Non-entry for failure to pay advance and supplement complaint

RR.2012.260Tribunale penale federale / Camera dei ricorsi12 dic 2012Inadmissible

Sintesi

A. appealed against a Lucerne mutual legal assistance order allowing the questioning of the appellant and the presence of Austrian officials in a Swiss hearing. The Federal Criminal Court gave him a deadline to pay a CHF 3,000 advance and to complete the complaint, warning of non-entry. He did neither. The court therefore declared the complaint inadmissible and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.

Regest

Art. 63 Abs. 4 VwVG in conjunction with Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG and Art. 52 Abs. 3 VwVG; non-entry for failure to pay the requested cost advance and to cure defects in the complaint. Where the appellant is duly warned that non-payment of the advance and failure to supplement the reasoning within the set time limit will lead to non-entry, the complaint is not examined if those requirements remain unmet. The costs of the proceedings are borne by the losing party; the fee is fixed according to the applicable court-fee regulation (Art. 63 Abs. 1 and 5 VwVG; Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG).

Testo completo

Entscheid vom 12. Dezember 2012 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Martin Eckner

Parteien

A., Beschwerdeführer

gegen

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS LU- ZERN, OBERSTAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich

Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter (Art. 65a, Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG)

B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l

Ges c häft s n um m er: R R . 20 12. 26 0

  • 2 -

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass

  • die Staatsanwaltschaft Wien (Österreich) gegen A. und Weitere wegen schweren Betrugs ermittelt (act. 1.2);

  • in diesem Zusammenhang die Staatsanwaltschaft Wien mit Rechtshilfeer- suchen vom 19. Juli 2012 die Oberstaatsanwaltschaft Luzern um Befra- gung des Beschwerdeführers ersuchte;

  • die Oberstaatsanwaltschaft Luzern mit Eintretensverfügung- und Zwi- schenverfügung vom 30. Oktober 2012 die Befragung anordnete und hierbei die Anwesenheit von österreichischen Beamten zuliess (act. 1.2, Dispositiv Ziffern 2 und 3);

  • dagegen A. am 13. November 2012 bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhob, mit welcher in der Hauptsache ein Aussageverweigerungsrecht in Anspruch genommen wird (act. 1);

  • der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. November 2012 eingeladen wurde, bis zum 26. November 2012 einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu leisten und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 3); er zudem in Anwendung von Art. 52 Abs. 2 VwVG aufgefordert wurde, bis zum glei- chen Datum die Begründung der Beschwerde zu ergänzen, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde (act. 3);

  • die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be- trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der schweizerischen Post über- geben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 21 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG [SR 173.71]);

  • schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tage der Frist der Behörde eingereicht oder zu deren Handen der schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge- ben werden müssen (Art. 21 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG);

  • der Beschwerdeführer bis dato weder den verlangten Kostenvorschuss bezahlt, noch die Begründung der Beschwerde ergänzt hat;

  • auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG sowie Art. 52 Abs. 3 VwVG);

  • 3 -

  • der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Be- rechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. August 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigun- gen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG); die Ge- richtsgebühr vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist.

  • 4 -

Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Bellinzona, 12. Dezember 2012

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung an

  • A.,
  • Staatsanwaltschaft Kanton Luzern, Oberstaatsanwaltschaft
  • Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe

Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (vgl. Art. 93 Abs. 2 BGG).

Parole chiave

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