Existence minimum may yield to available assets

ZZ.1998.3Altro tribunale18 ago 1998Dismissed

Sintesi

In provisional measures within a divorce case, the appellant claimed that a direct wage deduction breached his subsistence minimum. The Obergericht held that the debtor's minimum subsistence is protected only where no assets exist. Since tax records showed liquid assets of more than CHF 90,000, the debtor could cover any shortfall from capital. The complaint was therefore dismissed.

Regest

Art. 145, 151 f., 177, 285 ZGB; direct wage deduction for maintenance and protection of the debtor's subsistence minimum. The rule that the maintenance debtor's subsistence minimum may not be encroached upon applies only where no assets are available. In determining maintenance obligations and the admissibility and extent of a direct salary attachment, the debtor's economic circumstances must be assessed as a whole; besides earned income, other income and assets, including securities yield and liquid capital, are relevant. If the debtor can cover the shortfall from assets, there is no unlawful infringement of the subsistence minimum (consid. 8).

Testo completo

Geschäftsnummer:** ZZ.1998.3**
Instanz:Zivilkammer
Entscheiddatum:19.08.1998
FindInfo-Nummer:O_ZK.2014.729
Titel:** Vorsorgliche Massnahmen, Existenzminimum und Vermögen**
Resümee:** Art. 145, 151 f., 177, 285 ZGB. Die Regel, wonach das Existenzminimum des Rentenschuldners nicht antastbar ist, gilt nur, wenn kein Vermögen vorhanden ist.**
SOG 1998 Nr. 3 ** Art. 145, 151 f., 177, 285 ZGB.** Die Regel, wonach das Existenzminimum des Rentenschuldners nicht antastbar ist, gilt nur, wenn kein Vermögen vorhanden ist. In einem Scheidungsprozess beruft sich ein Rentenschuldner auf BGE 123 III 1 ff. und behauptet eine Verletzung seines Notbedarfs. Aus den Steuerakten ergibt sich, dass er über liquides Vermögen von mehr als Fr. 90'000.- verfügen kann. Das Obergericht weist die durch den Schuldner erhobene Nichtigkeitsbeschwerde ab. Aus den Erwägungen: 8. Daraus erhellt, dass der Beschwerdeführer nach wie vor leistungsfähig ist. Auch wenn er, wie er behauptet, nur in der Lage sein sollte, aus seinem laufenden Einkommen Fr. 1'150.- (statt Fr. 1'750.-) zu bezahlen, erleidet er durch die angefochtene Verfügung keinen Mangel: Er kann die fehlenden Fr. 600.- pro Monat problemlos von seinem Vermögen nehmen. Die Rüge, der Vorderrichter verletze durch den Direktabzug sein Existenzrecht, ist haltlos. Der Beschwerdeführer übersieht, dass bei der Bemessung von Alimenten und bei der Beurteilung, ob ein direkter Lohnabzug vorgenommen werden darf und wenn ja in welcher Höhe, die wirtschaftlichen Verhältnisse als Ganzes zu prüfen sind. Nebst dem Lohneinkommen sind auch weitere Einnahmen, namentlich der Wertschriftenertrag und das Vermögen relevant. * Obergericht Zivilkammer, Urteil vom 19. August 1998*

Parole chiave

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