Invalidity pension revision: case remanded for further medical assessment

c-2783-2012Tribunale amministrativo federale / 3a divisione23 ott 2012Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The claimant challenged an IVSTA decision terminating her disability pension after a revision. The respondent agreed in its submission that the file was incomplete and requested remittal for a bidisciplinary assessment. The Federal Administrative Court found the medical record insufficient, especially regarding psychiatric and locomotor issues, upheld the appeal, set aside the decision of 19 April 2012, and remanded the case for further investigation and a new decision. No court costs or party compensation were awarded.

Massima Omnilex

Art. 49 lit. b, 61 Abs. 1, 63 Abs. 1 and 64 Abs. 1 VwVG; pension revision and incomplete fact-finding. Where the administrative file does not permit a reliable assessment of disability, and further medical clarification is required, the appellate court may set aside the decision and remand the matter for supplementary investigations and a new ruling. A remand counts as success for the appellant in principle, so procedural costs are not imposed; party compensation requires necessary and proportionate expenses, which are absent where the party is unrepresented and incurred no relevant costs.

Testo completo

BVGer C-2783/2012

Entscheiddatum: 23.10.2012Publikationsdatum: 14.11.2012

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IIIC-2783/2012

Urteil vom 23. Oktober 2012 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),Richter Stefan Mesmer, Richter Francesco Parrino, Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann. Parteien X._______, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz . Gegenstand Rentenrevision.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Invalidenversicherungsstelle für Versicherte im Ausland IVSTA nach Durchführung einer Rentenrevision X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), mazedonische Staatsangehörige, mit Verfügung vom 19. April 2012 mitgeteilt hat, sie habe mit Wirkung ab 1. Juni 2012 keinen Anspruch mehr auf eine Rente (act. 118),

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. Mai 2012 (Poststempel 16. Mai 2012) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht und im Wesentlichen eine im Rahmen der Rentenrevision durch den mazedonischen Sozialversicherungsträger ungenügende medizinische Abklärung und eine in den letzten Jahren eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend gemacht hat (BVGer act. 1),

dass die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde verschiedene medizinische Unterlagen eingereicht hat,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 26. September 2012 mit Verweis auf die Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 13. September 2012 (act. 125) beantragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinn der erwähnten Stellungnahme an die Vorinstanz zurückzuweisen (BVGer act. 7),

dass Dr. Y._______, Allgemeinmediziner, des regionalen ärztlichen Dienstes, RAD, gestützt auf die interne Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. Z._______, Facharzt Psychiatrie/Psychotherapie, vom 12. September 2012 die Einholung eines bidisziplinären Gutachtens in lokomotorischer und psychiatrischer Hinsicht in der Schweiz empfohlen hat (act. 125),

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme im Sinn von Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist, und das Bundesverwaltungsgericht somit zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,

dass die Beschwerdeführerin im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht worden ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechterheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass die angefochtene Verfügung vom 19. April 2012 gemäss Vernehmlassung der Vorinstanz vom 26. September 2012 auf einer unvollständigen Abklärung des Sachverhalts beruht,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Aktenlage zum Schluss kommt, zur Beurteilung des Rentenanspruchs seien zusätzliche medizinische Abklärungen erforderlich, insbesondere in psychiatrischer und lokomotorischer Hinsicht, und es sich nicht veranlasst sieht, vom dahingehenden Antrag der Vorinstanz abzuweichen,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, verbunden mit der Anweisung die erforderlichen zusätzlichen medizinischen Abklärungen vorzunehmen und anschliessend in der Sache neu zu verfügen,

dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen gilt, weshalb der Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario),

dass der Beschwerdeführerin, die sich anwaltlich nicht vertreten liess und der auch sonst keine notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung vom 19. April 2012 wird aufgehoben.

  2. Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

  3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen.

  4. Dieses Urteil geht an:

  •    die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: Vernehmlassung der Vorinstanz vom 26. September 2012 [inkl. ärztliche Stellungnahme vom 13. September 2012, act. 125])
    
  •    die Vorinstanz (Ref-Nr.\_\_\_\_\_\_\_; Einschreiben)
    
  •    das Bundesamt für Sozialversicherungen  
    

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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Parole chiave

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Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the pension revision was based on an incomplete medical assessment requiring remittal.

Decisione estratta

Yes. Additional medical investigations were necessary, especially in psychiatric and locomotor fields, so the decision could not stand.

Motivazione estratta

The file indicated incomplete fact-finding; the court agreed with the respondent's view and found further medical clarification indispensable for deciding pension entitlement.

Questione giuridica chiave

Whether the challenged decision of 19 April 2012 should be set aside and the matter remanded for a new administrative decision.

Decisione estratta

Yes. The court set aside the decision and remanded the case to the IVSTA for further clarification and a new decision.

Motivazione estratta

Under the Administrative Procedure Act, incomplete establishment of relevant facts justifies remittal when further evidence is needed and the appellate court does not itself decide the merits.

Questione giuridica chiave

Costs and compensation on appeal.

Decisione estratta

No court costs were charged and no party compensation was awarded.

Motivazione estratta

A remand is treated as success for the appellant, so no costs were imposed; because the appellant was unrepresented and incurred no necessary high expenses, no compensation was due.

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