Appeal struck out as moot after reconsideration

c-5460-2012Tribunale amministrativo federale / 3a divisione21 giu 2013Other

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Sintesi Omnilex

A.________ AG appealed a BAG decision setting a new specialty-list price for a medicine. While the appeal was pending, BAG reconsidered its decision and issued a new ruling, and the appellant expressly waived any challenge to that new decision. The Federal Administrative Court held that the dispute had become entirely moot and struck the case off the roll. It exceptionally waived court costs, ordered the CHF 4,000 advance on costs to be refunded after finality, and denied party compensation because the appellant had expressly waived it.

Massima Omnilex

Art. 58 Abs. 3 VwVG; Art. 23 Abs. 1 lit. a VGG; mootness after reconsideration decision: if the administrative authority reconsiders and replaces the challenged decision, the appeal continues only to the extent that a justiciable interest remains. Where the appellant expressly and unconditionally renounces any challenge to the new decision, the case becomes entirely moot and is to be struck off ex officio. In such circumstances, the court may exceptionally waive costs; a paid cost advance is to be refunded if no costs are levied. Party compensation is denied where it is waived and no grounds justify an award.

Testo completo

BVGer C-5460/2012

Entscheiddatum: 21.06.2013Publikationsdatum: 05.07.2013

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IIIC-5460/2012

Abschreibungsentscheid vom 21. Juni 2013 Besetzung Einzelrichter Vito Valenti,Gerichtsschreiberin Madeleine Keel. Parteien A._______ AG, vertreten durch Dr. iur. Thomas Eichenberger und MLaw Claudio Helmle, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Gesundheit BAG, Schwarzenburgstrasse 165, 3003 Bern, Vorinstanz . Gegenstand Spezialitätenliste, B._______ (Name Medikament), dreijährige Überprüfung der Aufnahmebedingungen, Verfügung vom 26. September 2012.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das Bundesamt für Gesundheit BAG (im Folgenden auch: Vorinstanz) mit Verfügung vom 26. September 2012 den Spezialitätenlistenpreis für das Medikament B._______ der A._______ AG (im Folgenden: Beschwerdeführerin), per 1. November 2012 neu festgesetzt hat,

dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung mit Beschwerde vom 18. Oktober 2012 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass die Vorinstanz mit Wiedererwägungsverfügung vom 14. Juni 2013 ihren Entscheid vom 26. September 2012 aufgehoben und in der Sache einen neuen Entscheid gefällt hat,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. Juni 2013 mitgeteilt hat, sie verzichte vorbehaltlos und definitiv auf die Anfechtung der Verfügung vom 14. Juni 2013, sodass die vorliegende Streitsache infolge Wegfalls des Anfechtungsobjekts als gegenstandslos abgeschrieben werden könne,

dass die Beschwerdeführerin das entsprechende Schreiben an das BAG vom 17. Juni 2013, worin sie diesem mitteilt, dass sie die neu verfügten Preissenkungen per 1. Juli 2013 anerkenne und darauf verzichte, gegen die Wiedererwägungsverfügung ein Rechtsmittel zu ergreifen, ihrer Eingabe beigelegt hat,

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Spezialitätenliste vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprünglichen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann,

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG),

dass die Beschwerdeführerin durch den Verzicht auf die Anfechtung der Wiedererwägungsverfügung jedoch klar zum Ausdruck bringt, dass sie an der Fortsetzung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens kein Interesse mehr hat und dieses also vollumfänglich gegenstandslos geworden ist,

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG),

dass auf die Erhebung von Verfahrenskosten ausnahmsweise zu verzichten ist (Art. 63 Abs. 1 letzter Satz VwVG und Art. 6 lit. b VGKE),

dass der Beschwerdeführerin der bereits geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 4'000.- zurückzuerstatten ist,

dass die Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 18. Juni 2013 ausdrücklich auf eine Parteientschädigung verzichtet hat,

dass unter diesen Umständen keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 und Art. 15 VGKE).

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

  2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 4'000.- wird dieser nach Eintritt der Rechtskraft der vorliegenden Abschreibungsverfügung zurückerstattet.

  3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

  4. Dieser Entscheid geht an:

  •    die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahlad-resse)
    
  •    die Vorinstanz (Ref-Nr.; B.\_\_\_\_\_\_\_; Gerichtsurkunde)
    
  •    das Eidgenössische Departement des Innern
    

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Vito Valenti Madeleine Keel

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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Parole chiave

mootnessreconsiderationadministrative appealcourt costscost advanceparty compensationspecialty listprice fixation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal had become moot after the authority issued a reconsideration decision and the appellant withdrew its challenge

Decisione estratta

The appeal was fully moot because the challenged decision was replaced and the appellant expressly renounced any further appeal against the reconsideration decision.

Motivazione estratta

Under Art. 58 VwVG, the appellate proceedings continue only insofar as the new decision does not render them moot. Here, the appellant's unconditional waiver showed no remaining interest in continuation, so the case had to be struck out.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged

Decisione estratta

No court costs were imposed exceptionally.

Motivazione estratta

Given the mootness by reconsideration and the circumstances of the case, the court waived costs under the cited provisions.

Questione giuridica chiave

Whether the advance on costs of CHF 4,000 should be refunded

Decisione estratta

The advance on costs must be refunded after the decision becomes final.

Motivazione estratta

Since no costs were levied, the paid advance had to be returned to the appellant upon entry into force.

Questione giuridica chiave

Whether a party compensation should be awarded

Decisione estratta

No party compensation was awarded.

Motivazione estratta

The appellant expressly waived compensation, and no award was justified in the circumstances.

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