Advertisement of medical services prohibited under SanV

ZZ.1991.28Altro tribunale27 mar 1991Dismissed

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Sintesi Omnilex

M. published ads under the pseudonym Koheguma stating that he had the ability to relieve or cure illnesses. He argued that this was not an announcement of medical assistance. The Obergericht, Criminal Chamber, held that the wording clearly advertised services reserved to medical professionals and therefore violated § 43 SanV. The cassation complaint was dismissed.

Massima Omnilex

§ 43 SanV; announcement of medical assistance by non-medical persons; interpretation of advertisement text. An advertisement is prohibited if, according to its wording and overall sense, it offers services that are typically reserved to physicians or other medical professionals. It is sufficient that the text addresses the public and presents the advertiser as able to relieve or cure diseases; no restrictive interpretation contrary to the clear wording is permissible. The absence of a responsible medical professional’s name confirms the illegality. A cassation complaint challenging this characterization is dismissed where the lower court’s reading is consistent with the plain meaning of the advertisement.

Testo completo

Geschäftsnummer:** ZZ.1991.28**
Instanz:Strafkammer
Entscheiddatum:28.03.1991
FindInfo-Nummer:O_ST.2015.85
Titel:** Sanitätsverordnung, Ankündung ärztlicher Hilfeleistung**
Resümee:§§ 43, 47 Sanitätsverordnung. Auskündung ärztlicher Hilfeleistung. Beurteilung eines Inseratetextes, in welchem jemand behauptet, die Begabung zu haben, Krankheiten zu lindern oder zu heilen.
SOG 1991 Nr. 28 **§§ 43, 47 Sanitätsverordnung.*Auskündung ärztlicher Hilfeleistung. Beurteilung eines Inseratetextes, in welchem jemand behauptet, die Begabung zu haben, Krankheiten zu lindern oder zu heilen. M. wurde vom Sanitäts-Departement angezeigt, weil er unter dem pseudonym "Koheguma" mehrmals Inserate veröffentlichte, in denen er behauptete, als einfacher Mann die Begabung zu haben, "Hilfesuchenden beizustehen, Krankheiten zu lindern oder zu heilen". M. bestritt weder, die Inserate publiziert zu haben, noch die Tatsache, dass er die Voraussetzungen der Medizinalperson im Sinne der Sanitätsverordnung (SanV) nicht erfüllte. Hingegen machte er geltend, in seinen Inseraten läge keine Auskündung ärztlicher Hilfeleistungen. Das Obergericht beurteilte diesen Einwand im Kassationsbeschwerdeverfahren wie folgt: Nach § 43 SanV ist die Auskündung ärztlicher Hilfeleistungen, die nicht auf den Namen einer verantwortlichen Medizinalperson lautet, verboten (Abs. 1 und 2).Das Sanitäts-Departement ist befugt, in allen Fällen mit Verdacht auf kurpfuscherische Propaganda und Tätigkeit die nötigen Massnahmen anzuordnen (Abs. 3). Zu entscheiden ist, ob die Vorinstanz dadurch, dass sie im Inseratetext das Auskünden ärztlicher Hilfeleistungen erblickte, das Gesetz unrichtig anwendete. In seinen Inseraten pries M. seine Hilfe einem breiteren Publikum an. Er behauptete von sich u.a., die Begabung zu haben, Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Damit ist eindeutig und klar ausgesagt, dass er Dienste anbot, wie sie sonst Ärzten oder andern Medizinalpersonen vorbehalten sind. Eine andere Interpretation lässt der Wortlaut nicht zu. Der Beschwerdeführer hat durch dieses Auskünden ärztlicher Hilfeleistung, ohne selber Medizinalperson zu sein, gegen § 43 SanV verstossen. Mithin kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz das Gesetz nicht richtig angewendet hätte. Die Kassationsbeschwerde ist deshalb abzuweisen. * Obergericht Strafkammer, Urteil vom 28. März 1991

Parole chiave

advertisingmedical servicesquackeryinterpretationpublic announcement

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Questione giuridica chiave

Whether the advertisement constituted an announcement of medical assistance under § 43 SanV.

Decisione estratta

Yes. The wording plainly offered services ordinarily reserved to physicians or other medical professionals.

Motivazione estratta

By advertising to the public that he had the gift to relieve or heal illnesses, the text unmistakably proposed medical services; no alternative interpretation was compatible with the wording.

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