Unemployment benefits denied for lack of contribution period

C 168/99Tribunale federale / I divisione di diritto sociale30 mar 2000Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured person appealed to the Federal Insurance Court after the Bern cantonal authority and the cantonal court denied unemployment benefits for lack of a contribution period. He argued that he had relied on advice from a RAV counselor and asked that the benefits be granted. The court held that he had no qualifying employment as an employee during the relevant framework period, regardless of interim earnings from self-employment. It also held that any alleged advice from the RAV could not have caused the self-employment because the counselor was only responsible from October 1997, while the self-employment began in July 1997. The appeal was dismissed summarily and no court costs were charged.

Massima Omnilex

Art. 36a OG; unemployment insurance contribution period and reliance on administrative advice: entitlement to unemployment compensation requires contributory employment as an employee within the relevant framework period. Interim earnings from self-employment do not replace the statutory contribution period. A reliance interest based on advice from an employment office counselor fails where the alleged advice could not be causally relevant to the insured conduct, in particular when the counselor’s responsibility arose only after the decisive act had already occurred (consid. 1). Where the appeal is manifestly unfounded, it may be decided under Art. 36a OG without further evidentiary measures.

Testo completo

[AZA]
C 168/99 Hm

IV. Kammer

Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger;
Gerichtsschreiber Batz

Urteil vom 30. März 2000

in Sachen

H.________, 1936, Beschwerdeführer,

gegen

Kantonales Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Abteilung
Arbeitslosenkasse, Lagerhausweg 10, Bern, Beschwerdegegner,

und

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern

Mit Verfügung vom 30. September 1998 lehnte das Kanto-
nale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Bern, einen
Anspruch des H.________ auf Arbeitslosenentschädigung vom
5. September 1998 hinweg ab, weil er die Beitragszeit nicht
erfüllt habe.
Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern ab (Entscheid vom
5. März 1999).

H.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde, indem
er sein Begehren um Ausrichtung von Arbeitslosenentschä-
digungen dem Sinne nach erneuert. - Das Kantonale Amt für
Industrie, Gewerbe und Arbeit sowie das Bundesamt für Wirt-
schaft und Arbeit (seit 1. Juli 1999: Staatssekretariat für
Wirtschaft) verzichten auf eine Vernehmlassung zur Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid unter Hin-
weis auf die massgebenden Gesetzesbestimmungen zutreffend
dargelegt, dass der Beschwerdeführer während der hier rele-
vanten Rahmenfrist vom 5. September 1996 bis 4. September
1998 ungeachtet seiner im Rahmen selbständiger Erwerbs-
tätigkeit erzielten Zwischenverdienste ab Juli 1997 keine
beitragspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer und damit
alv-rechtlich keine Beitragszeit auszuweisen vermag, wes-
halb auch unter Berücksichtigung des öffentlichrechtlichen
Vertrauensschutzes (bezüglich der vom Berater des Regiona-
len Arbeitsvermittlungszentrums [RAV] Herr J.________ gel-
tend gemachten Auskünfte) kein Anspruch auf Arbeitslosen-
entschädigung besteht. Hieran vermögen die vom Beschwerde-
führer erneuerten Einwendungen, mit denen sich bereits das
kantonale Gericht einlässlich auseinandergesetzt hat,
nichts zu ändern. Namentlich scheint der Beschwerdeführer
zu verkennen, dass die Auskünfte des RAV-Beraters ange-
sichts seiner erst ab Oktober 1997 bestehenden Zuständig-
keit selbst im Falle von deren rechtsgenüglichen Nachweis
für die schon ab Juli 1997 erfolgte Aufnahme der selbstän-
digen Tätigkeit nicht kausal gewesen sein konnten, weshalb
sich weitere Abklärungen über die einzelnen (falschen oder
richtigen) Beratungen, einschliesslich der beantragten Ein-
vernahme des Herrn J.________ "unter Eid", erübrigen. Es
muss somit bei der von der Verwaltung verfügten und vorin-
stanzlich bestätigten Verneinung der Anspruchsberechtigung
sein Bewenden haben. Den in allen Teilen zutreffenden Aus-
führungen von Verwaltung und Vorinstanz, auf welche verwie-
sen werden kann, hat das Eidgenössische Versicherungsge-
richt nichts beizufügen.

2.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist offensicht-
lich unbegründet und wird im Verfahren gemäss Art. 36a OG
erledigt.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche
Abteilung, dem Kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe
und Arbeit, Abteilung Arbeitsmarkt, Bern, und dem
Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt.

Luzern, 30. März 2000
Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der IV. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

unemployment insurancecontribution periodself-employmentinterim earningsreliance interestcausationevidence

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appellant fulfilled the contribution period required for unemployment compensation during the relevant framework period.

Decisione estratta

He did not demonstrate any contributory employment as an employee during the relevant period, so the contribution period was not met.

Motivazione estratta

Despite interim earnings from self-employment, he had no insurable employment as an employee from July 1997 onward within the framework period of 1996-09-05 to 1998-09-04.

Questione giuridica chiave

Whether alleged advice from the RAV counselor created a protected reliance interest preventing denial of benefits.

Decisione estratta

No protected reliance interest was established that could alter the outcome.

Motivazione estratta

Any advice by the RAV counselor could not have caused the self-employment begun in July 1997, since that counselor was only responsible from October 1997 onward; further evidence on the alleged advice was unnecessary.

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