Non-entry on inadequately reasoned constitutional complaint

8C_496/2009Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico9 giu 2009Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The employee challenged a cantonal decision concerning salary and promotion, seeking wage back payments for an allegedly overlong weekly workload. The Federal Supreme Court held that the matter was a pecuniary dispute below the statutory threshold and involved no question of fundamental importance, so an ordinary public-law appeal was unavailable. It further found that the filing, treated as a subsidiary constitutional complaint, failed to satisfy the strict reasoning requirements because it contained only appellatory criticism and did not specifically demonstrate a violation of constitutional rights. The Court therefore did not enter into the case and waived court costs.

Massima Omnilex

Art. 85 BGG, Art. 116 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a subsidiary constitutional complaint in a pecuniary employment dispute. A claim for wage arrears is a monetary matter; if the amount in dispute does not reach the statutory threshold and no question of fundamental importance is raised, an appeal in public law matters is excluded. A subsidiary constitutional complaint is subject to the issue-raising principle: only clearly and specifically substantiated violations of constitutional rights are examined. Purely appellatory criticism does not suffice; the complainant must show, in a manner that is precise and as far as possible substantiated, why the challenged decision is manifestly untenable or otherwise constitutionally defective.

Testo completo

{T 0/2}
8C_496/2009

Urteil vom 9. Juni 2009
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Frésard, Maillard,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Parteien
F.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schulpflege L.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Besoldung, Beförderung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Personalrekursgerichts des Kantons Aargau vom 2. April 2009.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 2. Juni 2009 (Poststempel) gegen den Entscheid der Personalrekurskommission des Kantons Aargau vom 2. April 2009,

in Erwägung,
dass sich beim Streit um Lohnnachzahlungen um eine vermögensrechtliche Angelegenheit im Sinne von Art. 85 BGG handelt, womit eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur zulässig ist, wenn der Streitwert mindestens Fr. 15'000.- beträgt (Abs. 1 lit. b) oder wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Abs. 2),
dass Lohnnachzahlungen für die Zeit von 1. Januar 2005 bis 31. Juli 2007 für eine wöchentlich (zuviel) geleistete Arbeitsstunde eingefordert sind, was bei einem auf 28 Wochenlektionen beruhenden Jahreseinkommen von Fr. 108'310.30 offenkundig nicht zum geforderten Streitwert führt, und sich auch nicht eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt,
dass die Beschwerdeführerin dies erkannt zu haben scheint, betitelte sie ihre Eingabe doch lediglich als subsidiäre Verfassungsbeschwerde,
dass mit der Verfassungsbeschwerde einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (Art. 116 BGG),
dass sich dies auf die Anforderungen auswirkt, denen die Beschwerdeschrift genügen muss: es gilt das so genannte Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG, vgl. BBl 2001 4344),
dass dieses verlangt, in der Eingabe darzutun, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind,
dass eine Überprüfung von Amtes wegen, wie sie dem Bundesgericht hinsichtlich des Gesetzes- und Verordnungsrechts des Bundes zusteht (vgl. Art. 106 Abs. 1 BGG) nicht stattfindet,

dass das Bundesgericht deshalb nicht von sich aus untersucht, ob der angefochtene kantonale Entscheid verfassungsmässig ist, sondern prüft nur rechtsgenügend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (vgl. die Rechtsprechung zur staatsrechtlichen Beschwerde, statt vieler BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f.; 119 Ia 197 E. 1d S. 201),
dass mit der vorliegenden Eingabe zwar eine Verletzung von Art. 9 BV (Verstösse gegen das Willkürverbot und gegen den Grundsatz von Treu und Glauben) gerügt werden; ihre Begründung vermag aber nicht den qualifizierten Anforderungen zu genügen, welche Art. 106 BGG (in Verbindung mit Art. 119 BGG) für die Geltendmachung von Grundrechtsverletzungen stellt,
dass dies insbesondere für die Anrufung des Willkürverbots gilt, weil die Beschwerde führende Person - wie schon im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde - dartun muss, dass und inwiefern der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 133 III 393 E. 6 S. 397),
dass die vorliegende Beschwerdeschrift sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid und am Vorgehen der involvierten Behörde erschöpft, ohne dass hinreichend klar dargelegt wird, worin die offensichtliche, in die Augen springende Unhaltbarkeit der angefochtenen Entscheidung bestehen soll,
dass die Eingabe damit auch nicht die Formvorschriften für eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde erfülllt, weshalb auf die Eingabe insgesamt nicht einzutreten ist,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Personalrekursgericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 9. Juni 2009

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Parole chiave

admissibilityconstitutional complaintissue-raising principlewage arrearsarbitrarinesscosts

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal in public law matters was admissible given the amount in dispute and absence of a fundamental legal question.

Decisione estratta

The claim for wage back payments did not reach the statutory amount in dispute and no question of fundamental importance arose.

Motivazione estratta

The dispute concerned monetary claims below the threshold; therefore ordinary public-law appeal was unavailable.

Questione giuridica chiave

Whether the filing met the requirements of a subsidiary constitutional complaint.

Decisione estratta

No. The complaint relied on constitutional rights only in an appellatory manner and did not specifically show how the challenged decision violated them.

Motivazione estratta

Under the issue-raising principle, constitutional violations must be clearly and specifically substantiated; the submission merely criticized the lower authority without demonstrating manifest arbitrariness.

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