New disability claim dismissed; challenge to Federal Administrative Court inadmissible

9C_302/2010Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico16 giu 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The insured challenged a Federal Administrative Court decision that confirmed a refusal to consider a new disability pension claim after a prior final denial. The Federal Supreme Court held that the complaint attacking the independence of the Federal Administrative Court was insufficiently reasoned and could not be heard. It further confirmed the factual finding that the insured's health had not materially worsened since the 2003 ABI assessment and found no breach of the duty to investigate or arbitrariness in the evaluation of medical evidence. The appeal was dismissed insofar as admissible, and costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Massima Omnilex

Art. 30 Abs. 1 BV; Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG; new disability claim after prior final refusal: a renewed application presupposes a legally relevant deterioration of health. Findings of fact are binding unless manifestly incorrect; the Federal Supreme Court does not reweigh medical evidence. A constitutional objection must satisfy the heightened reasoning duty. Where the complaint is manifestly unfounded, the Court may decide by simplified procedure with summary reasoning; the unsuccessful party bears costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
9C_302/2010

Urteil vom 16. Juni 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Seiler, Bundesrichterin Pfiffner Rauber,
Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte
R.________, vertreten durch
Rechtsanwalt Bernhard Zollinger,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland,
avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung
(Invalidenrente, Neuanmeldung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts
vom 15. März 2010.

In Erwägung,
dass R.________ gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 15. März 2010 betreffend den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung nach früherer rechtskräftiger Leistungsverweigerung Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat,
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit des Prozesses abgewiesen worden ist (Verfügung vom 11. Mai 2010),
dass in Bezug auf die Rüge, beim Bundesverwaltungsgericht handle es sich nicht um ein unabhängiges Gericht, sondern um eine blosse verwaltungsinterne Behördenstelle des Bundes, soweit damit eine Verletzung des Anspruchs auf ein durch Gesetz geschaffenes, zuständiges, unabhängiges und unparteiisches Gericht nach Art. 30 Abs. 1 BV geltend gemacht werden soll, die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht genügt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246) und darauf nicht einzutreten ist,
dass die Vorinstanz festgestellt hat, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich bezogen auf die Situation im Zeitpunkt der ABI-Begutachtung 2003 in gesamtmedizinischer Hinsicht nicht in relevantem Ausmass verschlechtert, wofür u.a. spreche, dass er im Zeitraum zwischen 2002 und 2006 in keiner ärztlichen Behandlung gestanden habe und rechtsgenügliche Hinweise auf eine drastische Veränderung ab Mitte 2006 nicht aktenkundig seien,
dass diese Feststellung nicht offensichtlich unrichtig und somit für das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG),
dass die Vorinstanz auf die Beurteilung der Allgemeinmediziner FMH Dr. med. H.________ und Dr. med. L.________ vom Medizinischen Dienst der IV-Stelle vom 9. Dezember 2007 und 28. März 2008 resp. vom 5. Oktober 2008 abgestellt und den ins Recht gelegten fachärztlichen Berichten beweismässig keine Bedeutung beigemessen hat, was weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch eine willkürliche Beweiswürdigung darstellt,

dass der Beschwerdeführer nicht darlegt, inwiefern insbesondere die Würdigung der eingereichten medizinischen Unterlagen durch Dr. med. H.________ nicht schlüssig ist,
dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers aus einer veränderten ärztlichen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit für verschiedene Tätigkeiten nicht "logischerweise im Umkehrschluss" auf eine in der Regel damit einhergehende Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu schliessen ist,
dass auf die Einwände gegen die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung nicht weiter einzugehen ist, weil beim Ergebnis, der Gesundheitszustand habe sich nicht in (revisionsrechtlich) erheblicher Weise verschlechtert, die angefochtene Nichteintretensverfügung mit dieser Begründung bestätigt werden konnte (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 96/06 vom 26. Mai 2006 E. 2; BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; Urteil 9C_733/2007 vom 3. April 2008 E. 1),
dass die Beschwerde, soweit zulässig, offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren mit summarischer Begründung nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,
dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 16. Juni 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Fessler

Parole chiave

disability insurancenew applicationmedical evidencebinding findingsreasoning requirementsindependence of courtsummary procedurecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the complaint alleging that the Federal Administrative Court is not an independent court was sufficiently reasoned.

Decisione estratta

The complaint did not meet the reasoning requirements and could not be examined on that point.

Motivazione estratta

The appellant did not substantiate a violation of the right to a legally established, competent, independent and impartial court.

Questione giuridica chiave

Whether the findings that the insured's health had not materially deteriorated since the 2003 ABI assessment were binding and sufficient to uphold the refusal to enter into the new disability claim.

Decisione estratta

The Federal Supreme Court accepted the finding of no relevant deterioration and therefore upheld the non-entry decision.

Motivazione estratta

The appellate court's factual finding was not manifestly incorrect; reliance on the IV medical service opinions did not violate the duty to investigate or amount to arbitrary appreciation of evidence.

Questione giuridica chiave

Costs of the Federal Supreme Court proceedings

Decisione estratta

Court costs were imposed on the losing appellant.

Motivazione estratta

The appellant was the unsuccessful party.

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