Unentgeltliche legal aid does not replace spousal advance for counsel fees

ZZ.1977.3Altro tribunale16 ott 1977Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

In a divorce proceeding, the Amtsgerichtspräsident ordered the husband to pay the wife an advance of CHF 1,200 for attorney fees in monthly instalments and granted the wife legal aid, but only insofar as the costs were not covered by the husband. The husband appealed, claiming that the legal-aid grant removed his duty to provide the advance. The Obergericht dismissed the appeal, holding that legal aid does not displace the husband's marital duty of support and assistance, including the duty to advance counsel fees.

Massima Omnilex

Art. 145, Art. 159 Abs. 3 and Art. 160 Abs. 2 ZGB; legal aid and spousal duty of support: the grant of unentgeltliche Rechtspflege to the wife does not relieve the husband of his obligation to provide an advance on attorney fees. The procedural and constitutional right to legal aid neither limits nor extinguishes the husband's maintenance and assistance duties, which extend to litigation cost advances. In such situations, legal aid is to be restricted initially to court costs; the request for free legal representation is to be refused for the time being. If the advance cannot be recovered from the opposing party, full legal aid may later be granted retroactively from the date of the first application (consid. not specified).

Testo completo

Geschäftsnummer:** ZZ.1977.3**
Instanz:Zivilkammer
Entscheiddatum:17.10.1977
FindInfo-Nummer:O_ZK.2015.246
Titel:** Art. 145 ZGB, unentgeltliche Rechtspflege, eheliche Beistandspflicht**
Resümee:** Art. 145, Art. 159 Abs. 3, Art. 160 Abs. 2 ZGB. Der Anspruch der Ehefrau auf unentgeltliche Rechtspflege entbindet den Ehemann nicht von der Pflicht, der Frau einen Anwaltskostenvorschuss zu bezahlen.**
SOG 1977 Nr. 3 ** Art. 145, Art. 159 Abs. 3, Art. 160 Abs. 2 ZGB.*Der Anspruch der Ehefrau auf unentgeltliche Rechtspflege entbindet den Ehemann nicht von der Pflicht, der Frau einen Anwaltskostenvorschuss zu bezahlen. In einer Scheidungssache verfügte der Amtsgerichtspräsident, dass der Ehemann der Ehefrau einen Anwaltskostenvorschuss von Fr. 1200.-- zu leisten habe, zahlbar in monatlichen Raten von Fr. 150.--. Gleichzeitig gewährte der Gerichtspräsident der Ehefrau die unentgeltliche Rechtspflege, schränkte sie aber wie folgt ein: "Sie (die unentgeltliche Rechtspflege) gilt für die Kosten des eigenen Anwalts nur soweit, als diese nicht vom Beklagten bezahlt werden." Der Ehemann erhob gegen die Verfügung Rekurs. Er machte geltend, weil der Ehefrau die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt worden sei, sei er für den Anwaltskostenvorschuss nicht vorschusspflichtig. Das Obergericht wies den Rekurs ab. Es stellte fest, dass dem Ehemann auf Grund seiner finanziellen Verhältnisse die Leistung des Vorschusses zumutbar sei, und führte zum Einwand betreffend unentgeltliche Rechtspflege folgendes aus: Wie der Vorderrichter zutreffend ausführt, entbindet den Rekurrenten die seiner Frau gewährte unentgeltliche Rechtspflege nicht von seiner Unterhalts- und Beistandspflicht, wozu auch die Bezahlung eines Anwaltskostenvorschusses gehört. Weder schränkt der prozess- und verfassungsrechtliche Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege die Unterhalts- und Beistandspflicht des Ehemannes ein noch hebt er sie auf. Aus diesem Grund hat der Vorderrichter denn auch die der Ehefrau gewährte unentgeltliche Rechtspflege insofern beschränkt, als sie für die Kosten des Anwalts der Ehefrau nur gelte, sofern diese nicht vom Rekurrenten bezahlt werden. Indes ist in derartigen Fällen die unentgeltliche Rechtspflege auf die Gerichtskosten zu beschränken, das weitergehende Begehren auf unentgeltlichen Rechtsbeistand wird dagegen "zur Zeit abgewiesen". Werden die verfügten Raten des Anwaltsvorschusses von der Gegenpartei nicht bezahlt und sind sie auch auf dem Rechtsweg nicht einzutreiben, kann, auf entsprechendes Begehren, immer noch mit Wirkung ab Zeitpunkt des ersten -- "zur Zeit abgewiesenen" -- Gesuches die volle unentgeltliche Rechtspflege gewährt werden. * Obergericht Zivilkammer, Urteil vom 17. Oktober 1977

Parole chiave

legal aidspousal supportmaintenance dutyassistance dutyattorney-fee advancedivorce

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the wife's grant of legal aid relieves the husband of his duty to pay an advance on attorney fees.

Decisione estratta

No. The wife's entitlement to legal aid does not extinguish the husband's spousal support and assistance duty, which includes paying an advance for counsel fees.

Motivazione estratta

The constitutional and procedural right to legal aid does not limit or replace the husband's maintenance and assistance obligations. Legal aid may be restricted so that it covers only costs not paid by the husband; in such cases, legal aid should initially be limited to court costs, while broader legal representation is refused for the time being.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.