progetti
RR.2014.302,RR.2014.303 ΓÇó Appeals in mutual legal assistance withdrawn and struck out
RR.2014.302,RR.2014.303Tribunale penale federale / Camera dei ricorsi22 gen 2015Dismissed
A. appealed two partial mutual-legal-assistance decisions by the St. Gallen prosecutor concerning the transfer of evidence to the Netherlands. Before the Federal Criminal Court, he withdrew both appeals. The chamber joined the two related proceedings, struck them out as withdrawn, and treated the appellant as the losing party for costs. It imposed a court fee of CHF 500, deducted it from the advance payment of CHF 5,000, and ordered a refund of CHF 4,500.
Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG; Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG: Where parallel appeals are materially identical, joinder is appropriate. If the appellant withdraws the appeal, the proceedings are to be struck off as concluded without a merits ruling. The withdrawing appellant is in principle to be treated as the losing party and bears the court costs; the fee is determined under the applicable tariff and may be set off against the advance on costs, with any balance refunded (consid. 1-3).
Entscheid vom 22. Januar 2015 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Andreas J. Keller und Roy Garré, Gerichtsschreiber Miro Dangubic
Parteien A., vertreten durch Rechtsanwalt Ernst Michael Lang,
Beschwerdeführer
gegen STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS ST. GALLEN,
Beschwerdegegnerin
Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die Nie- derlande
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)
B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l
Ges c häft s n um m er: R R . 20 14. 30 2-303
Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
die Staatsanwaltschaft Ost-Brabant (NL) ein Ermittlungsverfahren u.a. ge- gen A. wegen unrechtmässiger Entziehung von Energie etc. führt (RR.2014.302, act. 2);
im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens die Staatsanwaltschaft Ost-Bra- bant mit Rechtshilfeersuchen vom 9. Juli 2014 an die Schweiz gelangte und um Kontosperrungen sowie Übermittlung von Beweismitteln, namentlich von Bankunterlagen, ersuchte (RR.2014.302, act. 2);
das kantonale Untersuchungsamt der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen (nachfolgend "StA SG") mit Schlussverfügungen vom 1. Okto- ber 2014 und 15. Oktober 2014 dem Rechtshilfeersuchen teilweise ent- sprach (RR.2014.302, act. 2 und RR.2014.303, act. 2);
A., vertreten durch Rechtsanwalt Ernst Michael Lang, dagegen mit zwei Be- schwerden beide vom 18. November 2014 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangt (RR.2014.302, act. 1 und RR.2014.303, act. 1);
sowohl die StA SG als auch das das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") mit Schreiben vom 17. Dezember 2014 bzw. 18. Dezember 2014 beantra- gen, die Beschwerden seien abzuweisen (RR.2014.302, act. 8 und 9 sowie RR.2014.303, act. 8 und 9);
der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. Januar 2015 seine Beschwer- den vom 18. November 2014 zurückzieht (RR.2014.302, act. 12 und RR.2014.303, act. 12).
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
die Beschwerdeverfahren RR.2014.302 und RR.2014.303 in den wesentli- chen Punkten identisch sind, weshalb es sich rechtfertigt, diese in einem ein- zigen Entscheid zu erledigen;
die Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerden als erledigt abzuschreiben sind;
der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten
3 -
zu tragen hat (s. zuletzt Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.276 vom 27. März 2014);
für die Berechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. Au- gust 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschä- digungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG) und die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 500.-- anzusetzen ist, unter Anrechnung des entsprechenden Betrags aus dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.-- (Fr. 2'500.-- pro Beschwerdeverfahren);
die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, den Restbetrag von Fr. 4'500.-- dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
4 -
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
Die Verfahren RR.2014.302 und RR.2014.303 werden vereinigt.
Die Beschwerdeverfahren werden zufolge Rückzugs der Beschwerden als er- ledigt abgeschrieben.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem entsprechenden Betrag aus dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- verrechnet. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, dem Beschwerdeführer Fr. 4'500.-- zurückzuerstatten.
Bellinzona, 23. Januar 2015
Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Zustellung an
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).