Appeal withdrawn; proceedings struck off and costs imposed

BV.2007.13,BV.2007.14Tribunale penale federale / Camera dei ricorsi17 mar 2008Withdrawn

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The I. Criminal Chamber of the Federal Criminal Court dealt with appeals against customs seizure orders in a customs criminal investigation. After the appellant withdrew the appeal as to the evidentiary seizures, the chamber held that the withdrawal terminated the proceedings and struck both appeal files off the docket. It treated the withdrawing appellant as the losing party and imposed a court fee of CHF 500, to be set off against the CHF 1,500 advance payment, with CHF 1,000 to be refunded.

Massima Omnilex

Art. 30 lit. a SGG in conjunction with Art. 25 Abs. 4 VStrR and Art. 73 Abs. 1 BZP; withdrawal of an appeal ends the proceedings and entails discontinuance of the case. The withdrawing appellant is deemed the unsuccessful party for costs purposes and bears the court costs under Art. 66 Abs. 1 BGG, subject to set-off against the cost advance and reimbursement of any balance. The same cost rules apply to ancillary proceedings linked to the main appeal.

Testo completo

Entscheid vom 17. März 2008 I. Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, Tito Ponti und Alex Staub, Gerichtsschreiber Stefan Graf

Parteien

A., vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Vonesch,

Beschwerdeführer

gegen

EIDGENÖSSISCHE ZOLLVERWALTUNG,

Beschwerdegegnerin

Gegenstand Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR)

Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal Geschäftsnummer: BV.2007.13 und BV.2007.14

  • 2 -

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:

  • die Beschwerdegegnerin gegen den Beschwerdeführer eine Zollstrafuntersu- chung wegen des Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Zollgesetz vom
  1. März 2005 (ZG; SR 631.0) sowie gegen das Bundesgesetz vom 2. Sep- tember 1999 über die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20) führt;
  • die Beschwerdegegnerin mit Verfügungen vom 9. Dezember 2007 ca. 38 kg Würste sowie 14 Schinken (act. 2.1) und diverse Unterlagen (act. 2.2) als Beweismittel sowie 6 Tetrapack Wein à 5 Liter und 86 Korbflaschen Wein à 5 Liter (act. 2.3) als Zollpfand beschlagnahmte und der Beschwerdeführer hiergegen am 11. Dezember 2007 Beschwerde erhob (act. 1);

  • die Beschwerdegegnerin die Beschwerde mitsamt ihrer Äusserung hinsicht- lich der beiden erstgenannten Beschlagnahmeverfügungen am 17. Dezember 2007 an die I. Beschwerdekammer weiterleitete (act. 2);

  • der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde ein Gesuch um Ge- währung der unentgeltlichen Rechtspflege stellte, welches die I. Beschwer- dekammer mit Entscheid vom 6. Februar 2008 abgewiesen hat (act. 11);

  • der Beschwerdeführer seine Beschwerde hinsichtlich der beiden Beschlag- nahmeverfügungen zu Beweiszwecken mit Schreiben vom 13. März 2008 zu- rückzog (act. 16), was der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 14. März 2008 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 17);

  • gemäss Art. 30 lit. a SGG i.V.m. Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 62 ff und Art. 71 BGG i.V.m. Art. 73 Abs. 1 BZP die Rückzugserklärung (Abstand) den Rechtsstreit beendet;

  • die Verfahren somit zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abge- schrieben werden können, der den Abstand erklärende Beschwerdeführer als unterliegende Partei gilt und deshalb die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG);

  • die Gerichtsgebühr für die vorliegenden Beschwerdeverfahren sowie für das Nebenverfahren betreffend Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege auf Fr. 500.-- festgesetzt wird (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht, SR 173.711.32), unter An- rechnung des geleisteten Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 1'500.--;

  • 3 -

und erkennt:

  1. Die Verfahren BV.2007.13 und BV.2007.14 werden zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abgeschrieben.

  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, un- ter Anrechnung des geleisteten Vorschusses von Fr. 1'500.--. Die Bundes- strafgerichtskasse wird angewiesen, dem Beschwerdeführer Fr. 1'000.-- zu- rückzuerstatten.

Bellinzona, 18. März 2008

Im Namen der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

i.V. Alex Staub, Bundesstrafrichter

Zustellung an

  • Rechtsanwalt Daniel Vonesch
  • Eidgenössische Zollverwaltung

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).

Parole chiave

withdrawalseizurecustoms criminal investigationcourt costslegal aidstruck offcost advance

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Questione giuridica chiave

Whether the appeal proceedings should be discontinued after the appellant withdrew the appeal.

Decisione estratta

The withdrawal ended the dispute, so the proceedings were struck from the docket as resolved.

Motivazione estratta

A withdrawal declaration terminates the legal dispute under the applicable procedural provisions.

Questione giuridica chiave

Who must bear the court costs after withdrawal.

Decisione estratta

The withdrawing appellant is treated as the losing party and must pay the court fee, with the advance partly set off and the balance refunded.

Motivazione estratta

Under the cost rules, the party withdrawing the appeal is deemed unsuccessful and bears the costs.

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