Non-entry for insufficiently reasoned appeal in AHV case

9C_458/2010Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico14 giu 2010Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The appellant challenged a Federal Court ruling concerning AHV proceedings, where the cantonal social insurance court had confirmed the insurer’s non-entry on a late objection. After inviting the appellant to cure formal defects, the Federal Court held that both filings still lacked a proper request and sufficient reasoning. Since the appeal did not address the only relevant issue and did not properly contest the factual findings, the Court refused to examine the merits and issued a non-entry decision in simplified procedure. It also waived court costs exceptionally.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; formal requirements of the appeal and non-entry in simplified procedure: an appeal must contain an admissible prayer for relief and a concise reasoning showing in what respect the challenged decision violates the law. Where the appellant fails to engage with the decisive issue of the lower court and does not substantiate any erroneous factual findings, the appeal is inadmissible and may be disposed of without further exchanges under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Court costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG when circumstances so justify.

Testo completo

{T 0/2}
9C_458/2010

Urteil vom 14. Juni 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Scartazzini.

Verfahrensbeteiligte
T.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 28. April 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 27. Mai 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 28. April 2010,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 28. Mai 2010 an T.________, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,
in die daraufhin von T.________ am 31. Mai 2010 eingereichte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Ausgleichskasse des Kantons Zürich auf die Einsprache des Beschwerdeführers nicht eingetreten war, weil diese verspätet eingereicht wurde, der angefochtene Entscheid daher den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Gegenstand hatte und darin über die materielle Seite der Angelegenheit gar nicht befunden wurde,
dass sich der Beschwerdeführer weder in der Eingabe vom 27. Mai 2010 noch in jener vom 31. Mai 2010 mit der einzig streitgegenständlichen Frage des vorinstanzlich bestätigten Nichteintretens der Ausgleichskasse auf die Einsprache rechtsgenüglich auseinandersetzt,
dass die beiden Eingaben des Beschwerdeführers somit den gesetzlichen Mindestanforderungen nicht genügen, da sie keinen zulässigen Antrag enthalten und den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass bei der gegebenen prozessualen Situation kein Raum für Weiterungen irgendwelcher Art besteht,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 14. Juni 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Scartazzini

Parole chiave

social insuranceformal requirementsnon-entrylate objectionreasoning requirementcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal satisfied the formal requirements of Art. 42 BGG, including a proper request and reasoning.

Decisione estratta

The submissions did not contain an admissible request and did not show, in a legally sufficient way, how the challenged decision violated the law.

Motivazione estratta

The appellant did not address the only disputed point, namely the confirmed non-entry due to lateness. The filings also did not sufficiently challenge the findings of fact under Art. 97(1) BGG.

Questione giuridica chiave

Whether the Federal Court could enter into the appeal in simplified procedure.

Decisione estratta

No. The case was not fit for further examination and had to be dismissed at the threshold stage.

Motivazione estratta

Because the appeal failed to meet the minimum statutory requirements, non-entry was appropriate under Art. 108(1)(b) BGG.

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