Invalidity pension complaint dismissed; expert report upheld

9C_18/2011Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico14 feb 2011Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The claimant appealed to the Federal Supreme Court against the Solothurn cantonal insurance judgment concerning her invalidity pension. She argued, among other things, that the expert report of 7 June 2007 was not properly addressed and had insufficient probative value, especially in light of later medical reports and jaw complaints. The Court held that any possible hearing defect need not be decided because the claimant could effectively contest the judgment and the factual findings were unobjectionable. The medical reports did not weaken the expertise, and the German disability pension was irrelevant. The complaint was manifestly unfounded and was dismissed; CHF 500 in costs were charged to the claimant.

Massima Omnilex

Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG; vereinfachtes Verfahren bei offensichtlicher Unbegründetheit einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Ein allfälliger Gehörsmangel der Vorinstanz bleibt unentschieden, wenn die beschwerdeführende Partei den vorinstanzlichen Entscheid sachgerecht anfechten konnte und die Beweiswürdigung auch unter freier Prüfung standhält. Der Beweiswert einer Administrativexpertise wird nicht schon durch abweichende nachträgliche Arztberichte erschüttert; erforderlich sind konkrete, nachvollziehbare Einwände gegen die Expertise. Fremdrenten anderer Sozialversicherungssysteme sind für die schweizerische Invaliditätsbemessung nur beachtlich, wenn sie nach ihrer Rechtsnatur und ihrem Sachzusammenhang relevante Schlüsse zulassen (vgl. Erw. 2).

Testo completo

{T 0/2}
9C_18/2011

Urteil vom 14. Februar 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichterinnen Pfiffner Rauber, Glanzmann,
Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Solothurn,
Allmendweg 6, 4528 Zuchwil,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Invalidenrente),

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 23. November 2010.
In Erwägung,
dass K.________ gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 23. November 2010 betreffend die von der IV-Stelle zugesprochene Leistung (halbe Rente ab 1. Oktober 2005 und ganze Rente ab 1. April 2009) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat,
dass ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit des Prozesses abgewiesen worden ist (Verfügung vom 24. Januar 2011),
dass offen bleiben kann, ob das kantonale Versicherungsgericht eine Gehörsverletzungen begangen hat, indem es sich nicht mit den Einwendungen der Beschwerdeführerin gegen das Administrativgutachten vom 7. Juni 2007 auseinandergesetzt hat, war es dieser doch ohne weiteres möglich, das vorinstanzliche Erkenntnis sachgerecht anzufechten und ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung selbst bei freier Prüfung nicht zu beanstanden (vgl. Urteil 9C_522/2010 vom 29. September 2010 E. 2 mit Hinweis),
dass die in der Beschwerde erwähnten drei ärztliche Berichte den Beweiswert der Expertise (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) nicht zu mindern vermögen,
dass keine Anhaltspunkte dafür bestehen, die Gutachter hätten die Kieferbeschwerden nicht oder zu wenig berücksichtigt,
dass nicht ersichtlich ist und die Beschwerdeführerin auch nicht darlegt, inwiefern diese anamnestisch lediglich im Zusammenhang mit dem Essen geklagten Beschwerden die Arbeitsfähigkeit zusätzlich einschränkten,
dass sich aus dem Verlaufsgutachten vom 23. März 2009 nichts anderes ergibt,
dass die der Beschwerdeführerin seit 1. Juni 2002 ausgerichtete deutsche Rente eine Berufsunfähigkeitsrente ist und sich daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten lässt (vgl. Urteil 9C_228/2009 vom 5. November 2009 E. 4.1 und Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 430/00 vom 19. Juni 2001 E. 3a), ohne dass die Akten der betreffenden Versicherung beizuziehen wären,
dass die vorinstanzlichen Erwägungen zum Status als ohne gesundheitliche Beeinträchtigung Voll-, Teil- oder Nichterwerbstätige (BGE 125 V 146 E. 2c S. 149; vgl. auch BGE 131 V 51) für die Zeit bis Ende September 2005 und auch der Einkommensvergleich der IV-Stelle nicht bestritten worden sind,
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren mit summarischer Begründung nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,
dass die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, der Ausgleichskasse Basel-Stadt, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 14. Februar 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Fessler

Parole chiave

invalidity insuranceexpert opinionright to be heardmedical evidenceforeign pensionworking capacitycourt costssimplified procedure

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the cantonal court violated the claimant's right to be heard by not addressing objections to the administrative expert report.

Decisione estratta

Any possible hearing defect could remain open because the claimant was still able to challenge the judgment effectively and the factual assessment was not objectionable.

Motivazione estratta

The claimant could contest the lower-court findings adequately; thus no reversible procedural defect was shown.

Questione giuridica chiave

Whether the administrative expert report lacked probative value because of later medical reports and alleged insufficient consideration of jaw complaints.

Decisione estratta

The three medical reports cited in the complaint did not undermine the expert opinion, and there was no indication that the experts ignored or underestimated the jaw complaints.

Motivazione estratta

The complaint did not show any concrete reduction of working capacity from the complaints, and the later progress report changed nothing.

Questione giuridica chiave

Whether the foreign disability pension affected the Swiss invalidity assessment or required taking the foreign insurance file into account.

Decisione estratta

No favorable inference could be drawn from the German pension, which was a Berufsunfähigkeitsrente, and the foreign file did not need to be requested.

Motivazione estratta

The foreign benefit was of a different nature and therefore irrelevant to the Swiss disability assessment.

Questione giuridica chiave

Whether the complaint against the pension award was manifestly unfounded and should be decided in simplified procedure.

Decisione estratta

Yes; the appeal was manifestly unfounded and was decided under the simplified procedure.

Motivazione estratta

The challenged findings on status and income comparison were not disputed and no persuasive error was shown.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs.

Decisione estratta

The claimant, as the losing party, must pay the court costs.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the proceedings.

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