Non-entry for insufficiently reasoned appeal in disability insurance case

9C_817/2010Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico22 nov 2010Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

K.________ appealed a Federal Administrative Court judgment concerning an invalidity insurance pension. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42 BGG because it failed to address the lower court's reasoning and relied only on appellatory criticism. The court also disregarded a new medical report under the prohibition on nova. It noted that any post-decision worsening of health must be pursued through a new application procedure. The appeal was not entered into, free legal assistance was refused as hopeless, and no court costs were levied.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; ungenügende Begründung einer Beschwerde führt im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG zum Nichteintreten. Die Beschwerdeschrift muss sich mit den tragenden Erwägungen der Vorinstanz sachbezogen auseinandersetzen; blosse appellatorische Kritik genügt nicht. Neue Tatsachen und Beweismittel bleiben nach Art. 99 Abs. 1 BGG grundsätzlich unbeachtlich. Eine nach dem angefochtenen Entscheid eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustands ist nicht im hängigen Rechtsmittelverfahren, sondern im Neuanmeldeverfahren nach IV-rechtlichen Regeln zu prüfen. Wegen Aussichtslosigkeit entfällt die unentgeltliche Verbeiständung; Gerichtskosten können ausnahmsweise nicht erhoben werden.

Testo completo

{T 0/2}
9C_817/2010

Urteil vom 22. November 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland,
avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts
vom 17. August 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des K.________ vom 21. September 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 17. August 2010 betreffend eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung,

in Erwägung,
dass gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG die Beschwerde unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Eingabe vom 21. September 2010 diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz gänzlich fehlt und sich die Begründung in appellatorischer Kritik an deren Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung erschöpft (Urteile 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3 und 4A_28/2007 vom 30. Mai 2007 E. 1.2 [in BGE 133 III 421 nicht publiziert]),
dass aufgrund des Novenverbots (Art. 99 Abs. 1 BGG) sowie der Bindung des Bundesgerichts an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG) und der Beschränkung der Prüfung in tatsächlicher Hinsicht auf die in Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG festgelegten Beschwerdegründe der eingereichte gutachtliche Bericht des Dr. med. X.________ vom 16. September 2010 ausser Acht zu bleiben hat (Urteil 9C_629/2009 vom 4. Juni 2010 E. 3),
dass eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit seit der Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 18. Juni 2009 nicht in diesem, sondern in einem vom Beschwerdeführer eingeleiteten Neuanmeldeverfahren zu prüfen ist (BGE 129 V 1 E. 1.2 S. 4 und Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV),
dass die offensichtlich ungenügend begründete Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG erledigt wird,

dass das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit des Prozesses abzuweisen ist,
dass von der Auferlegung von Gerichtskosten umständehalber abzusehen ist (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. November 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Fessler

Parole chiave

invalidity insurancereasoned appealnew evidencenon-entryfree legal aidcourt costsnew applicationsimplified procedure

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal met the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG

Decisione estratta

No. The filing did not engage with the lower court's reasoning and consisted only of appellatory criticism.

Motivazione estratta

Art. 42(1)-(2) BGG requires a concise explanation of how the challenged decision violates law; this was missing.

Questione giuridica chiave

Whether the post-decision medical report could be considered

Decisione estratta

No. The report had to be disregarded because of the prohibition on new facts and the Supreme Court's binding to the established facts.

Motivazione estratta

New evidence is excluded under Art. 99(1) BGG, and factual review is limited by Art. 105(1) and Art. 97(1), 105(2) BGG.

Questione giuridica chiave

Whether a deterioration in health after the IV office decision must be examined in this appeal

Decisione estratta

No. Such a change must be assessed in a new application procedure, not in this appeal.

Motivazione estratta

A later deterioration affecting work capacity belongs to a fresh registration procedure under the IV rules.

Questione giuridica chiave

Whether unentgeltliche Verbeiständung should be granted

Decisione estratta

No, because the case was hopeless.

Motivazione estratta

Since the appeal had no prospects of success, free legal assistance was refused.

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