Disability pension denied; no further medical assessment required

I 517/99Tribunale federale31 mag 2000Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Insurance Court dismissed the insured person's appeal against the Basel-Landschaft IV office's refusal of a disability pension. It accepted the lower court's reliance on the ZMB multidisciplinary expertise and held that the appellant could still perform largely sedentary work. Later medical reports did not justify a new expert opinion. Using the wage statistics and the maximum deduction, the court calculated a disability degree of 28%, confirming that no pension was due. No court costs were imposed, and free legal representation was granted with CHF 2,000 compensation to counsel.

Massima Omnilex

Art. 4 and Art. 28 IVG; disability assessment and evidentiary value of medical reports. In reviewing disability, the court assesses the legality of the administrative decision according to the facts existing at the time of the decision. A properly reasoned multidisciplinary medical expertise may be relied upon if it convincingly establishes residual work capacity; later or earlier reports that do not relate convincingly to the decisive date do not compel a further expert opinion. For employed insured persons, the degree of disability is determined by the income comparison method; where the calculated loss is below the statutory threshold, no pension claim arises. In proceedings concerning insurance benefits, no court costs are levied; indigent parties may receive free legal representation if the appeal is not manifestly futile and counsel is necessary.

Testo completo

[AZA]
I 517/99 Vr

II. Kammer

Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari;
Gerichtsschreiber Condrau

Urteil vom 31. Mai 2000

in Sachen

S.________, 1966, Beschwerdeführer, vertreten durch
Fürsprech Dr. P.________,
gegen

IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, Binningen,
Beschwerdegegnerin,
und

Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Liestal

In Erwägung,

dass der 1966 geborene S.________ an einer Instabili-
tät des linken Knies nach Distorsion und multiplen Ein-
griffen, einem leichten Lumbovertebralsyndrom bei lumb-
osakraler Übergangsstörung, an einer Somatisierungsstörung
bei narzistischer Persönlichkeit leidet sowie ein post-
thrombotisches Syndrom des linken Beines aufweist,
dass ihm die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
(SUVA) mit Verfügung vom 8. März 1996 eine Invalidenrente
auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % sowie eine
Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbus-
se von 15 % zusprach,
dass die IV-Stelle Basel-Landschaft ein Rentengesuch
des S.________ ablehnte (Verfügung vom 7. März 1997),
dass das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Land-
schaft die hiegegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom
9. September 1998 abwies,
dass S.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde
beantragen lässt, in Aufhebung des vorinstanzlichen Ent-
scheides sei "die Angelegenheit mit verbindlichen Weisungen
zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Invalidenversiche-
rung zurückzuweisen" und es sei ihm die unentgeltliche Pro-
zessführung und Verbeiständung zu gewähren,
dass die IV-Stelle Abweisung der Verwaltungsgerichts-
beschwerde beantragt, während das Bundesamt für Sozialver-
sicherung auf Vernehmlassung verzichtet,
dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die
massgebenden Bestimmungen und Grundsätze über die Invalidi-
tät (Art. 4 IVG, im Speziellen auch über den Krankheitswert
geistiger Gesundheitsschäden), den Rentenanspruch (Art. 28
Abs. 1 IVG), die Bemessung des Invaliditätsgrades bei Er-
werbstätigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28
Abs. 2 IVG) und die Bedeutung ärztlicher Auskünfte im Rah-
men der Invaliditätsschätzung zutreffend dargelegt hat,
dass der Sozialversicherungsrichter die Rechtmässig-
keit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sach-
verhalt beurteilt, der zur Zeit des Verfügungserlasses ge-
geben war (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen),
dass die Vorinstanz in einlässlicher Würdigung der
ärztlichen und beruflichen Abklärungen, insbesondere der
polydisziplinären Expertise des Zentrums für Medizinische
Begutachtung (ZMB) vom 26. September 1996 (mitsamt
Ergänzungsbericht) den zutreffenden Schluss zog, dem Be-
schwerdeführer sei die Ausübung einer weitgehend sitzenden
Tätigkeit voll zumutbar,
dass die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorge-
brachten Einwände die Schlussfolgerung der Vorinstanz nicht
zu entkräften vermögen,
dass namentlich der den Gutachtern des ZMB vorgelegene
und auch in der Expertise erwähnte Bericht der Externen
psychiatrischen Dienste Bruderholz vom 1. März 1995 und der
im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren eingereichte Be-
richt der Neurologischen Poliklinik des Spitals X.________
vom 19. März 1999 für den massgebenden Zeitpunkt der
Verfügung vom 7. März 1997 zu keiner abweichenden Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit führt,
dass sich daher eine Rückweisung zur Anordnung einer
zusätzlichen medizinischen Expertise erübrigt,
dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen einen
Validenlohn von Fr. 53'430.- erzielte, wäre er nicht ge-
sundheitlich beeinträchtigt,
dass bei der Festsetzung des Invalidenlohnes des Be-
schwerdeführers auf den Tabellenlohn gemäss Lohnstruktur-
erhebung des Bundesamtes für Statistik abzustellen ist (BGE
124 V 322 Erw. 3 b) aa),
dass der durchschnittliche Lohn gemäss dem hier an-
wendbaren Zentralwert Privatwirtschaft für einfache und
repetitive Tätigkeiten (LSE 1996 Tabelle A1 S. 17)
Fr. 51'528.- (= 12 x Fr. 4294.-) beträgt,
dass - selbst wenn vom statistischen Lohn der höchst-
mögliche Abzug von 25 % (zur Publikation vorgesehenes Ur-
teil A. vom 9. Mai 2000, I 482/99) abzuziehen wäre - ein
Invalideneinkommen von Fr. 38'646.- resultiert, was im
Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 53'430.- einen Inva-
liditätsgrad von 28 % ergibt,
dass die IV-Stelle das Rentengesuch des Beschwerdefüh-
rers damit zu Recht abgewiesen hat, wie die Vorinstanz ent-
schied,
dass das Verfahren Versicherungsleistungen betrifft,
weshalb gemäss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben
sind, womit sich das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten als gegen-
standslos erweist,
dass die unentgeltliche Verbeiständung gewährt werden
kann (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Be-
dürftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aus-
sichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE
125 V 202 Erw. 4a mit Hinweisen),
dass indessen ausdrücklich auf Art. 152 Abs. 3 OG auf-
merksam gemacht wird, wonach die begünstigte Partei der Ge-
richtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie später
dazu im Stande ist,

erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III.Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung
wird Fürsprecher Dr. P.________ für das Verfahren vor
dem Eidgenössischen Versicherungsgericht aus der
Gerichtskasse eine Entschädigung (einschliesslich
Mehrwertsteuer) von Fr. 2000.- ausgerichtet.

IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungs-
gericht des Kantons Basel-Landschaft und dem Bundesamt
für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 31. Mai 2000

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der II. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

disability insurancemedical expertiseincome comparisonresidual earning capacitylegal aidcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the refusal of a disability pension was correct on the basis of the assessed residual work capacity and income comparison.

Decisione estratta

The pension refusal was correct because the appellant remained fully capable of performing a largely sedentary job; the resulting disability degree was only 28%, below the threshold for a pension.

Motivazione estratta

The court relied on the multidisciplinary ZMB expertise and held that the objections and later reports did not change the assessment for the relevant date of the administrative decision.

Questione giuridica chiave

Whether the case had to be remitted for an additional medical expert opinion.

Decisione estratta

No remittal was necessary, because the existing medical file was sufficient and no divergent assessment for the decisive date was shown.

Motivazione estratta

The court considered the lower court's evaluation of the medical evidence convincing and found that the later neurological report and older psychiatric report did not undermine the expertise.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant was entitled to waiver of court costs and free legal representation.

Decisione estratta

No court costs were levied, so the request for exemption from costs became moot; free legal representation was granted and counsel was compensated from the court fund.

Motivazione estratta

The proceedings concerned insurance benefits, making court costs unavailable under the procedural rules; indigence, non-frivolousness, and necessity of representation were established.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.