Complaint inadmissible for insufficient reasoning

9C_472/2008Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico16 giu 2008Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dealt with an appeal in social insurance matters against a cantonal insurance court non-entry decision. After inviting the appellant to clarify whether her earlier letter should be treated as a complaint, the Court found that both the letter of 20 May 2008 and the filing of 5 June 2008 lacked any proper request and did not explain how the cantonal decision violated federal law. The Court therefore refused to enter into the appeal in simplified proceedings and waived court costs.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: Anforderungen an Begehren und Begründung der Beschwerde. Die Beschwerdeschrift muss einen rechtsgenüglichen Antrag sowie eine in gedrängter Form abgefasste Begründung enthalten, die darlegt, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Fehlen Antrag oder hinreichende Auseinandersetzung mit den Erwägungen des kantonalen Entscheids, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Bei Nichteintreten wegen formeller Unzulänglichkeit können die Gerichtskosten nach Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG erlassen werden.

Testo completo

{T 0/2}
9C_472/2008

Urteil vom 16. Juni 2008
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Fessler.

Parteien
O.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, Bundesplatz 15, 6003 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 21. April 2008.

Nach Einsicht
in die von der Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG übermittelte Eingabe der O.________ vom 20. Mai 2008 und den sie betreffenden Nichteintretensentscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 21. April 2008,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 28. Mai 2008, in welchem O.________ unter Hinweis auf die formellen Mindestanforderungen an eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefragt wurde, ob ihr Schreiben vom 20. Mai 2008 als solche behandelt werden soll,
in die mit «Rechtsmittel gegen den Entscheid vom 21. April 2004» bezeichnete Eingabe der O.________ vom 5. Juni 2008,
in Erwägung,
dass gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG die Beschwerde unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass weder das an die Concordia gerichtete Schreiben vom 20. Mai 2008 noch die Eingabe vom 5. Juni 2008 diese inhaltlichen Mindestanforderungen erfüllen, da sie keinen rechtsgenüglichen Antrag enthalten und den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern der Entscheid des kantonalen Versicherungsgerichts rechtsfehlerhaft sein soll (Art. 95 ff. BGG),
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 16. Juni 2008

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Fessler

Parole chiave

social insurancehealth insuranceinadmissibilityformal requirementsreasoningcost waiver

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal satisfied the formal requirements of Art. 42 BGG.

Decisione estratta

The submissions did not contain a legally sufficient request or any adequate reasoning showing how the cantonal decision violated the law.

Motivazione estratta

Under Art. 42(1)-(2) BGG, an appeal must state the relief sought and, in concise form, why the challenged decision is unlawful. The letters filed by the appellant failed to meet these minimum requirements, so the court could not examine the merits.

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