Invalidity pension appeal dismissed; evidentiary value of expert report upheld

9C_1010/2010Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico4 feb 2011Dismissed

Sintesi

The Federal Supreme Court dismissed the insured person's appeal against the denial of an invalidity pension. It held that the cantonal court was entitled to rely on the interdisciplinary expert report from Zentrum Y. despite the absence of an ENT specialist and neurologist, because the hearing impairment had not been shown to be inadequately considered and relevant prior medical evidence was available. The court also found no unlawful discretion in the 10% disability-related deduction from invalid earnings. As the appeal was manifestly unfounded, it was decided in simplified procedure and the appellant was ordered to pay CHF 500 in court costs.

Regest

Art. 61 lit. c ATSG; Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 109 Abs. 2 lit. a and Abs. 3 BGG; evidentiary value of medical expert reports and scope of review of factual findings. A multidisciplinary expert report retains probative force even if not every specialist discipline is involved, provided the relevant impairment is addressed on the basis of the file and there are no concrete indications of insufficient consideration. The Federal Supreme Court is bound by the cantonal findings unless they are manifestly incorrect or based on a violation of federal law. The amount of the disability-related deduction from the invalid income is reviewed only for legal error in the exercise of discretion; mere disagreement with the assessment is insufficient.

Testo completo

{T 0/2}
9C_1010/2010

Urteil vom 4. Februar 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Pfiffner Rauber,
Gerichtsschreiberin Dormann.

Verfahrensbeteiligte
T.________, vertreten durch
Fürsprecher Ismet Bardakci,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Invalidenrente),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2010.

In Erwägung,
dass T.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2010 betreffend den Anspruch auf eine Invalidenrente erhoben hat,
dass mit Verfügung vom 30. Dezember 2010 das Gesuch des T.________ um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen worden ist,
dass die Vorinstanz dem interdisziplinären Gutachten des Zentrums Y.________ vom 17. September 2009 Beweiskraft beigemessen und darauf gestützt festgestellt hat, in Bezug auf die Hörfähigkeit qualifizierte Arbeiten kämen nicht in Frage, im Übrigen sei dem Versicherten eine rückenadaptierte leichte bis mittelschwere Tätigkeit in Wechselhaltung im Umfang von 100 % mit um 30 % verminderter Leistungsfähigkeit zumutbar,
dass der Verzicht auf den Beizug eines Ohrenspezialisten und Neurologen den Beweiswert des Gutachtens des Zentrums Y.________ (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) nicht schmälert, weil nicht ersichtlich ist und auch nicht dargelegt wird, inwiefern die Schwerhörigkeit im Gutachten des Zentrums Y.________ ungenügend berücksichtigt worden sein soll, zumal den Experten ein Bericht der HNO-Klinik des Spitals N.________ vom 26. November 2008 vorlag, und weiter der Psychiater des Zentrums Y.________, nachdem er klinisch keine Anhaltspunkte für mnestische Störungen hatte feststellen können, eine testpsychologische Untersuchung durchführte und als deren Resultat leichte kognitive Einschränkungen in seine Einschätzung einbezog,
dass die vorinstanzliche Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung weder offensichtlich unrichtig sind (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.; SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164, 9C_204/2009 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 135 V 254) noch auf einer Verletzung von Bundesrecht beruhen (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.), weshalb sie für das Bundesgericht verbindlich sind (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG),
dass in Bezug auf die Höhe des leidensbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen (BGE 126 V 75 E. 5b/aa - bb S. 79 f.), welchen die Vorinstanz mit maximal 10 % veranschlagte, eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung (Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung; vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3 in fine S. 399) auch unter Einbezug der Schwerhörigkeit des Versicherten nicht ersichtlich ist, zumal diese bereits bei der Feststellung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt wurde,
dass die Invaliditätsbemessung im Übrigen nicht angefochten wird,
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,
dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 4. Februar 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Dormann

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