Correction of cost advance reimbursement in prior judgment

RR.2011.8_A,RR.2011.9_ATribunale penale federale / Camera dei ricorsi21 mar 2013Granted

Sintesi

The Federal Criminal Court's Appeals Chamber corrected its judgment RR.2011.8-9 of 12 December 2011 after finding an obvious clerical error in the dispositive part: the appellants had paid a CHF 12,000 cost advance, not CHF 10,000. The corrected dispositive section now states that the CHF 10,000 court fee is set off against the full advance payment and that CHF 2,000 must be refunded to the appellants. The court also held that no costs or compensation are to be awarded in the correction proceedings.

Regest

Art. 129 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 40 StBOG; Berichtigung eines bundesstrafgerichtlichen Entscheids bei offenbarem Versehen in der Dispositivformel. Eine Berichtigung setzt voraus, dass das Dispositiv unklar, unvollständig, zweideutig oder widersprüchlich ist oder Redaktions- bzw. Rechnungsfehler enthält. Ein offensichtliches Versehen liegt insbesondere vor, wenn die Aktenlage eindeutig zeigt, dass die im Dispositiv genannte Verrechnung eines Kostenvorschusses versehentlich zu tief angesetzt wurde; in diesem Fall ist das Dispositiv zu korrigieren und der nicht berücksichtigte Restbetrag zurückzuerstatten (vgl. Art. 129 Abs. 1 BGG).

Testo completo

Entscheid vom 21. März 2013 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, Andreas J. Keller und Jean-Luc Bacher, Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia

Parteien

  1. A.,
  2. B. AG, Beschwerdeführer 1 und 2

beide vertreten durch die Rechtsanwälte Adrian Dörig und Thomas Krizaj,

gegen

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜ- RICH, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Berichtigung des Entscheides der (II.) Beschwerde- kammer des Bundesstrafgerichts vom 12. Dezem- ber 2011 (Art. 40 Abs. 1 StBOG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG)

B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l

Ges c häft s n um m er: R R . 20 11. 8-9

  • 2 -

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:

  • sie mit Entscheid RR.2011.8-9 vom 12. Dezember 2011 die Beschwerde von A. und der B. AG abwies, soweit sie darauf eintrat; im Sinne der Erwägungen in Ziffer 9 sie in Dispositiv Ziffer 2 die Gerichtsgebühr auf Fr. 10'000.-- fest- setzte, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Hö- he;

  • gemäss den Akten die Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvor- schusses in der Höhe von Fr. 12'000.-- eingeladen wurden (act. 4); in der Folge die Beschwerdeführer entgegen Dispositiv Ziffer 2 auch einen Kosten- vorschuss in dieser Höhe leisteten (act. 5); die in Dispositiv Ziffer 2 festgehal- tene Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in der Höhe von ledig- lich Fr. 10'000.-- somit offensichtlich auf einem Versehen beruhte;

  • für die Revision, Erläuterung und Berichtigung von - wie vorliegend - Ent- scheiden der Beschwerdekammer nach Art. 37 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes (StBOG; SR 173.71) die Artikel 121-129 des Bundesgerichtsgesetzes vom

  1. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) sinngemäss gelten;
  • gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 40 StBOG die Beschwerdekammer die Erläuterung oder Berichtigung eines von ihr gefällten Entscheids vor- nimmt, wenn dessen Dispositiv unklar, unvollständig oder zweideutig ist, wenn seine Bestimmungen untereinander oder mit den Erwägungen im Wi- derspruch stehen, oder wenn es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält;

  • es sich bei der vorgenannten Anrechnung des geleisteten Kostenvorschus- ses in der Höhe von lediglich Fr. 10'000.-- um ein offensichtliches Versehen handelt, welches gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 40 StBOG korrigiert werden kann; Dispositiv Ziffer 2 des Entscheids RR.2011.8-9 vom 12. De- zember 2011 entsprechend zu berichtigen und zudem die Rückerstattung des Restbetrages von Fr. 2'000.-- anzuordnen ist;

  • für das vorliegende Verfahren weder Kosten noch Entschädigungen zuzu- sprechen sind.

  • 3 -

Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

  1. Dispositiv Ziffer 2 des Entscheids des Bundesstrafgerichts RR.2011.8-9 vom
  2. Dezember 2011 wird berichtigt und lautet neu wie folgt:

"Die Gerichtsgebühr von Fr. 10'000.-- wird den Beschwerdeführern unter so- lidarischer Haftung auferlegt, unter Anrechnung des entsprechenden Betra- ges aus dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 12'000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, den Beschwerdeführern den Restbetrag von Fr. 2'000.-- zurückzuerstatten."

  1. Es werden keine Kosten erhoben noch Entschädigungen zugesprochen.

Bellinzona, 22. März 2013

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Die Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:

Zustellung an

  • Rechtsanwälte Adrian Dörig und Thomas Krizaj
  • Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
  • Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe

Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.

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