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RR.2014.313,RR.2014.314 ΓÇó International legal assistance request declared moot after withdrawal of appeal
RR.2014.313,RR.2014.314Tribunale penale federale / Camera dei ricorsi12 feb 2015Withdrawn
A. S.A. and B. challenged the Federal Prosecutor's order requiring disclosure of bank documents in Swiss mutual legal assistance proceedings for Greece. After the Federal Prosecutor revoked the underlying final decision, the appellants withdrew their appeal. The Federal Criminal Court’s Appeals Chamber therefore struck the proceedings off as terminated. It exceptionally waived any court fee and ordered repayment of the CHF 5,000 cost advance.
Art. 63 Abs. 1 VwVG in conjunction with Art. 39 Abs. 2 lit. b and Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG; withdrawal of an appeal in mutual legal assistance proceedings: where the challenged decision is revoked and the appeal is withdrawn, the proceedings become moot and are struck off as terminated. As a rule, the withdrawing appellant bears the costs; however, the court may exceptionally waive the fee under Art. 63 Abs. 1 second sentence VwVG. If no fee is levied, the cost advance is to be refunded (consid. 2-3).
Entscheid vom 12. Februar 2015 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, Roy Garré und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Miro Dangubic
Parteien
A. S.A.,
B.,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Marc Hassberger, Beschwerdeführer
gegen
BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin
Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Griechenland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)
B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l
Ges c häft s n um m er: R R . 20 14. 31 3-314
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
die griechischen Behörden mit verschiedenen Rechtshilfeersuchen betreffend die Bestechung von griechischen Beamten durch deutsche und russische Unternehmen bezüglich Lieferungen und Modernisierung von U-Booten des Typs 209 und 2014 sowie Lieferungen von russischen Raketen TOR M1 an die Schweiz gelangten (act. 1.3);
u.a. das Untersuchungsamt des Landgerichts Athen mit ergänzendem Rechtshilfeersuchen vom 20. Februar 2014 an die Schweiz gelangte und um Übermittlung von Beweismitteln, namentlich von Unterlagen betreffend die Bankbeziehung der A. S.A. bei der Bank C. in Genf, ersuchte (act. 1.3);
mit Verfügung vom 23. Juni 2014 die Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA") auf das griechische Rechtshilfeersuchen eintrat und gleichentags die Edition der obgenannten Bankunterlagen anordnete (act. 1.3);
in der Folge die BA mit Schlussverfügung vom 15. Oktober 2014 die Herausgabe der genannten Bankunterlagen verfügte (act. 1.3);
A. S.A. und B., beide vertreten durch Rechtsanwalt Marc Hassberger, dagegen mit Beschwerde vom 24. November 2014 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangen (act. 1);
das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") mit Vernehmlassung vom
das Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abzuschreiben ist;
der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten zu tragen hat (s. zuletzt Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.276 vom 27. März 2014);
3 -
vorliegend ausnahmsweise auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr zu verzichten (Art. 63 Abs. 1 2. Satz VwVG) und der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- den Beschwerdeführern zurückzuerstatten ist.
4 -
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
Die Verfahren RR.2014.313-314 werden zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abgeschrieben.
Auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr wird verzichtet.
Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, den Beschwerdeführern den geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 5'000.-- zurückzuerstatten.
Bellinzona, 13. Februar 2015
Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Der Vorsitzende: Der Gerichtsschreiber:
Zustellung an
Rechtsanwalt Marc Hassberger
Bundesanwaltschaft
Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe
5 -
Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).