Appeal inadmissible for failure to cure deficiencies

c-2791-2014Tribunale amministrativo federale / 3a divisione20 giu 2014Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X.________, represented by the Comité de protection des travailleurs frontaliers européens, challenged an IVSTA decision refusing to enter into his disability pension claim. The Federal Administrative Court ordered him to cure the appeal's formal defects by submitting a proper statement of prayers and reasons within five days, but the later filing only mentioned a forthcoming rheumatology appointment and did not comply. The court therefore did not enter into the appeal in single-judge proceedings. It also waived court costs and denied party compensation.

Massima Omnilex

Art. 52 VwVG; Art. 23 Abs. 1 lit. b VGG; non-entry for uncured defects in the appeal submission. If, after a formal cure order, the appellant fails to file within the prescribed period an appeal satisfying the statutory requirements as to prayers for relief and reasoning, the appeal is not entered into. A submission announcing further evidence without remedying the formal deficiencies does not suffice. Where, in the circumstances, imposing court costs would be disproportionate, they may be waived under Art. 6 lit. b VGKE; if the appeal is not entertained, no party compensation is awarded under Art. 7 Abs. 3 VGKE.

Testo completo

BVGer C-2791/2014

Entscheiddatum: 20.06.2014Publikationsdatum: 30.06.2014

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IIIC-2791/2014

Urteil vom 20. Juni 2014 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti,Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner. Parteien X._______, Frankreich, vertreten durch Comité de protection des travailleurs frontaliers européens, 3, route de Mulhouse, FR-68190 Ensisheim ,Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz . Gegenstand Invalidenrente, Verfügung der Vorinstanz vom 17. April 2014.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Invalidenversicherungsstelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) mit Verfügung vom 17. April 2014 auf das Leistungsbegehren von X._______ nicht eintrat (act. 2),

dass X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer), vertreten durch das Comité de protection des travailleurs frontaliers européens (im Folgenden: comité de protection), mit Eingabe vom 15. Mai 2014 an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und erklärte, er lege "Widerspruch gegen den bisherigen Bescheid" ein und reiche hierzu einen Arztbericht ein (act. 1),

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 31. i.V.m. Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]),

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 27. Mai 2014 aufgefordert wurde, innert 5 Tagen ab Erhalt der Verfügung eine den Anforderungen von Art. 52 VwVG genügende Beschwerdeschrift einzureichen, insbesondere Rechtsbegehren zu stellen (Art. 52 Abs. 2 VwVG) und diese zu begründen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (act. 3),

dass diese Verfügung dem comité de protection gemäss Rückschein am 31. Mai 2014 zugestellt wurde (act. 4),

dass das comité de protection mit Eingabe vom 3. Juni 2014 zur Kenntnis gab, der Beschwerdeführer habe am 21. Juli 2014 einen Termin beim Rheumatologen und die Zustellung des entsprechenden Arztberichtes in Aussicht stellte,

dass diese Eingabe der angeforderten Beschwerdeverbesserung nicht entspricht, und auch innerhalb der auferlegten Frist keine solche eingegangen ist,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn, wie im konkreten Fall, Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-zusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn, wie im konkreten Fall, Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-zusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

  3. Dieses Urteil geht an:

  •    den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
    
  •    die Vorinstanz (Ref-Nr. \_\_\_\_\_\_)
    
  •    das Bundesamt für Sozialversicherungen
    

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Susanna Gärtner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand:

Parole chiave

social insurancedisability pensionnon-entryformal requirementscure ordercourt costsparty compensation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal satisfied the formal requirements of Art. 52 VwVG after the court's cure order.

Decisione estratta

No. The filing did not contain the required prayers and reasoning, and no sufficient corrected appeal was submitted in time.

Motivazione estratta

The appellant was expressly warned that failure to submit a compliant appeal within five days would lead to non-entry. The later submission only announced a future medical report and did not remedy the deficiencies.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged and whether party compensation is due.

Decisione estratta

No costs were imposed and no party compensation was awarded.

Motivazione estratta

Given the circumstances of the case, it was disproportionate to impose costs. Because the appeal was not entered into, no compensation to the appellant was due.

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