Complaint inadmissible for lack of reasoning

BEK 2019 46Altro tribunale17 apr 2019Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The complainant challenged the cantonal prosecution’s order not to open criminal proceedings against the accused for abuse of office, racial discrimination, and disloyal official conduct. The Cantonal Court of Schwyz held that even a lay complaint must, within the appeal time limit, engage with the reasons of the contested order and identify concrete facts showing why prosecution should have been initiated. Because the filing did neither, the court declined to enter into the complaint. The complainant was ordered to pay the appeal costs of CHF 400.

Massima Omnilex

Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 310 Abs. 1 StPO; admissibility of a complaint against a non-initiation order: even a lay submission must, within the statutory time limit, set out the relevant facts and at least in outline address the reasoning of the contested decision, so that it is apparent why the non-initiation order is said to be wrong. Mere references to an alleged underlying civil dispute do not suffice if they do not relate to the legal grounds of the refusal to prosecute. Where such reasoning is lacking, the appellate authority may declare the complaint inadmissible and impose the costs on the complainant (Art. 428 Abs. 1 StPO).

Testo completo

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 17. April 2019

BEK 2019 46

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Gerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch.

In Sachen

A.________, Strafanzeigeerstatter und Beschwerdeführer,

gegen

**1.**Kantonale Staatsanwaltschaft, Postfach 75, SSB, 8836 Bennau, Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwalt B.________, **2.**C.________, Beschuldigter und Beschwerdegegner,

betreffend

Nichtanhandnahme (Amtsmissbrauch, Rassendiskriminierung, ungetreue Amtsführung)

(Beschwerde gegen die Verfügung der kantonalen Staatsanwaltschaft vom 20. Februar 2019, SUB 2019 18);-

hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Am 20. Februar 2019 verfügte die kantonale Staatsanwaltschaft, keine Strafuntersuchung gegen C.________ durchzuführen. Dagegen beschwert sich der Strafanzeigeerstatter rechtzeitig beim Kantonsgericht mit der Begründung, die Staatsanwaltschaft behaupte irrtümlicherweise und wider besseres Wissen, ein Mietstreit sei Gegenstand der Strafanzeige, und ziehe es vor, auf Strafanzeigen von Ausländern nicht einzutreten. Letzteres komme einer Rechtsverweigerung gleich und sei in der Schweiz verboten.

2. Die Beschwerdemotive müssen auch in Laienbeschwerden, bis zum Ablauf der zehntägigen Beschwerdefrist (Art. 396 Abs. 1 StPO) so konkret dargetan sein, dass klar wird, welche rechtserheblichen Sachverhalte aus Sicht der beschwerdeführenden Person zu einer Anhandnahme der Strafanzeige hätten führen müssen resp. aus welchen Gründen die Nichtanhandnahme falsch sei (vgl. Art. 310 Abs. 1 StPO). Ebenso müssen sich die innert gesetzlicher Frist gemachten Ausführungen wenigstens ansatzweise auf die Begründung der angefochtenen Nichtanhandnahmeverfügung beziehen. Anträge indessen können insbesondere in Laieneingaben auch aus der Begründung hervorgehen (BGer 6B_280/2017 vom 9. Juni 2017 E. 2.2.2 mit Hinw.; BEK 2018 136-139 vom 13. Dezember 2018 E. 3 mit Hinw.).

3. Der Beschwerdeführer bezieht sich in seiner Beschwerde nicht auf die Begründung der angefochtenen Nichtanhandnahmeverfügung. Er umschreibt auch keinen konkreten Lebenssachverhalt, der grundsätzlich entgegen der angefochtenen Verfügung geeignet sein könnte, die gegen den Beschwerdegegner angezeigten Straftatbestände zu erhärten. Ob indirekt der Strafanzeige des Beschwerdeführers eine Mietstreitigkeit zugrunde liegt, ist nur tatsächlicher Ausgangspunkt und nicht Bestandteil der eigentlichen Begründung der Nichtanhandnahme in Bezug auf die angezeigten Straftatbestände. Daher ist mangels Begründung auf die Beschwerde präsidial kostenfällig nicht einzutreten (§ 40 Abs. 2 JG i.V.m. § 41 Abs. 1 JG; Art. 428 Abs. 1 StPO);-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 400.00 gehen zu Lasten des Beschwerdeführers.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R), den Beschwerdegegner (1/ES), die kantonale Staatsanwaltschaft (1/A) und die Oberstaatsanwaltschaft (1/R) sowie nach definitiver Erledigung an die kantonale Staatsanwaltschaft (1/R, mit den Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin

Der Gerichtsschreiber

Versand

17. April 2019 kau

Parole chiave

inadmissibilityreasoning requirementnon-initiation of proceedingscriminal complaintcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the complaint met the minimum reasoning requirements for an appeal against a non-initiation order.

Decisione estratta

No. The appellant failed to address the challenged order’s reasoning or set out a concrete factual basis showing why prosecution should have been opened.

Motivazione estratta

Even a lay complaint must, within the appeal period, explain the relevant facts and at least refer to the reasons of the contested decision. Here, the filing contained no sufficient challenge to the non-initiation order.

Questione giuridica chiave

Allocation of the costs of the appeal proceedings.

Decisione estratta

The appellant bears the costs.

Motivazione estratta

Because the complaint was not entered into for lack of reasoning, the appeal proceedings were charged to the appellant.

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