No entitlement to helplessness allowance; no entry for supplementary benefits

H 371/01Tribunale federale / II divisione di diritto sociale17 gen 2002Partially Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Insurance Court dealt with a complaint against the refusal of a helplessness allowance for an old-age pensioner. It held that the denial was correct because the claimant had not shown permanent personal supervision at the relevant decision date, even though he was helpless in two daily activities. A later deterioration after an amputation could only be examined in a new administrative procedure. The court also refused to enter into the request for supplementary benefits because no appealable decision on that claim existed. No court costs were imposed, and the file was sent back to the compensation fund.

Massima Omnilex

Art. 43bis AHVG, Art. 66bis AHVV, Art. 42 Abs. 4 IVG, Art. 36 Abs. 2 lit. a/b IVV; review of helplessness allowance and admissibility of supplementary-benefit claims. Entitlement to a helplessness allowance for AVS old-age pensioners requires, in addition to helplessness in the relevant daily activities, the statutory additional condition of permanent personal supervision where applicable. Judicial review proceeds as a rule on the factual situation existing at the time of the administrative decision; later deterioration of health is not relevant to the legality of that decision but must be examined, if necessary, in a new administrative procedure. An appeal is inadmissible where no appealable administrative decision exists on the claim raised.

Testo completo

[AZA 0]
H 371/01 Bl

IV. Kammer

Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Rüedi und Ferrari; Gerichtsschreiber
Krähenbühl

Urteil vom 17. Januar 2002

in Sachen
S.________, 1930, Beschwerdeführer,

gegen
Ausgleichskasse Gastrosuisse, Heinerich Wirri-Strasse 3, 5000 Aarau, Beschwerdegegnerin,

und
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, St. Gallen

In Erwägung,

dass die Ausgleichskasse Gastrosuisse das Gesuch des 1930 geborenen Altersrentners S.________ um Gewährung einer Hilflosenentschädigung mit Verfügung vom 9. Februar 2000 abgelehnt und das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die hiegegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 22. Oktober 2001 abgewiesen hat,

dass S.________, unterstützt durch den Hausarzt Dr.
med. W.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut die Zusprechung einer Hilflosenentschädigung und überdies Ergänzungsleistungen beantragt,
dass die Ausgleichskasse auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst und das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet,
dass hinsichtlich der geltend gemachten Ergänzungsleistungen, soweit ersichtlich, keine anfechtbare Verfügung ergangen ist, weshalb diesbezüglich mangels einer unabdingbaren Sachurteilsvoraussetzung auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eingetreten werden kann (BGE 125 V 414 Erw. 1a, 119 Ib 36 Erw. 1b, je mit Hinweisen),
dass das kantonale Gericht die nach den gesetzlichen Bestimmungen für die Gewährung einer Hilflosenentschädigung durch die Alters- und Hinterlassenenversicherung erforderlichen Voraussetzungen (Art. 43bis Abs. 1 AHVG, Art. 43bis Abs. 5 AHVG und Art. 66bis Abs. 1 AHVV in Verbindung mit Art. 42 Abs. 4 IVG und Art. 36 Abs. 2 lit. a und b IVV) zutreffend dargelegt hat,
dass das Sozialversicherungsgericht nach ständiger Rechtsprechung die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war, und Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein sollen (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis).
dass Vorinstanz und Verwaltung die - bei unbestrittenermassen gegebener Hilfsbedürftigkeit in zwei der insgesamt sechs massgebenden alltäglichen Lebensverrichtungen - zusätzlich erforderliche Anspruchsvoraussetzung der dauernden persönlichen Überwachungsbedürftigkeit verneint haben, was auf Grund der Aktenlage gerechtfertigt erscheint,
dass der Beschwerdeführer selbst eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nach einer im Februar 2001 notwendig gewordenen Amputation auch des zweiten (rechten) Unterschenkels und weiteren Operationen geltend macht, nicht aber behauptet, schon im Zeitpunkt des Erlasses der ablehnenden Verwaltungsverfügung vom 9. Februar 2000 auf dauernde persönliche Überwachung angewiesen gewesen zu sein,
dass mithin die seinerzeitige Ablehnung des Leistungsbegehrens nicht zu beanstanden ist,
dass das allfällige Vorliegen einer anspruchsrelevanten Verschlechterung der Verhältnisse nach entsprechender Neuanmeldung von der zuständigen Verwaltungsstelle zu prüfen ist, zu welchem Zweck die Akten der beschwerdegegnerischen Ausgleichskasse überwiesen werden,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als offensichtlich unbegründet resp. unzulässig im Verfahren nach Art. 36a Abs. 1 lit. a und b OG zu erledigen ist,

erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit
darauf einzutreten ist.

II.Die Akten werden im Sinne der Erwägungen der Ausgleichskasse Gastrosuisse überwiesen.
III. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 17. Januar 2002

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Die Präsidentin der IV. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

social insurancehelplessness allowancesupplementary benefitsadmissibilitysupervisionnew applicationhealth deterioration

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the refusal of a helplessness allowance under old-age and survivors' insurance was lawful.

Decisione estratta

Yes. The claimant had not shown that he already needed permanent personal supervision at the time of the refusal decision, so the denial stood.

Motivazione estratta

The authorities correctly found that, despite helplessness in two of the six relevant daily activities, the additional requirement of permanent personal supervision was not met on the record. Later deterioration after the decision date could not affect review of that decision.

Questione giuridica chiave

Whether the request for supplementary benefits could be considered in this appeal.

Decisione estratta

No. No appealable administrative decision on supplementary benefits was shown, so the court could not enter into that part of the complaint.

Motivazione estratta

An appeal requires an appealable decision as an indispensable procedural prerequisite; absent such a decision, the court lacked a basis to decide the merits.

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