Pension fund disability benefits require temporal connection

B 48/03Tribunale federale / II divisione di diritto sociale1 set 2003Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured person, formerly employed as a fitter and insured with Vaudoise under occupational pension coverage, sought a full disability pension. The cantonal court rejected the claim, and the Federal Insurance Court upheld that result. It found no medically relevant incapacity between September 1996 and July 1997, so the later disabling incapacity starting on 4 August 1997 lacked the necessary temporal connection to the incapacity during employment. The insured person may still pursue possible benefits from the substitute institution. The complaint was dismissed and no court costs were charged.

Massima Omnilex

Art. 23 and 26 BVG; Art. 10 BVG and Art. 6 BVV 2: entitlement to disability benefits from the former occupational pension fund presupposes a close temporal and factual nexus between incapacity for work arising during the insured period and the later invalidity. Where the medical file shows no relevant incapacity in the intervening period and the disabling incapacity commences only after termination of coverage, the fund is not liable. Binding effect of IV decisions does not preclude an independent review of the temporal link (consid. 1-2).

Testo completo

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess
{T 7}
B 48/03

Urteil vom 1. September 2003
II. Kammer

Besetzung
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Ursprung und Frésard; Gerichtsschreiber Nussbaumer

Parteien
K.________, 1949, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Ramo Atajic, Tomislavov trg 6, HR-10000 Zagreb, Kroatien,

gegen

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft, Place de Milan, 1007 Lausanne, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau

(Entscheid vom 15. April 2003)

Sachverhalt:
A.
K.________ (geboren 1949) war vom 1. Januar 1994 bis 31. Juli 1996 als Monteur bei der Firma P.________ AG erwerbstätig und dadurch bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend Vaudoise) im Rahmen der beruflichen Vorsorge versichert. Vom 10. Juni bis 13. Juli 1996 und vom 7. August bis 31. August 1996 war er vollständig arbeitsunfähig. Da sich sein Lohnanspruch wegen Krankheit bis 17. August 1996 erstreckt hatte, bezog er ab 18. August 1996 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Aargau Arbeitslosenentschädigung.

Nachdem das Industrie-, Gewerbe- und Arbeitsamt des Kantons Aargau am 26. August 1998 seine Vermittlungsfähigkeit ab 4. August 1997 verneint hatte, hiess das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 21. Juni 2000 eine hiegegen erhobene Beschwerde gut und stellte fest, dass der Versicherte ab 4. August 1997 nicht offensichtlich vermittlungsunfähig gewesen sei. Mit Verfügung vom 6. März 2001 sprach ihm die IV-Stelle des Kantons Aargau mit Wirkung ab 1. August 1998 eine ganze Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 80 % zu.

In der Folge gelangte K.________ an die Vaudoise und ersuchte um Ausrichtung von Invalidenleistungen. Die Vaudoise verneinte einen Anspruch auf Invalidenleistungen mit der Begründung, der Beginn der Arbeitsunfähigkeit sei gemäss der Verfügung der IV-Stelle auf den 1. August 1997 festzulegen, somit auf einen Zeitpunkt nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses.
B.
Die am 9. November 2002 gegen die Vaudoise eingereichte Klage auf Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 15. April 2003 ab.
C.
K.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und das vorinstanzlich gestellte Rechtsbegehren erneuern.

Die Vaudoise schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Kantonales Gericht und Bundesamt für Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen sowie reglementarischen Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf Invalidenleistungen der obligatorischen und weitergehenden beruflichen Vorsorge (Art. 23 und Art. 26 BVG; Art. 12 und Art. 25 ff. der Allgemeinen Versicherungsbedingungen, AGB), den Versicherungsbeginn (Art. 10 BVG, Art. 6 BVV 2; Art. 8 AGB) und die Verbindlichkeit der Beschlüsse der Organe der Invalidenversicherung für die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (BGE 129 V 73, 126 V 311 Erw. 1, 120 V 106, 118 V 35) sowie über das für die Leistungspflicht der ehemaligen Vorsorgeeinrichtung massgebende Erfordernis des engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhanges zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität (BGE 123 V 264 Erw. 1c, 120 V 117 f. Erw. 2c/aa und bb mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.
Das kantonale Gericht ist nach einlässlicher und überzeugender Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss gelangt, dass für die Zeitspanne von September 1996 bis Juli 1997 keine Hinweise für eine relevante Arbeitsunfähigkeit (vgl. dazu BGE 114 V 286 Erw. 3c) bestehen. Die sich in den Akten befindenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und die Arztberichte betreffen allesamt einen späteren Zeitpunkt. Auch die Organe der Arbeitslosenversicherung hegten erst Zweifel an der Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers, nachdem der Hausarzt ab 4. August 1997 eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hatte. Mit dem kantonalen Gericht ist daher der zeitliche Zusammenhang zwischen der für die Dauer des Arbeitsverhältnisses vom 10. Juni bis 13. Juli 1996 und vom 7. August bis 31. August 1996 attestierten Arbeitsunfähigkeit und der ab 4. August 1997 aufgetretenen und invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit zu verneinen. Daran ändern sämtliche Einwendungen im letztinstanzlichen Verfahren nichts. Es bleibt dem Beschwerdeführer unbenommen, Invalidenleistungen gegenüber der Auffangeinrichtung (Art. 60 Abs. 2 lit. e BVG) geltend zu machen, bei der er während des Bezugs von Arbeitslosenentschädigung im Rahmen der beruflichen Vorsorge möglicherweise versichert war (vgl. Art. 22a Abs. 3 AVIG).

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 1. September 2003
Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Die Vorsitzende der II. Kammer: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

occupational pensiondisability pensiontemporal connectionincapacity for workinvalidity insurancecoverage periodbinding effectmedical evidence

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the insured person was entitled to disability benefits from the former occupational pension fund.

Decisione estratta

No entitlement was established because the required temporal and factual link between incapacity during the insured period and later invalidity was absent.

Motivazione estratta

The medical record showed no relevant incapacity from September 1996 to July 1997; the later disabling incapacity began only on 4 August 1997, after the pension coverage had ended.

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