Federal appeal dismissed for insufficient reasoning

8C_469/2008Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico27 giu 2008Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant’s filing did not meet the mandatory requirements of Art. 42 BGG: it lacked a proper prayer for relief and any sufficiently specific reasoning showing legal error or defective fact-finding. Because the defect concerned the substance of the appeal and not merely missing attachments, no curative deadline could be granted. The court therefore issued a non-entry decision in simplified proceedings. It waived court costs, which rendered the request for free legal aid moot. The judgment was communicated to the parties, the cantonal insurance court, and the Federal Office of Public Health.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Eintreten auf ein Rechtsmittel setzt einen bestimmten Antrag und eine sachbezogene Begründung voraus, aus der erkennbar hervorgeht, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Fehlen solche Elemente, liegt kein gültiges Rechtsmittel vor; die mangelnde inhaltliche Begründung kann nicht mittels Nachfrist behoben werden, anders als fehlende Beilagen nach Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG. Bei Nichteintreten im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG kann von Gerichtskosten abgesehen werden; entfällt die Kostenbelastung, wird ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos (consid. 1).

Testo completo

{T 0/2}
8C_469/2008

Urteil vom 27. Juni 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
K.________, Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau
vom 27. Februar 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 27. Mai 2008 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 27. Februar 2008,
in die nach Erlass der Verfügung vom 30. Mai 2008 betreffend fehlende Beilagen von K.________ dem Bundesgericht am 9. Juni 2008 zugesandte Eingabe mit Nachreichung des vorinstanzlichen Entscheides sowie das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452, 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht gerecht wird, da sie keinen rechtsgenüglichen Antrag enthält und den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 2 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unrichtig oder unvollständig sein sollte oder eine Bundesrechtsverletzung vorliegen würde,
dass mithin kein gültiges Rechtsmittel vorliegt,
dass das Ansetzen einer Nachfrist zur Verbesserung der mangelhaften Rechtsschrift im Sinne von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG - im Gegensatz zur Nachreichung der fehlenden Beilagen (Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG; vgl. BGE 130 I 312 E. 1.3.1 S. 320, 123 II 359 E. 6b/bb S. 369, 118 Ib 134 E. 2, je mit Hinweis) - ausser Betracht fällt (vgl. das zur Publikation in BGE 134 X bestimmte Urteil vom 19. Mai 2008, 1C_380/2007),
dass von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen wird, weshalb sich das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos erweist,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 27. Juni 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Parole chiave

inadmissibilityreasoned appealsimplified proceedingslegal aidcourt costsunemployment insurance

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal satisfied the minimum reasoning and request requirements of Art. 42 BGG.

Decisione estratta

No. The filing contained no proper request and did not show any cognizable violation of law or erroneous factual findings.

Motivazione estratta

Under Art. 42(1) and (2) BGG, an appeal must include requests and reasons; the court held the submission plainly failed to meet these requirements, so no valid remedy was filed.

Questione giuridica chiave

Whether a curative deadline had to be granted to remedy the deficient appeal brief.

Decisione estratta

No. A deadline to cure substantive defects in the reasoning was excluded; only missing attachments could be supplemented.

Motivazione estratta

The court distinguished between formal missing documents under Art. 42(5) and (6) BGG and the absence of a legally sufficient reasoning, which cannot be cured by an extension.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged and legal aid granted.

Decisione estratta

No court costs were imposed, so the legal-aid request became moot.

Motivazione estratta

Because the appeal was dealt with in simplified proceedings and no costs were levied under Art. 66(1) second sentence BGG, the request for free legal aid had no practical object.

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