Allergy not recognized as an occupational disease

U 447/06Tribunale federale28 dic 2006Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured challenged the insurer's and cantonal court's refusal to recognize her contact allergies and recurrent eczema as an occupational disease. The Federal Insurance Court held that the medical record, in particular the dermatology report and SUVA occupational medicine opinion, sufficiently excluded occupational disease under Art. 9(1) UVG and did not meet the causation threshold under Art. 9(2) UVG. It also refused to await promised late medical reports, finding no procedural basis for doing so. The administrative court complaint was dismissed and no court costs were imposed.

Massima Omnilex

Art. 9 UVG; occupational disease and burden of proof for causation; Art. 36a OG and Art. 134 OG. A disease qualifies as an occupational disease under Art. 9(1) UVG only if it is caused by the harmful effects characteristic of the work activity; under Art. 9(2) UVG, where no listed disease exists, an occupational disease requires proof that the employment caused the ailment to a predominant degree. Existing, consistent expert reports may suffice to deny such causation; a party may not suspend proceedings merely to file unspecified medical evidence after expiry of the appeal deadline, absent indications that the later evidence would justify revision. If the complaint is manifestly unfounded, it may be decided summarily and the proceedings remain free of costs.

Testo completo

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess {T 7}
U 447/06

Urteil vom 28. Dezember 2006
III. Kammer

Besetzung
Präsident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Seiler; Gerichtsschreiberin Amstutz

Parteien
M.________, 1956, Beschwerdeführerin,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Postfach, 8085 Zürich, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Schwyz

(Entscheid vom 23. August 2006)

Sachverhalt:
A.
Die zuletzt von Oktober 1987 bis Ende November 2001 teilzeitlich (80%) als Schwesternhilfe im Spital L.________ angestellt gewesene M.________ (geb. 1956) leidet an psychischen Erkrankungen und Allergien (Spättypensensibilisierung nachweisbar auf Nickel (II)-Sulfat, Perubalsam und Duftstoffmix sowie Ellen Betrix Nagellack und Cover Girl Nailstick 36) mit rezidivierenden Ekzemen im Gesichtsbereich, insbesondere im Bereich der Augenlider. Auf Gesuch hin klärte die "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) bezüglich der Kontaktallergien das Vorliegen einer Berufskrankheit ab, verneinte jedoch eine solche - im Wesentlichen gestützt auf den Bericht der Dermatologischen Klinik X.________ vom 4. Januar 2001 und die Beurteilung des Dr. med. R.________, Facharzt FMH für Dermatologie, Venerologie und Arbeitsmedizin, SUVA-Abteilung Arbeitsmedizin, vom 11. Januar 2006 - mit Verfügung vom 21. Februar 2006 und Einspracheentscheid vom 7. Juni 2006.
B.
Die dagegen erhobene Beschwerde der Versicherten mit dem Antrag, in Aufhebung des Einspracheentscheids sei eine Berufskrankheit zu anerkennen und der Unfallversicherer zur Ausrichtung der ihr zustehenden Versicherungsleistungen zu verpflichten, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ab (Entscheid vom 23. August 2006).
C.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneuert M.________ ihr vorinstanzlich gestelltes Rechtsbegehren; eventualiter sei eine neutrale medizinische Begutachtung anzuordnen.

Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und die Zürich beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Gesundheit hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Der vorinstanzliche Entscheid enthält die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei Berufskrankheit massgebenden Rechtsgrundlagen (Art. 3 ATSG; Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 9 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 14 UVV und Anhang 1 zur UVV und Art. 9 Abs. 2 UVG, je in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen, nach den intertemporalrechtlichen Grundsätzen [BGE 131 V 360 Erw. 1.3 in fine, mit Hinweis] hier anwendbaren Fassung), namentlich die Rechtsprechung zum erforderlichen Kausalzusammenhang zwischen Krankheit und beruflicher Tätigkeit (BGE 119 V 200 f. Erw. 2; s. auch BGE 126 V 186 Erw. 2b. mit Hinweisen; RKUV 2006 Nr. U 578 S. 174 Erw. 3.2 und S. 177 f. Erw. 4.1 und Erw. 4.2 [Urteil M. vom Entscheid 1. Dezember 2005, U 245/05]). Ebenfalls richtig sind die Erwägungen zum Beweiswert von Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte (BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee mit Hinweis). Darauf wird verwiesen.
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die bei der Beschwerdeführerin festgestellte Spättypensensibilisierung auf Nickelsulfat, Perubalsam und Duftstoffmix sowie Ellen Betrix Nagellack und Cover Girl Nailstick 36 als eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG zu qualifizieren und die Zürich hierfür leistungspflichtig ist.
2.1 Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt ist und namentlich die Berichte der Dermatologischen Klinik X.________ vom 4. Januar 2001 und des SUVA-Arztes Dr. med. R.________ vom 11. Januar 2006 eine beweisrechtlich einwandfreie Grundlage für die Beurteilung der Streitfrage bieten. Gestützt auf die dortigen Ausführungen und Stellungnahmen wird im vorinstanzlichen Entscheid - wie bereits in der Verfügung der Beschwerdegegnerin (vom 21. Februar 2006) und in deren Einspracheentscheid (vom 7. Juni 2006) - einlässlich und überzeugend begründet, weshalb eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG von vornherein ausser Betracht fällt und eine solche nach Art. 9 Abs. 2 UVG daran scheitert, dass die festgestellten Allergien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht sind (BGE 126 V 186 Erw. 2b mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin bringt letztinstanzlich nichts vor, was vom kantonalen Gericht nicht bereits mit stichhaltigen Argumenten entkräftet wurde. Es wird daher auf die in allen Teilen zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen. Beizufügen bleibt, dass kein Anlass besteht, die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angekündigten, bisher nicht beigebrachten Beweismittel - angeblich zwei fachärztliche Berichte - abzuwarten. Gemäss Rechtsprechung zu Art. 108 Abs. 2 OG ist es unzulässig, in einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Absicht kundzutun, nach Ablauf der Beschwerdefrist Beweismittel nachzureichen und/oder zu diesem Zweck die Sistierung des Verfahrens zu beantragen (BGE 127 V 356 Erw. 3b in fine). Nicht innert der gesetzlichen Frist (Art. 106 Abs. 1 OG) unaufgefordert eingereichte Schriftstücke sind praxisgemäss nur zu berücksichtigen, wenn sie neue erhebliche Tatsachen oder schlüssige Beweismittel enthalten, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen vermöchten (BGE 127 V 357 Erw. 4b); hier bestehen jedoch keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die in Aussicht gestellten Beweismittel revisionsrechtlich von Belang sein könnten. In Anbetracht der klaren Sach- und Rechtslage erübrigen sich (beweismässige) Weiterungen.
3.
Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.
4.
Das Verfahren ist kostenlos (Art 134 OG [in der seit 1. Juli 2006 geltenden, hier anwendbaren Fassung]).

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und dem Bundesamt für Gesundheit zugestellt.
Luzern, 28. Dezember 2006
Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der III. Kammer: Die Gerichtsschreiberin:

Parole chiave

occupational diseasecausationcontact allergymedical evidenceexpert opinionsummary procedurecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the documented contact allergies and eczema qualify as an occupational disease under Art. 9(1) or 9(2) UVG.

Decisione estratta

The medical findings did not establish an occupational disease; the allergies were not shown to be caused by the work to the required degree.

Motivazione estratta

The court accepted the lower court's reliance on the dermatology report and the SUVA occupational medicine opinion. An occupational disease under Art. 9(1) UVG was excluded, and Art. 9(2) UVG failed because the causal link by the required probability threshold was not met.

Questione giuridica chiave

Whether a neutral medical expert opinion or additional late-filed evidence had to be obtained.

Decisione estratta

No further evidence was required because the record was sufficiently clear and the proposed later submissions were not procedurally warranted.

Motivazione estratta

The existing expert evidence was sufficient and the appellant's announcement that additional reports might be filed after the deadline did not justify suspending the case; the court found no indication that the promised evidence would be relevant for revision.

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