jointly and severally on the applicants; no party compensation was awarded because no response was requested.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome under Art. 106(1) ZPO, and without a response there was no basis for compensation.

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