Unemployment insured earnings determined by last monthly salary

C 271/99Tribunale federale / I divisione di diritto sociale22 mag 2000Partially Granted

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

SECO challenged the cantonal court's increase of the respondent's insured earnings from CHF 5,232 to CHF 5,579. The Federal Insurance Court held that the ordinary calculation rule of Art. 37(1) AVIV applied and that the insured earnings should be based on the December 1996 salary of CHF 5,200, since the deviation from the twelve-month average was not significant enough to justify Art. 37(3) AVIV. Because this would worsen the respondent's position compared with the cantonal judgment and the original administrative decision, the court set aside the cantonal judgment and remitted the matter so the lower court could warn of a possible reformatio in peius. No court costs were imposed.

Massima Omnilex

Art. 23 AVIG; Art. 37 AVIV: insured earnings for unemployment compensation; scope of the exception to the ordinary monthly-salary rule. The insured earnings are in principle determined by the salary actually earned in the relevant contributory month under Art. 37(1) AVIV. Departure from that rule under Art. 37(3) AVIV is reserved for cases in which application of the ordinary rule would produce an inequitable result; a mere modest deviation between the last monthly salary and the twelve-month average does not suffice. Where the correct calculation would place the insured person in a worse position than the contested decision, the case must be remitted for a warning of reformatio in peius and the possibility of withdrawal of the complaint (consid. 3c).

Testo completo

[AZA]
C 271/99 Tr

II. Kammer

Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari;
Gerichtsschreiberin Berger

Urteil vom 22. Mai 2000

in Sachen

Staatssekretariat für Wirtschaft, Abteilung Arbeitsmarkt
und Arbeitslosenversicherung, Bundesgasse 8, Bern, Be-
schwerdeführer,

gegen

K.________, 1940, Beschwerdegegner,

und

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur

Mit Verfügung vom 16. Juli 1997 legte die Arbeits-
losenkasse der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI den versi-
cherten Verdienst des 1940 geborenen K.________ auf
Fr. 5232.- fest.
In Gutheissung der hiegegen erhobenen Beschwerde
setzte das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
den versicherten Verdienst auf Fr. 5579.- herauf (Entscheid
vom 6. August 1999).
Das Staatssekretariat für Wirtschaft führt Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde und beantragt, in Aufhebung des
vorinstanzlichen Entscheides sei der versicherte Verdienst
auf Fr. 5200.- festzulegen.
K.________ lässt sich nicht vernehmen. Die Kasse
verzichtet auf eine Stellungnahme.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Streitig und zu prüfen ist die Höhe des versicher-
ten Verdienstes, welcher den Taggeldabrechnungen zu Grunde
zu legen ist.

2.- Das kantonale Gericht hat die massgebenden Bestim-
mungen über die Bemessung des versicherten Verdienstes
(Art. 23 AVIG) und die hiefür je nach Sachlage anwendbaren
Bemessungszeiträume (Art. 37 AVIV) zutreffend dargelegt.
Richtig sind auch die Ausführungen zur Frage, unter welchen
Umständen der versicherte Verdienst nach Art. 37 Abs. 1, 2,
3 oder 3bis AVIV festzulegen ist. Darauf kann verwiesen
werden. Ergänzend ist auf die dazu ergangene Rechtsprechung
hinzuweisen (BGE 121 V 165).

3.- a) Der Beschwerdegegner war vom 26. September 1994
bis 6. Oktober 1996 bei S.________, Restaurant X.________
und ab 7. Oktober 1996 im Restaurant Y.________, als Koch
tätig. Das letzte Arbeitsverhältnis wurde durch Kündigung
seitens des Arbeitgebers per 31. Dezember 1996 aufgelöst.
Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ermittelt wurde
und im Übrigen unbestritten ist, hat der Versicherte von
Januar bis April und Juni bis September 1996 monatlich
Fr. 5716.65, im Mai 1996 Fr. 5616.65, im Oktober (aus
beiden Anstellungen zusammen) Fr. 5198.30 und im November
und Dezember 1996 je Fr. 5200.- verdient.
b) Die Vorinstanz erachtet unter diesen Umständen Art.
37 Abs. 3 AVIV als massgeblich und stellt demzufolge zur
Ermittlung des versicherten Verdienstes auf einen Bemes-
sungszeitraum von zwölf Monaten ab. Die Anwendung von Art.
37 Abs. 2 AVIV schliesst sie zu Recht aus, da der Lohn im
letzten Beitragsmonat vor Beginn der Rahmenfrist für den
Leistungsbezug (Fr. 5200.-) vom Durchschnittslohn der
letzten sechs Monate (Fr. 5458.-) nur um 4,73 % abweicht.
Entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid wirkt
sich allerdings die Bemessung des versicherten Verdienstes
nach der Grundregel des Art. 37 Abs. 1 AVIV nicht unbillig
aus, weshalb der Ausnahmetatbestand des Art. 37 Abs. 3 AVIV
nicht erfüllt ist. Dies bestätigt ein Vergleich des Lohnes
im letzten Beitragsmonat (Fr. 5200.-) mit dem Durch-
schnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate (Fr. 5579.-),
woraus lediglich eine Differenz in der Höhe von 6,79 % re-
sultiert. Der versicherte Verdienst entspricht daher gemäss
Art. 37 Abs. 1 AVIV dem im Dezember 1996 bezogenen Lohn von
Fr. 5200.-.

c) Dieses Ergebnis führt zu einer Schlechterstellung
des Beschwerdegegners nicht nur gegenüber dem kantonalen
Entscheid, sondern auch im Vergleich zur ursprünglich ange-
fochtenen Verwaltungsverfügung vom 16. Juli 1997. Es recht-
fertigt sich daher, die Sache an das kantonale Gericht zu-
rückzuweisen, damit es dem Versicherten eine reformatio in
peius mit Hinweis auf die Möglichkeit des Beschwerderück-
zuges androhe (vgl. BGE 109 V 278).
Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne
gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversiche-
rungsgerichts des Kantons Zürich vom 6. August 1999
aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückge-
wiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen ver-
fahre.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche-
rungsgericht des Kantons Zürich, der Arbeitslosenkasse
der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI und dem Amt für
Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenversicherung,
Zürich, zugestellt.

Luzern, 22. Mai 2000

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der II. Kammer:

Die Gerichtsschreiberin:

i.V.

Parole chiave

unemployment insuranceinsured earningssalary calculationaverage earningsreformatio in peiusremandcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

How should the insured earnings for unemployment benefits be calculated under Art. 23 AVIG and Art. 37 AVIV?

Decisione estratta

The ordinary rule of Art. 37(1) AVIV applied; the insured earnings correspond to the last salary actually received in December 1996, namely CHF 5,200.

Motivazione estratta

The deviation between the last contributory month's salary and the average of the last twelve contributory months was only 6.79%, so the exception under Art. 37(3) AVIV was not met. Nor was Art. 37(2) AVIV applicable.

Questione giuridica chiave

Should the cantonal judgment be set aside and the matter remitted for a warning on possible reformatio in peius?

Decisione estratta

Yes. Because the correct calculation would worsen the respondent's position compared with both the cantonal judgment and the original administrative decision, the case had to be remitted so the lower court could warn the insured person of a possible reformatio in peius and the option to withdraw the complaint.

Motivazione estratta

A remittal was necessary before a less favorable outcome could be imposed, in line with the case law on reformatio in peius.

Questione giuridica chiave

Are court costs to be charged?

Decisione estratta

No court costs were levied.

Motivazione estratta

The dispositive order expressly waives court fees.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.