Non-entry for failure to pay cost advance in social insurance appeal

c-75-2008Tribunale amministrativo federale / 3a divisione12 nov 2008Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The appellant challenged the IVSTA’s refusal of an invalidity pension. After being ordered to designate a Swiss service address, she stated that she could not do so and requested direct service. The court rejected that request, held that no Swiss service domicile had been designated, and proceeded by publication. It then ordered a CHF 300 cost advance, warned of non-entry, and found that the advance was not paid in time. The Federal Administrative Court therefore did not enter into the appeal, waived court costs, and denied party compensation.

Massima Omnilex

Art. 11b Abs. 1 VwVG; Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG; cost advance and service by publication in federal administrative proceedings: a party domiciled abroad who is required to designate a service address in Switzerland must comply within the set time limit; failing this, service may validly be effected by publication. If a duly ordered cost advance is not paid despite an express warning, the appeal is inadmissible and the court may not enter into the merits. Where the proceedings end in non-entry, court costs may be waived and no party compensation is due (consid. on service domicile, advance payment and legal consequences of default).

Testo completo

BVGer C-75/2008

Entscheiddatum: 12.11.2008Publikationsdatum: 21.11.2008

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung III

C-75/2008

{T 0/2}

Urteil vom 12. November 2008

Besetzung

Einzelrichter Beat Weber,

Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

Parteien

J._______, ohne Zustelldomizil in der Schweiz,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,

avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,

Vorinstanz.

Gegenstand

Anspruch auf Invalidenrente; Einspracheentscheid der IVSTA vom 2. November 2007.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (Vorinstanz) mit Verfügung vom 2. November 2007 die Einsprache von J._______ abgewiesen und die Verfügung vom 17. März 2006 bestätigt hat, wonach das Leistungsbegehren wegen Fehlens der versicherungsmässigen Anspruchsvoraussetzungen abgewiesen wurde,

dass J._______ (Beschwerdeführerin) diese Verfügung mit Beschwerde vom 29. Dezember 2007 (Poststempel) beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass sich die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts gemäss Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32), sofern wie hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist, sowie gemäss Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) ergibt,

dass die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 31. März 2008 aufgefordert wurde, innert 30 Tagen nach Erhalt in der Schweiz ein Zustelldomizil zu bezeichnen, ansonsten weitere Zustellungen auf dem Ediktalweg durch Publikation im Schweizerischen Bundesblatt erfolgen werden, mit der Wirkung, dass angenommen werde, die Beschwerdeführerin habe von Gesetzes wegen von der Publikation Kenntnis genommen,

dass diese Verfügung der Beschwerdeführerin am 2. Juni 2008 auf diplomatischem Weg zugestellt wurde (vgl. Bestätigung der Schweizerischen Botschaft in Serbien, Belgrad, vom 9. Juli 2008),

dass die Beschwerdeführerin mit Fax-Eingabe vom 9. Juni 2008 mitgeteilt hatte, es sei ihr nicht möglich, ein Zustelldomizil in der Schweiz zu bezeichnen, weshalb sie um direkte Zustellung ersuche,

dass das Gesuch der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 11b Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) abzulehnen und somit festzustellen ist, dass diese innert der gesetzten Frist kein Zustelldomizil in der Schweiz bezeichnet hat,

dass somit androhungsgemäss weitere Zustellungen auf dem Ediktalweg erfolgen,

dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 12. September 2008 aufgefordert wurde, innert 30 Tagen ab Veröffentlichung dieser Verfügung im Bundesblatt einen Kostenvorschuss von Fr. 300.- zu bezahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,

dass die Beschwerdeführerin innert der gesetzten Frist den Kostenvorschuss nicht geleistet hat,

dass somit androhungsgemäss sowie im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet wird (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ,

dass keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Dieses Urteil geht an:

die Beschwerdeführerin (Ediktalweg; Notifikation im Bundesblatt)

die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Gerichtsurkunde)

das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Parole chiave

invalidity insurancenon-entrycost advanceservice addresspublication serviceparty compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the claimant had to designate a service address in Switzerland and whether direct service could be granted.

Decisione estratta

The request for direct service was rejected; the claimant did not designate a Swiss service address within the deadline.

Motivazione estratta

Under Art. 11b(1) VwVG, the party had to appoint a service address in Switzerland. Since she did not do so, subsequent service by publication was to follow as warned.

Questione giuridica chiave

Whether the appeal had to be entered into despite non-payment of the cost advance.

Decisione estratta

No entry was made into the appeal because the CHF 300 advance was not paid within the prescribed period.

Motivazione estratta

The advance was ordered with a clear warning that failure to pay would lead to non-entry. The condition was not met, so the appeal had to be rejected procedurally in single-judge proceedings.

Questione giuridica chiave

Whether court costs or party compensation should be awarded.

Decisione estratta

No court costs and no party compensation were awarded.

Motivazione estratta

Given the outcome of the proceedings, the court waived procedural costs and denied any party compensation.

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