Permit requirement for caravans outside camping sites

VVGE 1971/75 Nr. 63Altro tribunale16 nov 1971Confirmed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Regierungsrat clarified that a caravan placed for an extended period at a fixed location, in effect as a substitute for a small holiday house, is treated as a movable structure and therefore requires a permit. The cantonal Polizeidirektion is competent to receive and decide such applications for caravans outside public camping sites. For longer placements, permits should be granted only exceptionally, on proof of a special need, and only after consultation with the relevant local municipalities. Authorization additionally presupposes proper disposal of wastewater and refuse and compatibility with landscape protection.

Massima Omnilex

Art. 3 and 4 BauG; permit requirement for caravans outside public camping sites. A caravan intended to remain at one fixed place for a longer period, especially during the summer season as a substitute for a small holiday house, is to be qualified as a movable structure subject to building-control rules by analogy. Competence for authorizing caravans outside official camping sites lies with the cantonal police directorate; the application must be lodged there. For placements exceeding one month, authorization is exceptional and requires a special need, prior consultation of the relevant local municipality, and compliance with sanitary and landscape-protection requirements, in particular secure wastewater and refuse disposal and non-disturbance of the landscape (consid. 1-3).

Testo completo

Entscheidpublikation VVGE 1971/75 Nr. 63, S. 66:

Art. 3 BauG.

Bewilligungspflicht für das Aufstellen von Wohnwagen.

Entscheid des Regierungsrates vom 16. November 1971 (Nr. 936).

In Fällen, da der Wohnwagen auf längere Zeit, d.h. während der Sommersaison gleichsam als Ersatz für ein Klein-Ferienhaus an einem bestimmten Ort aufgestellt werden will, muss dieser als Fahrnisbaute taxiert werden und folglich für dessen Bewilligung Art. 4 BauG analog angewendet werden. Demnach darf eine Bewilligung nur erteilt werden, wenn eine ordnungsgemässe Beseitigung der Abwässer und Abfälle garantiert ist und der Wagen überdies das Landschaftsbild nicht stört.

Vom Gesichtspunkt des Natur- und Heimatschutzes aus ist es heute, da die Zahl der Wohnwagen und Mobil-Heime von Jahr zu Jahr stark zunimmt, geradezu unerlässlich geworden, solche Wohnwagen nicht mehr vereinzelt an einem beliebigen Ort aufstellen zu lassen, sondern in Kolonien zusammenzufassen. Alles andere führt bei dieser Zunahme von Wohnwagen unweigerlich zu einer Störung unserer Landschaft. Es wird daher Aufgabe der Gemeinden sein, im Rahmen der Ortsplanung Gebiete vorzusehen, die für solche Wohnwagen-Kolonien geeignet sind und eigens für diesen Zweck ausgeschieden werden, wie dies meistenorts bereits geschehen ist. Hinzu kommt, dass auch vom Standpunkt des Gewässerschutzes aus nur bei einer solchen Konzentration der Wohnwagen auf bestimmte, eigens dafür reservierte Gebiete eine genügende Kontrolle der erforderlichen sanitären Einrichtungen und der Abwasserbeseitigung gewährleistet wird.

Die Frage der Zuständigkeit zur Bewilligung von Wohnwagen, die ausserhalb der öffentlichen Campingplätze aufgestellt werden, war bisher nicht klar beantwortet. Zweifel bestanden namentlich darüber, ob in Fällen, da der Wohnwagen an einem bestimmten Ort für eine unbestimmte, längere Dauer gleichsam als Ersatz für ein Ferienhaus aufgestellt wird und daher einer Fahrnisbaute sehr nahe- oder gleichkommt, die örtliche Baupolizeibehörde die Bewilligung zu erteilen hat oder die Polizeidirektion. Zwar bestehen hierüber Weisungen des Regierungsrates vom 19. Juni 1967, doch ist es angezeigt, bei dieser Gelegenheit die Zuständigkeitsfrage klar zu beantworten.

Gemäss dem bereits erwähnten Regierungsratsbeschluss betreffend die Errichtung und den Betrieb öffentlicher Zeltplätze ist die Polizeidirektion zuständig für die Bewilligung des Aufstellens von Wohnwagen ausserhalb offizieller Campingplätze. Daraus folgt, dass das Aufstellen eines Wohnwagens ausserhalb der öffentlichen Campingplätze in jedem Fall einer Bewilligung der kantonalen Polizeidirektion bedarf. Ein entsprechendes Gesuch ist somit in jedem Fall bei der Polizeidirektion einzureichen. Nach den erwähnten regierungsrätlichen Weisungen werden solche Bewilligungen von der Polizeidirektion auf einen Monat erteilt. Verlangt der Gesuchsteller eine Bewilligung für länger als einen Monat, oder will er nach Ablauf eines Monats die Bewilligung verlängern, so hat die Polizeidirektion dem Gesuch nur in Ausnahmefällen, d.h. bei Vorliegen eines besondern Bedürfnisses und in jedem Fall nur nach Rücksprache mit den betreffenden Einwohnergemeinden oder Ortseinwohnergemeinden stattzugeben. Die Rücksprache mit den örtlichen Polizeibehörden ist deshalb notwendig, weil solche für längere Zeit aufgestellte Wohnwagen Fahrnisbauten gleichkommen, für welche nach geltender Praxis eine Baubewilligung nach Art. 3 BauG erforderlich ist. Es braucht in solchen Fällen somit das Zusammenwirken zweier Behörden, nämlich der örtlichen Baubewilligungsbehörde und der kantonalen Polizeidirektion, welche letztere in jedem einzelnen Fall den erstinstanzlichen Entscheid gemäss Art. 1 bis des einschlägigen Regierungsratsbeschlusses zu fällen hat, womit eine einheitliche kantonale Praxis erst ermöglicht wird.

Parole chiave

caravansbuilding permitzoninglandscape protectionwater protectionmunicipal consultationcompetencemovable structure

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether a caravan placed for a longer period outside a public camping site requires a permit from the cantonal police directorate.

Decisione estratta

Yes. Such placement always requires a permit from the cantonal police directorate, and the application must be filed there.

Motivazione estratta

A caravan placed for an extended period at a fixed location is treated as a movable structure. Under the applicable practice, permission for caravans outside public camping sites falls within the cantonal police directorate's competence.

Questione giuridica chiave

Which conditions govern authorization for a caravan used as a seasonal substitute for a small holiday house.

Decisione estratta

A permit may be granted only if proper disposal of waste water and refuse is ensured and the caravan does not disturb the landscape.

Motivazione estratta

From the standpoint of nature conservation, landscape protection, and water protection, caravans should be concentrated in specially designated areas rather than scattered individually. For longer placements, coordination with local municipalities is required.

Questione giuridica chiave

Whether the competent authorities must cooperate for caravans placed for more than one month.

Decisione estratta

Yes. In such cases the police directorate should grant permits only exceptionally, for a special need, and only after consultation with the relevant local municipality.

Motivazione estratta

Longer-term caravans are akin to movable buildings and therefore require both local building-permit assessment and cantonal police approval, ensuring a uniform cantonal practice.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.