Late request for revision dismissed as time-barred

8F_11/2012Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico20 ago 2012Dismissed

Sintesi

B.________, represented by Dr. Hans A. Schibli, sought revision of Federal Supreme Court judgment 8C_24/2012, claiming that an important fact had been overlooked. The Federal Supreme Court held that the request was filed outside the 30-day period applicable to revision requests based on procedural defects and therefore did not enter into it. As a consequence, the request for provisional measures became moot. The Court also denied free legal aid because the request was hopeless, and ordered court costs of CHF 500 against the applicant.

Regest

Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG; revision for violation of procedural rules other than recusal must be filed within 30 days after service of the full decision; the deadline is strict and lateness leads to non-entry. A request based on Art. 121 lit. d BGG that is submitted after expiry of the statutory period is inadmissible irrespective of the asserted merits. Where the main revision request is not entered into, any associated request for interim measures becomes moot. Free legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG is excluded when the request is manifestly hopeless; costs follow defeat under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
8F_11/2012

Urteil vom 20. August 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Frésard, Bundesrichterin Niquille,
Gerichtsschreiber Holzer.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
vertreten durch Fürsprecher Dr. Hans A. Schibli,
Gesuchsteller,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau,
Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Revisionsgesuch gegen das Urteil
des Schweizerischen Bundesgerichts 8C_24/2012
vom 26. April 2012.

Nach Einsicht
in das Revisionsgesuch vom 25. Juli 2012 (Poststempel) gegen das Urteil des Bundesgerichts 8C_24/2012 vom 26. April 2012,

in Erwägung,
dass der Gesuchsteller die Revision des bundesgerichtlichen Urteils 8C_24/2012 vom 26. April 2012 verlangt, da das Bundesgericht eine in den Akten liegende erhebliche Tatsache aus Versehen nicht berücksichtigt habe (Art. 121 lit. d BGG),
dass der Gesuchsteller damit eine Verletzung von Verfahrensvorschriften im Sinne von Art. 121 BGG rügt,
dass ein Revisionsgesuch wegen Verletzung anderer Verfahrensvorschriften als jene über den Ausstand in Anwendung von Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG innert dreissig Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides beim Bundesgericht einzureichen ist (vgl. auch Urteil 5F_9/2009 vom 2. Februar 2010 E. 1.1.1),
dass das Urteil 8C_24/2012 dem Gesuchsteller gemäss eigenem Vorbringen am 7. Mai 2012 zugestellt worden ist,
dass demgemäss das am 25. Juli 2012 der Post übergebene Revisionsgesuch verspätet ist, weshalb nicht darauf eingetreten werden kann,
dass mit diesem Entscheid in der Hauptsache das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 126 BGG gegenstandslos wird,
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass die Kosten des Verfahrens dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 20. August 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Holzer

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