Mode of enforcement for deficiency claim after realization of pledged mortgage notes

ZZ.1993.15Altro tribunale25 mag 1993Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

C. AG had pledged owner mortgage notes to T. SA. After realization of the notes produced a loss, T. SA pursued the debtor for the deficiency and requested continuation in bankruptcy. The debtor complained that the creditor should first proceed by real-estate foreclosure. The supervisory authority dismissed the complaint. It held that the deficiency claim was no longer secured and could be pursued anew by ordinary debt collection leading to bankruptcy; the fact that the creditor had acquired the notes in the realization sale did not change the mode of enforcement for the deficiency claim.

Massima Omnilex

Art. 38 and Art. 158 SchKG; enforcement of a deficiency claim arising after realization of pledged mortgage notes: the claim resulting from the loss on realization is no longer covered by the pledge and may be pursued anew by debt collection with continuation to bankruptcy. The acquisition of the mortgage-note claims by the pledgee in the realization sale does not transform the ensuing deficiency claim into a claim subject to real-estate foreclosure. The objection of prior realization must, in principle, be raised against the payment order in due time; it cannot be revived where the payment order was correctly issued for realization of the pledged titles and no second payment order was served (consid. 1-3).

Testo completo

Geschäftsnummer:** ZZ.1993.15**
Instanz:Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
Entscheiddatum:26.05.1993
FindInfo-Nummer:O_SC.2015.22
Titel:** Betreibungsart**
Resümee:** Art. 38, 158 SchKG. Betreibungsart. Betreibung für eine Ausfallforderung, die aus der Verwertung von Eigentümerschuldbriefen resultiert, die der Gläubigerin zu Faustpfand begeben worden sind.**
SOG 1993 Nr. 15 ** Art. 38, 158 SchKG**.Betreibungsart. Betreibung für eine Ausfallforderung, die aus der Verwertung von Eigentümerschuldbriefen resultiert, die der Gläubigerin zu Faustpfand begeben worden sind. Die C. AG erwarb Grundbuch B. Nr. 511. Der Kauf wurde durch die T. SA finanziert. Die C. AG übergab der Darleiherin fünf Eigentümerschuldbriefe zu Pfand. Als sie mit den Zinszahlungen in Verzug geriet, wurde sie von der T. SA betrieben. Die Gläubigerin verlangte die Faustpfandverwertung der Schuldbriefe. In der Zwangsverwertung hat die T. SA die Schuldbriefe selber ersteigert. Weil sie zu Verlust kam, hat sie innert Monatsfrist (Art. 158 Abs. 2 SchKG) erneut betrieben. Das Betreibungsamt stellte der C. AG eine Konkursandrohung zu. Die C. AG erhob Beschwerde. Sie verlangte, die Konkursandrohung sei aufzuheben und die Gläubigerin auf den Weg der Grundpfandverwertung zu verweisen. Die Aufsichtsbehörde wies die Beschwerde ab. Aus den Erwägungen: 1. Wer ein Faustpfandrecht an einem Schuldbrief realisieren will, ist -- mangels einer besonderen vertraglichen Abrede -- auf die Betreibung auf Faustpfandverwertung verwiesen. In der Zwangsverwertung erlangt der Steigerer des Titels die Stellung eines Grundpfandgläubigers (Dieter Zobl, Probleme bei der Verpfändung von Eigentümerschuldbriefen, in ZBGR, 59. Jg. (1978), S. 21 l; Oftinger/Bär, Zürcher Kommentar, Band IV, Abt. 2c, Zürich 1981, N 125 zu Art. 901 ZGB, N 52 zu Art. 906 ZGB). 2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das beneficium excussionis realis durch Beschwerde gegen den Zahlungsbefehl geltend zu machen. Wird der Anspruch auf Pfandvorausverwertung nicht rechtzeitig angerufen, ist er verwirkt (BGE 101 III 18 ff.).Nun aber hatte die Schuldnerin keinerlei Veranlassung, sich über den Zahlungsbefehl zu beschweren, denn dieser lautete (korrekt) auf Faustpfandverwertung der begebenen Titel -- ist doch die T. SA erst nachträglich, durch die Verwertung der Schuldbriefe, zur Grundpfandgläubigerin geworden. Ein zweiter Zahlungsbefehl, der eine neue Beschwerdemöglichkeit eröffnet hätte, erging in der Folge nicht, weil die Gläubigerin nun die Fortsetzung innert der Monatsfrist von Art. 158 Abs. 2 SchKG verlangte. Es läge zwar in diesem Fall auf den ersten Blick nahe, die Einrede der Grundpfandvorausverwertung auch noch im Beschwerdeverfahren gegen die Konkursandrohung zuzulassen, es mithin gleich zu halten, wie wenn für eine bestimmte Forderung erst nachträglich ein Pfand bestellt worden wäre (vgl. BlSchK 1982, S. 222 ff.); dies wäre jedoch falsch. 3. Bei der Verwertung der ihr verpfändeten Titel hat die Gläubigerin einen Verlust erlitten und damit eine Ausfallforderung erlangt, die als solche nicht mehr pfandversichert ist. Sie kann für den Ausfall erneut betreiben; und dieses Verfahren ist auf Konkurs fortzusetzen. Dass die T. SA die Titel selber erworben hat und damit Gläubigerin einer in einem Wertpapier verbrieften, grundpfandversicherten weiteren Forderung geworden ist, ändert daran nichts (vgl. BGE 89 III 45).Wohl wäre diese auf dem Weg der Grundpfandverwertung einzutreiben -- sie bildet aber eben gerade nicht Gegenstand der vorliegenden Betreibung für die Forderung aus Pfandausfall. * Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs, Urteil vom 26. Mai 1993*

Parole chiave

debt enforcementpledge realizationmortgage notesdeficiency claimbankruptcy warningprior realizationmortgage foreclosure

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the creditor had to pursue the deficiency claim by real estate foreclosure rather than bankruptcy after realizing pledged mortgage notes.

Decisione estratta

No. The deficiency claim arising from the realization of the pledged mortgage notes was no longer secured and could be pursued anew by debt collection leading to bankruptcy.

Motivazione estratta

Upon realization of the pledged titles, the creditor suffered a loss and acquired a deficiency claim that is not itself covered by the pledge. The fact that the creditor became holder of the mortgage-note claims through purchase at the realization sale did not change the character of the present proceeding, which concerned only the deficiency claim.

Questione giuridica chiave

Whether the debtor could still invoke prior real-estate-foreclosure protection at the stage of the bankruptcy warning.

Decisione estratta

No. The debtor had no basis to complain about the payment order, which correctly sought realization of the pledged titles; the objection to prior real-estate-foreclosure was not available in this complaint phase.

Motivazione estratta

The right to insist on prior realization must be raised against the payment order in time. Here, the payment order was correct as issued, because the creditor only became the mortgage-note creditor after the later realization. No second payment order was issued, so the objection could not be revived against the bankruptcy warning.

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