Non-entry for failure to pay the cost advance

BEZ.2016.41Tribunale superiore / Giudice unico23 nov 2016Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The appellant challenged a civil court decision on definitive debt enforcement. The Appellationsgericht Basel-Stadt had ordered a CHF 90 cost advance and, after non-payment, granted a non-extendable grace period with a non-entry warning. Because the advance was still unpaid by the expiry of that period, the court held that it could not enter into the appeal under Art. 101(3) ZPO. It therefore issued a non-entry decision and waived court costs for the appeal proceedings.

Massima Omnilex

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-entry for failure to pay cost advance after non-extendable grace period. If the appellant does not timely pay the ordered cost advance and also fails to comply with the subsequently granted non-extendable grace period, the appellate court must not enter into the appeal. The sanction is mandatory once the statutory conditions are met; the court need not examine the merits. A waiver of court costs remains possible despite non-entry, depending on the circumstances and the court's dispositive order.

Testo completo

Appellationsgericht

des Kantons Basel-Stadt

Einzelgericht

BEZ.2016.41

ENTSCHEID

vom 23. November 2016

Mitwirkende

Dr. Claudius Gelzer

und Gerichtsschreiber Dr. Benedikt Seiler

Parteien

A____ Beschwerdeführerin

[...]

gegen

B____ Beschwerdegegnerin

[...]

Gegenstand

Beschwerde gegen einen Entscheid des Einzelgerichts in Zivilsachen

vom 18. August 2016

betreffend Bewilligung der definitiven Rechtsöffnung (ZB-Nr. 16029801)

Erwägungen

A____ (Beschwerdeführerin) hat gegen den Entscheid des Zivilgerichts Basel-Stadt vom 18. August 2016 am 6. Oktober 2016 Beschwerde erhoben. Am 11. Oktober 2016 hat der Verfahrensleiter des Appellationsgerichts die Beschwerdeführerin aufgefordert, innert einer nicht erstreckbaren Frist bis zum 1. November 2016 einen Kostenvorschuss von CHF 90.– zu leisten. Nachdem die Beschwerdeführerin diesen Kostenvorschuss nicht geleistet hatte, setzte ihr der Verfahrensleiter am 7. November 2016 eine nicht erstreckbare Nachfrist bis zum 15. November 2016 mit der Androhung, dass bei Nichteinhaltung dieser Frist auf die Beschwerde nicht eingetreten würde. Die Berufungsklägerin hat auch innert dieser Nachfrist gemäss Art. 101 Abs. 3 ZPO den Kostenvorschuss nicht bezahlt. Auf die Berufung ist daher im Einklang mit Art. 101 Abs. 3 ZPO nicht einzutreten. Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird verzichtet

Demgemäss erkennt das Appellationsgericht (Dreiergericht):

://: Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Es werden keine Kosten für das Beschwerdeverfahren erhoben.

Mitteilung an:

Beschwerdeführerin

Beschwerdegegnerin

Zivilgericht Basel-Stadt

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

Der Gerichtsschreiber

Dr. Benedikt Seiler

Rechtsmittelbelehrung

Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde in Zivilsachen erhoben werden. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten gilt dies nur dann, wenn der Streitwert die Beschwerdesumme gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. a oder b BGG erreicht (CHF 15'000.– bei Streitigkeiten aus Miete oder Arbeitsverhältnis bzw. CHF 30'000.– in allen übrigen Fällen) oder wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Die Beschwerdeschrift ist fristgerecht dem Bundesgericht (1000 Lausanne 14) einzureichen. Für die Anforderungen an deren Inhalt wird auf Art. 42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das Bundesgericht.

Ob an Stelle der Beschwerde in Zivilsachen ein anderes Rechtsmittel in Frage kommt (z.B. die subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht gemäss Art. 113 BGG), ergibt sich aus den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. Wird sowohl Beschwerde in Zivilsachen als auch Verfassungsbeschwerde erhoben, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

Parole chiave

cost advancenon-entryappealcivil proceduredebt enforcementcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal could be entered into despite non-payment of the ordered cost advance

Decisione estratta

The appeal could not be entered into because the appellant did not pay the cost advance even within the non-extendable grace period.

Motivazione estratta

After the appellant failed to pay the CHF 90 cost advance by the initial deadline and then by the non-extendable grace period, Art. 101(3) ZPO required non-entry.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be levied for the appeal proceedings

Decisione estratta

No court costs were levied.

Motivazione estratta

The court expressly waived the collection of court costs in the appeal proceedings.

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