Federal appeal inadmissible for lack of proper reasoning

9C_829/2011Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico22 nov 2011Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The applicant filed a federal appeal against a cantonal judgment concerning supplementary benefits to AHV/IV. The Federal Supreme Court held that he was not adversely affected insofar as the cantonal court had ruled in his favor, and that his filing failed to meet the minimum requirements of Art. 42 BGG because it did not address the lower court’s reasoning and contained no proper request. The appeal was therefore not entered into in simplified proceedings. Owing to the circumstances, the court waived court costs.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; Anforderungen an die Begründung der Beschwerde und Nichteintreten bei offensichtlicher Unzulässigkeit. Die Rechtsmittelschrift muss ein hinreichendes Begehren und eine sachbezogene Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids enthalten; pauschale Vorwürfe oder bloss allgemeine Kritik genügen nicht. Soweit die beschwerdeführende Person durch den angefochtenen Entscheid nicht beschwert ist, fehlt es an einem Anfechtungsinteresse. Wird die Beschwerde innert Frist zwar eingereicht, aber nicht rechtsgenüglich begründet oder ausserhalb des Streitgegenstands geführt, ist im vereinfachten Verfahren nicht darauf einzutreten. Kosten können ausnahmsweise gestützt auf Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG erlassen werden.

Testo completo

{T 0/2}
9C_829/2011

Urteil vom 22. November 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Keel Baumann.

Verfahrensbeteiligte
I.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für AHV und IV des Kantons Thurgau,
Rechts- und Einsprachedienst,
St. Gallerstrasse 13, 8500 Frauenfeld,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 12. Oktober 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 2. November 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 12. Oktober 2011,
in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer vom angefochtenen Entscheid insofern gar nicht beschwert ist, als die Vorinstanz zu seinen Gunsten geurteilt hat (Aufhebung des die EL-einstellende Verfügung vom 19. April 2011 bestätigenden Einspracheentscheides vom 17. Juni 2011),
dass die Beschwerde von vornherein offensichtlich unzulässig ist, soweit sie anderes verlangt und beanstandet, als vom kantonalen Gericht beurteilt wurde,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass die Eingabe des Beschwerdeführers alsdann, soweit die (vorläufige) Nichtanrechnung von Mietkosten betreffend, diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da sie kein rechtsgenügliches Begehren enthält und sich der Versicherte in keiner Weise mit den Erwägungen der Vorinstanz befasst, sondern in ungebührli-cher Weise pauschale Vorwürfe an die Adresse verschiedenster Behörden erhebt,
dass deshalb innert der Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG; Art. 44-48 BGG) kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist,
dass demnach im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten umständehalber verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. November 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Keel Baumann

Parole chiave

supplementary benefitsadmissibilityreasoning requirementnon-entrycost waiversocial insurance

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal met the admissibility requirements under Art. 42 BGG and could be examined on the merits

Decisione estratta

The appeal did not satisfy the minimum reasoning requirements and, to the extent it went beyond the cantonal judgment, was inadmissible.

Motivazione estratta

The appellant was not adversely affected where the cantonal court ruled in his favor, and his submissions did not engage with the reasoning of the lower court. He made only general accusations and did not formulate a proper request or legal argument as required by Art. 42 BGG.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged

Decisione estratta

No court costs were imposed due to the circumstances.

Motivazione estratta

The court waived costs under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG.

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