Garage in spa zone not zoned compliant

R 2008 30Altro tribunale24 giu 2008Dismissed

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Sintesi Omnilex

The applicant sought judicial approval of a garage for a house located in a spa-use zone. The municipal building authority refused the permit because the site lies in a zone reserved for spa-related facilities. The administrative court held that the garage would serve a private dwelling and not any permitted spa operation or staff accommodation, so the project was not zoned compliant. The applicant’s alternative argument based on the lack of another site failed because no exception permit had been requested from the municipality, leaving that question outside the appeal. The appeal was dismissed and costs were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Arts. 69–70 BG; zoning compliance of auxiliary structures in a spa-use zone; an accessory building to a private dwelling is not permissible where the zone is reserved for sanatoria, mountain clinics, and facilities serving patients, carers, visitors, staff, or spa operations. A building authority or reviewing court may not decide on an exception permit that was never requested and on which the municipality has not ruled. Art. 78(2) VRG: public bodies prevailing in the exercise of official functions are ordinarily denied party compensation (consid. 1–2).

Testo completo

R 08 30

4. Kammer

URTEIL

vom 24. Juni 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baugesuch

1. Mit Gesuch vom 12. September 2007 reichte … ein Baugesuch für den Neubau einer Garage beim …, Geb.Assek.Nr. 321 auf Parzelle 6858, … ein. Mit Verfügung vom 11. März 2008 wies die Baubehörde das Gesuch ab, da sich der Baustandort der Garage in der Zone für Kurbetriebe befinde, wo einem Privathaus dienende Anlagen nicht zulässig seien.

2. Dagegen erhob … am 29. April 2008 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und das Baugesuch zu bewilligen. Er macht geltend, im vorliegenden Fall diene die Doppelgarage mit Nebenraum dem Sitz des Verwaltungsratspräsidenten des Komplexes in der Kurbetriebszone. Er gelte also in einem weiteren Sinne als Personal des Kurbetriebes. Es sei also ohne weiteres möglich, diese Garage mit Nebenraum zu bewilligen. Sie sei zonenkonform.

3. Die Gemeinde beantragte mit gleicher Begründung wie schon im angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die Zone für Kurbetriebe gemäss Art. 69 des kommunalen Baugesetzes (BG), in welcher der vorgesehene Standort der Garage unbestritten liegt, ist für Sanatorien, Höhenkliniken und ähnliche Einrichtungen bestimmt. In der Zone für Kurbetriebe sind laut Art. 70 BG alle Bauten mit Nutzungen zulässig, die der Unterkunft der Patienten, ihrer Betreuer, ihrer Besucher und des Personals sowie dem Betrieb der Kureinrichtungen dienen (Therapieräume, Hallenbäder, Wäschereien, Küchen usw.). Das so genannte Ärztehaus dient dem Beschwerdeführer als Wohnhaus und hat insoweit einen rein privaten Zweck, der in keinerlei Zusammenhang mit dem Betrieb der Klinik steht. Die geplante Garage soll nun als Abstellplatz für dieses Wohnhaus dienen. Sie ist damit offensichtlich in der Zone für Kurbetriebe nicht zonenkonform, wie die Gemeinde völlig zu Recht angenommen hat. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer Verwaltungsratspräsident einer Immobiliengesellschaft ist, die Eigentümerin des Klinikkomplexes ist. Das macht ihn nicht zu einem Angestellten der Klinik. Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen geltend macht, es bestehe kein anderer Standort für die Garage, wäre es an ihm gewesen, schon bei der Gemeinde ein entsprechendes Gesuch für eine Ausnahmebewilligung einzureichen. Da er dies unterlassen hat und die Gemeinde somit keinen Entscheid über eine Ausnahmebewilligung gefällt hat, kann dies auch nicht Gegenstand im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht sein. Die Beschwerde ist infolgedessen abzuweisen.

2. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten des Beschwerdeführers.

Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen, besteht vorliegend kein Anlass.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

  • aus einer Staatsgebühr von

Fr.

3'000.--

  • und den Kanzleiauslagen von

Fr.

104.--

zusammen

Fr.

3'104.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

Parole chiave

zoning compliancespa-use zonebuilding permitexception permitprivate dwellingcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the planned garage is zoned compliant in the spa-use zone

Decisione estratta

No. The garage serves a private dwelling and does not serve the operation or accommodation purposes permitted in the spa-use zone.

Motivazione estratta

Arts. 69 and 70 BG limit the spa-use zone to sanatoria, mountain clinics, and similar facilities and to buildings serving patients, carers, visitors, staff, and spa operations. The proposed garage is only an accessory to a private residence and therefore falls outside the permitted uses.

Questione giuridica chiave

Whether the appeal could lead to approval on the basis that no other garage location exists and an exception should be granted

Decisione estratta

No. An exception permit had not been requested from the municipality, so the court could not rule on it in this appeal.

Motivazione estratta

The applicant should have filed an exception request already before the municipality. Because no municipal decision on an exception existed, the issue was not before the administrative court.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs and party compensation

Decisione estratta

The appellant bears the court costs; no party compensation is awarded to the municipality in its official capacity.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome. Under Art. 78(2) VRG, public bodies that prevail in their official capacity are normally not granted party compensation.

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