No entry for unpaid cost advance in disability insurance appeal

I 986/06Tribunale federale12 gen 2007Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

A claimant in a disability insurance case filed an administrative law appeal against the Zug cantonal administrative court. The Federal Court ordered a CHF 500 advance on costs, but the registered letter was not collected. The court held that service was deemed completed after the seven-day postal collection period, so the appellant had to bear the consequences of not paying the advance in time. The appeal was therefore not entered into. Consistent with its practice, the court did not levy court costs.

Massima Omnilex

Art. 132 Abs. 1 BGG; Art. 134 Satz 2 OG; Art. 150 Abs. 4 OG; service of a court registered item returned uncollected and consequences of failure to pay the ordered cost advance. A postal delivery not collected within the seven-day collection period is deemed served on the last day of that period. A party who, during pending proceedings, must expect official correspondence and fails to ensure receipt or forwarding bears the procedural consequences. In such circumstances, non-payment of the ordered advance within the time limit leads to non-entry. In no-entry decisions caused by failure to pay the advance, no court costs are ordinarily levied (consid. 1-2).

Testo completo

{T 7}
I 986/06

Urteil vom 12. Januar 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
A.________, 1961, Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, 6304 Zug, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den
Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 28. September 2006.

In Erwägung,
dass A.________ am 20. November 2006 Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, vom 28. September 2006 erhoben hat,
dass das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist (AS 2006 1205, 1243), wobei sich das vorliegende Verfahren - da der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist - noch nach dem OG richtet (Art. 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 395 Erw. 1.2),
dass das Verfahren Leistungen der Invalidenversicherung zum Gegenstand hat, weshalb es kostenpflichtig ist (Art. 134 Satz 2 OG in der seit 1. Juli 2006 geltenden Fassung),
dass A.________ mit Verfügung vom 21. November 2006 aufgefordert wurde, innert 14 Tagen nach Erhalt dieses Schreibens einen Kostenvorschuss von Fr. 500.- zu bezahlen, wobei angedroht wurde, dass bei Nichtleistung des Vorschusses innert der gesetzten Frist aus diesem Grunde auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten werde,
dass die als Gerichtsurkunde versandte Kostenvorschussverfügung mit dem postalischen Vermerk «nicht abgeholt» an das Gericht zurückgelangt ist,
dass eine derartige Postsendung grundsätzlich in dem Zeitpunkt als zugestellt gilt, in welchem der Adressat sie tatsächlich in Empfang nimmt,
dass die Sendung, wenn der Adressat nicht angetroffen wird und daher eine Abholungseinladung in seinen Briefkasten oder sein Postfach gelegt wird, in jenem Zeitpunkt als zugestellt gilt, in welchem sie auf der Post abgeholt wird; geschieht dies nicht innert der Abholfrist von sieben Tagen gemäss den von der Post gestützt auf Art. 11 des Postgesetzes vom 30. April 1997 erlassenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen «Postdienstleistungen», so gilt die Sendung als am letzten Tag dieser Frist zugestellt (BGE 127 I 31, 123 III 493, 119 II 149 Erw. 2, 119 V 94 Erw. 4b/aa, je mit Hinweisen),
dass, wer sich während eines hängigen Verfahrens für längere Zeit von dem den Behörden bekanntgegebenen Adressort entfernt, ohne für die Nachsendung der an die bisherige Adresse gelangenden Korrespondenz zu sorgen und ohne der Behörde zu melden, wo er nunmehr zu erreichen ist, bzw. ohne einen Vertreter zu beauftragen, nötigenfalls während seiner Abwesenheit für ihn zu handeln, eine am bisherigen Ort versuchte Zustellung als erfolgt gelten zu lassen hat, sofern die Zustellung eines behördlichen Aktes während der Abwesenheit mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist (BGE 119 V 94 Erw. 4b/aa mit Hinweisen),
dass der Beschwerdeführer auf Grund der am 20. November 2006 erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit der Zustellung eines behördlichen Aktes rechnen musste,
dass die Kostenvorschussverfügung vom 21. November 2006 mit Ablauf der siebentägigen Abholfrist am 28. November 2006 als zugestellt zu gelten hat,
dass sich der Beschwerdeführer die Nichtleistung des Kostenvorschusses innert der gesetzten Frist entgegenhalten lassen muss und die entsprechenden Rechtsfolgen zu tragen hat,
dass androhungsgemäss nach Art. 150 Abs. 4 OG zu verfahren ist,
dass - obwohl das Verfahren an sich kostenpflichtig ist - praxisgemäss bei Nichteintretensentscheiden zufolge unterbliebener oder verspäteter Leistung des Vorschusses keine Gerichtskosten erhoben werden,

erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, der Ausgleichskasse des Kantons Zug und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.

Luzern, 12. Januar 2007

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

invalidity insurancecost advanceservice by postnon-entrypostal collection periodprocedural costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the administrative law appeal should be entered into despite non-payment of the ordered cost advance.

Decisione estratta

No entry was possible because the advance was not paid within the set period and the service was deemed completed after the postal collection period expired.

Motivazione estratta

The court held that the advance payment order, sent as a court registered item and returned uncollected, was deemed served on the last day of the seven-day collection period. Since the appellant had already filed the appeal and had reason to expect official correspondence, he had to bear the consequences of failing to pay the advance in time.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged for the no-entry decision.

Decisione estratta

No court costs were levied as a matter of practice when proceedings are terminated for failure to pay the advance.

Motivazione estratta

Although the proceeding was in principle subject to costs, the Federal Court’s practice is not to impose court costs in no-entry decisions caused by non-payment or late payment of the advance.

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