Hourly rate for legal aid organizations' compensation

PVG 2010 31Altro tribunale31 dic 2010Modified

Sintesi

The Administrative Court held that attorneys working for charitable legal aid organizations are not entitled to the full private-lawyer hourly tariff. Relying on its own practice and Federal Supreme Court case law, it set the applicable rate at CHF 160 per hour. On that basis, it reduced the claimed out-of-court compensation to CHF 1,694.90 including VAT and expenses, rather than the higher amount billed by the organization’s lawyer.

Regest

Art. 61 lit. g ATSG; aussergerichtliche Parteientschädigung an Hilfsorganisationen und Organisationen des Rechtsschutzes; Anwälte, die innerhalb einer gemeinnützigen Organisation tätig sind, sind entschädigungsrechtlich nicht den freiberuflich tätigen Rechtsanwälten gleichzustellen. Mangels Gewinnabsicht, wegen der Pflicht zur Kostendämpfung und des fehlenden vollen Unternehmerrisikos ist eine Kürzung des Stundenansatzes sachlich gerechtfertigt. Innerhalb des bundesrechtlichen Rahmens von ca. Fr. 130.– bis Fr. 180.– pro Stunde bleibt die konkrete Bemessung dem kantonalen Recht bzw. der kantonalen Praxis überlassen (vgl. insb. die vom Gericht angeführten Grundsätze und BGE/Urteile in den Erwägungen).

Testo completo

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Ausseramtliche Entschädigung. Stundenansatz für Hilfs- organisationen oder Rechtsschutzversicherungen.

  • Vor dem Verwaltungsgericht beträgt der aktuelle Stun- denansatz für Hilfsorganisationen oder Rechtsschutz- versicherungen****Fr. 160.–.

Ripetibili. Indennità oraria per le organizzazioni di auto- aiuto o le assicurazioni di protezione giuridica.

  • **Davanti alTribunale amministrativo le organizzazioni diautoaiuto ele assicurazionidi protezionegiuridica hanno dirittoattualmente adun’indennità orariadi fr.**160.–.

Erwägungen:

Die Vorinstanz hat den durch den Invaliden-Verband, Pro-

cap Schweiz, Rechtsanwältin C., vertretenen Beschwerdeführer nach Art. 61 lit. g ATSG zudem aussergerichtlich noch zu entschä- digen, wobei auf die dazu eingereichte Honorarnote vom 22.02.2010 (reduziert auf einen Aufwandstundenansatz von Fr. 160.– anstatt Fr. 200.–) abgestellt werden kann, was eine Parteient- schädigung von insgesamt noch Fr. 1694.90 inklusive Mehrwert- steuer (Aufwand 8,72 Std. x Fr. 160.– = Fr. 1395.20 plus Aus- lagen Fr. 180.– [= Fr. 1575.20] und 7,6% MWST [auf Fr. 1575.20 =

Fr. 119.70]; zusammen Fr. 1694.90) ergibt. Die gemäss Honorarnote der Procap-Anwältin ausgewiesenen Kosten ( Fr. 2070.20) werden damit der Vorinstanz nicht in vollem Umfang zur Entschädi- gung auferlegt. Dies entspricht der Praxis des Verwaltungsge- richts, wonach Anwälten, die innerhalb einer Hilfsorganisation tätig sind, nicht der volle Anwaltstarif entschädigt wird, weil ihre Arbeitssituation von derjenigen der selbständigen Anwälte ab- weicht und ihnen strukturbedingte Einsparungen möglich sind (VGU S 09 127 E. 3a, S 07 118). Auch das Bundesgericht hat fest- gehalten, dass von Bundesrechts wegen keine generelle entschä- digungsrechtliche Gleichstellung zwischen einer gemeinnützigen Organisation und freiberuflich tätigen Anwälten verlangt sei. So habe die gemeinnützige Organisation keine Gewinnabsicht und sie müsse die Selbstkosten möglichst gering halten. Ferner müss- ten die Anwälte solcher Organisationen nicht das volle unterneh- merische Risiko tragen. Zur Höhe der Entschädigung führte das Bundesgericht aus, dass der bundesrechtliche Entschädigungs- rahmen bei einer gemeinnützigen Organisation zwischen Fr. 130.– und Fr. 180.– pro Stunde anzusetzen sei. Dies schliesse eine Ge-

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winnerzielung der Organisation weitgehend aus und sichere die Kostendeckung. In diesem Rahmen sei die Festsetzung des Ho- norars Sache des Kantons (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_415/2009 vom 12.08.2009, E. 5.4; Bundesgerichtsurteil 9C_688/2009 vom 19.11.2009, E. 5).

S 09 152Urteil vom 11. März 2010

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Parole chiave

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