AHV contribution assessment based on earlier income upheld

H 62/00Tribunale federale / II divisione di diritto sociale28 mag 2002Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured self-employed appellant challenged Zurich compensation office supplementary AHV contribution assessments for 1997-1999, arguing that his contributions should be based on his lower actual income. The cantonal social insurance court rejected the objection, and the Federal Insurance Court also dismissed the administrative law appeal. It held that the requirements for extraordinary contribution assessment were not met because the income decline was merely cyclical and no essential change in earning bases was shown. New factual allegations raised only before the federal court were inadmissible novelties. Court costs of CHF 1,300 were charged to the appellant.

Massima Omnilex

Art. 22 ff. AHVV (old law); Art. 105 Abs. 2 OG; new factual allegations in contribution disputes; requirements of extraordinary contribution assessment. The extraordinary assessment procedure based on current income is available only where the cumulative statutory prerequisites are fulfilled, in particular where a qualifying and material change in the earning bases is established. A merely cyclical decline in income does not suffice. In federal contribution appeals, the court is bound by the facts found by the cantonal instance; factual allegations that could and should have been raised earlier are inadmissible novelties. A later invoked causal link between regulatory changes and income reduction must be established with sufficient reliability; mere conjecture is insufficient.

Testo completo

[AZA 7]
H 62/00 Vr

III. Kammer

Präsident Borella, Bundesrichter Meyer und Kernen;
Gerichtsschreiberin Berger Götz

Urteil vom 28. Mai 2002

in Sachen
G.________, 1956, Beschwerdeführer,

gegen
Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich, Beschwerdegegnerin,

und
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

Die Ausgleichskasse des Kantons Zürich setzte mit drei Nachtragsverfügungen vom 20. August 1998 die von G.________ aus selbstständiger Erwerbstätigkeit für die Jahre 1997 bis 1999 geschuldeten Beiträge fest, welche sich für 1998/99 auf je Fr. 11'732. 40 (zuzüglich Verwaltungskosten von Fr. 352. 20) beliefen.
Diese Beitragsverfügungen basierten auf der Meldung der kantonalen Steuerbehörde vom 30. November 1997, wonach G.________ in der Bemessungsperiode 1995/96 ein durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 127'878.- erzielt und am 1. Januar 1997 im Betrieb ein Eigenkapital von Fr. 96'000.- investiert hatte.
Die von G.________ hiegegen mit dem Antrag erhobene Beschwerde, die Beiträge für die Jahre 1998/99 auf Grund der in diesen Jahren tatsächlich erzielten weit tieferen Einkommen zu berechnen, wurde durch Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 5. Januar 2000 abgewiesen.
G.________ wendet sich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid und macht erneut geltend, die nach der Rechtsprechung für die Anwendung des ausserordentlichen Beitragsfestsetzungsverfahrens (Gegenwartsbemessung) erforderlichen Voraussetzungen seien in seinem Fall gegeben.
Die Ausgleichskasse und das Bundesamt für Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung.
Das kantonale Gericht hat die für die Beurteilung der Sache massgeblichen Rechtsgrundlagen betreffend die ordentliche und ausserordentliche Beitragsfestsetzung (Art. 22 ff. AHVV, in der bis 31. Dezember 2000 gültig gewesenen Fassung), einschliesslich der hiefür erforderlichen vier kumulativen Voraussetzungen (BGE 106 V 76 Erw. 3a), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat den vom Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren erhobenen Einwand, sein Einkommen habe sich seit 1997 massiv vermindert, zu Recht als konjunkturbedingte Einkommensverminderung und daher nicht als wesentliche Änderung der Erwerbsgrundlagen qualifiziert. Die Überlegungen des kantonalen Gerichts, dass der Beschwerdeführer weiterhin als Berater für Pharma- und Biotechnologie tätig sei, womit es an den Voraussetzungen für die Vornahme einer Zwischentaxation fehle, er im Weiteren nichts vortrage, was auf eine wesentliche Änderung der Erwerbsgrundlagen schliessen lasse und dass die von ihm geübte Kritik an der Vergangenheitsbemessung auf Grund der gesetzlichen Beitragsordnung unbegründet sei, treffen zu. Erst mit Wirkung ab 1. Januar 2001 hat die AHV den Systemwechsel zur Gegenwartsbemessung vollzogen.
Der Beschwerdeführer wendet letztinstanzlich ein, er habe sich "irrtümlicherweise" (...) "nur auf die Einkommenseinbusse" festgelegt, da er der Meinung gewesen sei, "nur einer der oben genannten Punkte" müsse erfüllt sein.
Die neuen Vorbringen sind indessen als unzulässige Noven nicht zu hören. Denn der Beschwerdeführer hätte allen Anlass gehabt, diese Gesichtspunkte schon im kantonalen Verfahren vorzutragen, und nicht erst im letztinstanzlichen Prozess. Eine solche Vorgehensweise ist mit der Bindung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts an den durch die gerichtliche Vorinstanz verbindlich festgestellten Sachverhalt in Beitragsstreitigkeiten (Art. 105 Abs. 2 OG; ZAK 1983 S. 532) unvereinbar. Rechtsunkenntnis schadet auch in diesem Zusammenhang (vgl. BGE 124 V 220).
Selbst unter Berücksichtigung der neuen Vorbringen ist indessen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unbegründet.
Denn aus dem Inkrafttreten des neuen Reglementes der Interkantonalen Kontrollstelle (IKS) über die Heilmittel im klinischen Versuch im Jahre 1995 lässt sich von vornherein nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit auf eine erst Jahre später eintretende Grundlagenänderung schliessen. Der vom Beschwerdeführer behauptete Kausalzusammenhang zwischen dem Inkrafttreten dieses Reglementes und der Verminderung seiner Geschäftseinnahmen ist nicht hinreichend überprüfbar.
Damit hat es beim kantonalen Entscheid sein Bewenden.
Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang die Kosten zu tragen (Art. 156 OG).
Vorbehalten bleibt eine allfällige Beitragsherabsetzung, welche Rechtswohltat nach Art. 11 AHVG zur Information des Beschwerdeführers hiemit unpräjudiziell erwähnt sei (zu den Voraussetzungen vgl. BGE 120 V 274 Erw. 5).
Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II.Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 1300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 28. Mai 2002

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der III. Kammer:

Die Gerichtsschreiberin:

Parole chiave

social insurance contributionsself-employmentincome assessmentnew allegationsordinary assessmentextraordinary assessmentcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the extraordinary contribution assessment procedure (current income assessment) applied instead of the ordinary past-income method.

Decisione estratta

The conditions for using the extraordinary procedure were not met; the lower actual income was only a cyclical decrease and no essential change of livelihood basis was shown.

Motivazione estratta

The cantonal court correctly found no qualifying change in earning circumstances. The appellant continued working as a consultant and raised no concrete facts showing a material change. New arguments raised only before the federal court were inadmissible novelties.

Questione giuridica chiave

Whether the new factual arguments raised for the first time on appeal could be considered.

Decisione estratta

They could not be heard because they were inadmissible new allegations.

Motivazione estratta

In contribution disputes the federal court is bound by the facts established by the cantonal court; the appellant should have raised these points earlier. Ignorance of the law does not excuse the omission.

Questione giuridica chiave

Whether the cantonal judgment should be overturned despite the new arguments.

Decisione estratta

No. Even considering them, the complaint remained unfounded because the alleged causal link between regulatory changes and income loss was not sufficiently verifiable.

Motivazione estratta

The claimed link between the 1995 entry into force of the IKS regulation and the later decline in business income was too uncertain and not reliably established.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.